So eine Woche fühlt sich rückwirkend momentan nicht länger wie ein Schnipser mit dem Finger an – also: „Zack und schon ist sie vorbei".
Der Mittwoch war voll mit Logiklöchern. Da ich bis heute nicht nachvollziehen kann, weshalb sich erwachsene Menschen manchmal wie Halbstarke benehmen. Und leider gehöre auch ich gelegentlich dazu. Um das Fazit gleich vorwegzunehmen: Ich lasse mich nicht wie einen Hund behandeln.
Erst zeigte Vater während einer Vereinssitzung ein Szenario auf – und wirklich nur ein Szenario – wie leicht es wäre, dass jemand an einen Vorstandsposten kommt, wenn dies nur die eine oder andere Abteilung wünschen würde. Daraufhin wollten einige Vater verbal durch den Fleischwolf drehen.
Vater ließ sich jedoch nur bedingt drehen. Er zitierte die Vereinssatzung, woraufhin ihm „Spitzfindigkeiten" vorgeworfen wurden und man meinte, darauf solle er nicht herumreiten. Vater nahm es mit Humor, zitierte nochmals aus der Satzung, woraufhin dieser Programmpunkt mit einigen roten Köpfen – keiner davon gehörte Papa – beendet wurde.
Das war dennoch eine hitzige und wertvolle Diskussion.
Weniger wertvoll war meine Diskussion mit einem Mann, der ungefähr so alt wie Vater ist und ebenfalls seit Jahrzehnten mithilft, dass mein Verein dort steht, wo er heute steht. Das muss man ihm lassen.
Nach der Sitzung bat dieser Mann Vater, sich um einen offenen Kabelkanal zu kümmern. Vater versprach, sich darum zu kümmern, sobald er ein Stündchen Zeit finden würde.
Diese Antwort schien ihn jedoch nicht zufriedenzustellen. In einem Ton, den ich als unnötig empfand, meinte er nur: „Dann mach ich es selbst!"
Daraufhin wollte ich meinen Mund nicht halten und sagte: „Papa hat doch gerade gesagt, dass er es richtet, sobald er Zeit findet."
Da fuhr er mich an: „Mach dich ab!" und winkte mich zusätzlich mit einer Geste ab, die mir ebenfalls nicht gefiel.
Für meine Verhältnisse wurde ich daraufhin unnötig laut und erklärte ihm, dass wir beide verbal Ärger miteinander bekämen, wenn er mir weiterhin Befehle erteile oder mich abwinke wie einen lästigen Hund.
Daraufhin wurde mir erneut abgewunken.
Ich machte ihm lautstark klar, dass er seine Provokationen doch bitte bleiben lassen solle, sogar noch hörbar auf den Treppen hinaus aus dem Sitzungssaal. Das hätte ich mir schenken können. In diesem Moment wollte ich es allerdings nicht.
Bereits im Auto dachte ich: Lass ihn doch machen und wüten. Er hatte an diesem Abend nicht alle beisammen. Und ich, dass ich überhaupt darauf eingestiegen bin, offenbar auch nicht.
Passt gut auf euch auf und seid nett zueinander, wer immer ihr auch seid?!
*Beitrag wurde zu großen Teilen schon am Donnerstag, 11. Juni 2026 verfasst*
