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Die Phantastische Abenteuer des Raumschiffs Hydra Kapitel 16

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Fürstin der Nacht
Dabei seit Feb. 2019
14.09.2019, 14:57 Uhr
Ersteller#1
Ein Traum wurde wahr

Rückblick auf die Erde in das Jahr 1937

Sie war eine mutige Frau, deren Leidenschaft das Fliegen war. Die Rede ist von Amelia Steiner, der Frau, die als erste Frau den Atlantik überflogen hat. Sie wurde als Heldin gefeiert. Ihr größter Traum war es, eines Tages mit einem Raumschiff zu den Sternen zu fliegen, doch dieser Traum sollte nie Wirklichkeit werden. Die Menschheit war gerade dabei, den Luftraum zu erobern, von Raketen oder gar Raumschiffen war noch gar nicht die Rede, außer in einigen Science-Fiction-Romanen. Auch sie hatte in ihrer Jugend das Buch von Jules Verne "Von der Erde zum Mond" gelesen und war so fasziniert davon, dass sie oft nachts im Bett lag und darüber nachdachte, wie es wohl wäre, mit einem Raumschiff von Stern zu Stern und von Planet zu Planet zu fliegen. Mit diesen Gedanken schlief sie oft ein und träumte davon, aber es war nur ein Traum.

Am 21. Mai 1937 startete sie ihr nächstes großes Abenteuer. Sie wollte am Äquator in mehreren Etappen mit ihrem Flugzeug die Erde umrunden. Sie hatte die letzte Etappe vor sich, den Rest des Pazifischen Ozeans zu überqueren. Alles lief nach Plan wie auch die vorherigen Etappen. Sie hatten noch 70 Meilen (ca. 113 km) Ozean vor sich, dann kam das Festland und auch der Flughafen, auf dem sie landen wollte. Sie sagte zu ihren Co-Piloten: "Nimm schon mal Funkkontakt mit dem Flughafen auf und sage, dass wir in einer Stunde da sind." Der Co-Pilot schaltete am Funkgerät herum, bekam jedoch keinen Empfang. Er sagte: "Das ist doch komisch, normalerweise müsste ich ohne Probleme schon Empfang mit dem Flugplatz haben, aber ich bekomme auf alle Kanäle nur Rauschen rein". Durch Zufall schaute der Co-Pilot aus dem Fenster nach links oben und sagte: "Schau mal da oben das rote, grelle Licht, was ist das?" Amelia schaute in die Richtung und sagte: "Das weiß ich auch nicht". Plötzlich schoss das Licht auf das Flugzeug zu und hüllte es ein. Beide schrien.

Später hieß es in einer Pressemitteilung, dass der Co-Pilot und das Flugzeug als verschollen galten. Man hatte weder sie noch das Flugzeug gefunden, daher wurden sie für tot erklärt. Es gab wildeste Spekulationen: Einige meinten, dass der Treibstoff zu früh ausgegangen war und das Flugzeug in den Ozean gestürzt sei. Andere behaupteten, dass es in ein Unwetter geraten und abgestürzt sei. Einige meinten sogar, dass sie von einem UFO entführt worden seien. Doch was tatsächlich passiert ist, wurde niemals geklärt.

Auf der Hydra sagte Alita zu Jane: "Sollen wir uns nicht mal wieder die Füße vertreten auf einem Planeten? Wir sind jetzt schon drei Wochen im Weltraum." "Ja, lass uns im nächsten Sonnensystem schauen, ob wir einen geeigneten Planeten finden", antwortete Jane. Zwei Stunden später flogen wir in ein Sonnensystem ein, in dem vier Planeten um die Sonne kreisten. Unsere Ortung war aktiv. Der zweite Planet sah vielversprechend aus und war recht erdähnlich. Wir schlugen eine Kreisbahn um den Planeten ein und schickten eine Sonde los. Die Ergebnisse kamen rein: Der Planet hatte eine Tier- und Pflanzenwelt, aber keine Spur von intelligentem Leben. Plötzlich zeigte uns die Sonde eine Energiequelle an, eine sehr schwache, aber nicht natürliche Ursprung. "Das werde ich mir mal aus der Nähe anschauen. Wir nehmen ein Shuttle. Sina, Lunaria, Iris, Floh und Skorpi kommen mit. Alita, du übernimmst das Kommando in unserer Abwesenheit. In einer Stunde treffen wir uns im Shuttle-Hangar", befahl Jane. "Soll ich auch mit?", fragte Floh erschrocken. "Was ist, wenn mein Fell dreckig wird?" "Dann stecke ich dich persönlich in die Wanne und schrubbe dich wieder sauber. Außerdem wirst du langsam zu fett. Bewegung wird dir guttun", meinte Jane. Floh und Wasser waren zwei Welten, die aufeinanderprallten. Wie die meisten Katzenarten, hasste auch er Wasser. Der Grund, warum Floh mitkommen musste, war, dass er genauso Gefahren wittern konnte wie Alita.

Nachdem das Shuttle gestartet war, landete es ganz in der Nähe der Energiequelle. Nachdem alle das Shuttle verlassen hatten, fragte Jane Iris: "In welche Richtung ist die Energiequelle?" Iris schaute auf ihren Scanner und sagte: "Wir müssen 400 Meter in diese Richtung." Vor uns waren Bäume, die sehr ineinander verwachsen waren. Lunaria ging vor, um mit ihren zwei Schwertern uns einen Weg durch das Dickicht zu bahnen. Floh meinte zu Jane: "Wenn ich jetzt einen Stachel in meinem Fuß trete, was dann?" "Bist du schon wieder am Jammern, Floh? Du kommst gleich an die Leine", erwiderte Jane. Wir kamen gut voran. Nach einer halben Stunde standen wir vor einer Kuppel mit einer Höhe von 7 Metern und einem Durchmesser von 10 Metern. Die Kuppel sah sehr verwittert aus. "Iris, ist die Energiequelle in der Kuppel?" "Ja." Wir suchten nach einem Eingang, aber es war keiner zu finden. Nach einiger Zeit fanden wir in Bodennähe so etwas wie einen kleinen Lüftungsschacht. Jane schickte Skorpi los, er sollte durch den Schacht krabbeln. Vielleicht konnte man von innen eine Tür öffnen. Nach 20 Minuten sprang eine Tür auf, Skorpi hatte es geschafft. Als wir in die Kuppel traten, wurde sie von innen beleuchtet. In der Mitte des Raumes auf einem Sockel stand eine Kiste mit einem Glasdeckel. An der einen Seite der Kiste war ein Bedienpult angebracht. Wir traten auf die Kiste zu und schauten hinein. Es lag eine Frau darin.

Sina sagte: "Die Frau kenne ich. Es ist Amelia Steiner, eine Pilotin aus den 1930er Jahren. Sie war damals eine berühmte Pilotin. Ich bin ein Fan von ihr und habe alles über sie gelesen, was es zu lesen gibt. Ich bin mir ganz sicher, dass sie das ist." "Wie sollte eine Frau, die schon weit über 1000 Jahre tot ist, hierherkommen, 2,4 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt?", meinte Jane. Lunaria schaute das Bedienpult genauer an und meinte: "Sie ist nicht tot. Es scheint so, als läge sie in einer Art Kälteschlaf." "Meinst du, du kannst sie aufwecken?" "Ich werde es mal versuchen", sagte Lunaria und machte sich am Bedienpult zu schaffen. Nach fünf Minuten öffnete die Frau die Augen. Nach einem Augenblick erhob sie ihren Oberkörper und schaute sich um.

"Wo bin ich hier? Was ist geschehen?", fragte die Frau. "Wer bist du?", wollte Jane wissen. "Ich bin Amelia Steiner. Und wer bist du?", erwiderte Amelia. "Ich bin Jane, die Kommandantin des Raumschiffs Hydra", antwortete Jane und stellte Amelia den Rest der Crew vor. Amelia bemerkte Skorpi auf Janes Schulter. "Was ist das denn für ein ekliges Viech bei dir auf der Schulter?", fragte sie. "Ich bin nicht eklig", jammerte Skorpi. Amelia stieg aus der Kiste und entdeckte Floh. "Was ist das denn für ein Säbelzahntiger, bei dem man die Luft herausgelassen hat?", fragte sie und alle lachten. Jane begann zu erklären, wo sich Amelia befand. "Also, du bist 2,4 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt und bist schon über 1200 Jahre alt."  "Wollt ihr mich verarschen?", fragte Amelia ungläubig. "Nein, das ist die Wahrheit. Woran kannst du dich noch erinnern?", fragte Jane weiter. "Wir waren auf der letzten Flugetappe über dem Pazifischen Ozean, als mein Co-Pilot eine rote Leuchtkugel am Himmel sah. Die Kugel schoss plötzlich auf uns zu und hüllte mein Flugzeug in rotes Licht ein. Mehr weiß ich nicht", erinnerte sich Amelia. "Anscheinend wurdest du entführt und auf diesen Planeten gebracht", schloss Jane. "Möchtest du mit uns kommen?", fragte sie schließlich. "Ja", antwortete Amelia.

Wir machen uns auf den Weg zum Shuttle. Als Amelia das Shuttle sah, fragte sie: "Was ist das denn?" "Das ist unser Shuttle, das uns zum Raumschiff bringen wird", erwiderte Jane. "Das Teil kann fliegen, mit den kleinen Stummel-Flügelchen?" "Ja." Nachdem alle an Bord des Shuttles waren, startete Sina das Shuttle. Amelia machte große Augen. Ihre Augen wurden noch größer, als das Shuttle den Planeten verließ und in den Weltraum flog. Nach einigen Minuten erreichten wir die Hydra. Die Hydra wurde von Sonnenlicht angestrahlt. "Das Raumschiff ist ja riesig", sagte Amelia.

Nachdem wir eingeschleust worden waren, begaben wir uns alle in die Kommandozentrale. Jane stellte den Rest der Besatzung vor. Amelia war so beeindruckt, dass sie uns mit Fragen bombardiert hat. Sie lebte sich schnell an Bord der Hydra ein. Nach einer Woche fragte Jane Alita: "Was denkst du, sollen wir Amelia als Pilotin einsetzen?" "Das ist eine gute Idee", antwortete Alita. Jane unterbreitete Amelia den Vorschlag und sie stimmte sofort zu. Bob gab Amelia eine Hypnoschulung, wodurch sie theoretisch als Pilotin ausgebildet wurde. Doch das war nur die Theorie. Jetzt musste sie am Steuerpult zeigen, was sie wirklich konnte.

Amelia setzte sich neben Sina an das Steuerpult und übernahm die Steuerung. Jane gab Anweisungen für einige einfache Flugmanöver, die Amelia ohne Probleme bewältigte. Nach und nach wurden die Manöver schwieriger, aber auch diese meisterte sie. Josie, unsere Ortungsspezialistin, sagte: "Jane, ich habe mir in diesem System die Planeten angesehen. Der dritte Planet käme für eine Landung infrage, aber zurzeit wütet dort ein Sturm mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 230 km/h." Jane wusste, dass man die Hydra zwar mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 km/h landen konnte, aber man musste schon ein sehr guter Pilot sein. Für Sina und Bob wäre das kein Problem, aber konnte Amelia das auch? Sina fragte Jane: "Du willst Amelia doch wohl nicht auf diesem Planeten landen lassen?" "Doch, das will ich. Ich muss sehen, was Amelia wirklich drauf hat. Traust du es dir zu, Amelia?" fragte Jane. "Ja", antwortete Amelia.

Jane gab Amelia die Landekoordinaten. Amelia flog mit der Hydra auf den Planeten zu und schwenkte in die Umlaufbahn ein. Nach der dritten Umrundung setzte Amelia zur Landung an. Die Hydra trat in die obersten Schichten der Atmosphäre ein. Man merkte schon die ersten Auswirkungen des Sturms an der Hydra. Die Hydra flog recht unruhig. Amelia sagte: "Nimm die Computerunterstützung raus, ich will die Hydra nur per Hand fliegen!" Die Computerunterstützung war unter anderem dazu da, um den Piloten dabei zu helfen, die Hydra auszutrimmen und eine stabile Flugbahn zu erreichen. Sina sagte zu Amelia: "Das kannst du nicht machen, die Landung wird um ein Vielfaches schwieriger." "Das mag schon sein, aber damals zu meiner Zeit hatten die Flugzeuge auch keine Computerunterstützung. Man musste alles per Hand machen." "Das kann schon sein, aber du kannst die Hydra nicht mit den Flugzeugen der damaligen Zeit vergleichen. Die Hydra ist ein Raumschiff und kein Flugzeug." Jane sagte zu Bob: "Nimm die Computerunterstützung raus." Jane wusste genau, dass es keine Gefahr für die Hydra gab. Im Bruchteil einer Sekunde konnten sowohl Sina als auch Bob die Steuerung der Hydra übernehmen, wenn die Situation brenzlig werden sollte.

Amelia sagte zu Bob: "Ich möchte auf meinem Bildschirm die Landekoordinaten, den Höhenmesser, die Windstärke, die Windrichtung und die Geschwindigkeit haben!" Amelia bekam, was sie wollte, und Bob schaltete die Computerunterstützung aus. Ein kleiner Ruck ging durch die Hydra. Jane sagte: "Jetzt gehört die Hydra dir." Jane beobachtete Amelia sehr genau, aber in ihrem Gesicht war keine Nervosität zu erkennen, nur ihre Augen strahlten vor Glück. Amelia sagte: "Mit der Hydra ist es, als flöge man einen Betonklotz." Immer wieder gelang es Amelia, die Hydra in einer stabilen Flugbahn zu halten. Amelia sagte: "Jetzt ein bisschen die Nase hoch und Geschwindigkeit herausnehmen, dann noch eine Linkskurve, und dann setze ich zur Landung an." 30 Meter vor dem Boden fuhr Amelia die Landestützen aus, und ein paar Sekunden später setzte die Hydra sanft auf dem Boden auf. Sina sagte: "Das war eine super Landung, ich hätte es nicht besser machen können." "Das muss ich auch sagen, eine 1A-Landung. Das werden wir heute Abend feiern", sagte Jane.

Abends auf der Feier stand Amelia auf und sagte: "Jane, und ihr alle habt meinen größten Traum wahr werden lassen, dafür werde ich euch ewig dankbar sein." Am nächsten Morgen durfte Amelia die Hydra starten und wir flogen wieder ins Weltall. Plötzlich sagte Josie: "Ich habe da etwas auf dem Ortungsschirm, eine rote leuchtende Kugel." Die Kugel schoss plötzlich auf die Hydra zu. Jane schrie zu Bob: "Schutzschirm hoch!" Das rote Leuchten umhüllte die Hydra. So schnell wie die rote Kugel gekommen war, war sie auch schon wieder verschwunden. Und mit ihr auch Amelia. Jane befahl Bob: "Scanne die Hydra, ob sich Amelia noch an Bord befindet!" Amelia war nicht mehr an Bord. Jane sagte: "Erklärung, Bob." "Ich vermute, dass die Kugel eine Art Transportfeld auf der 6. dimensionalen Ebene war, da es unseren Schutzschirm ohne Mühe durchdrang. Amelia wurde wieder entführt." Wir dachten, dass wir das Geheimnis um Amelia Steiner gelüftet hatten, aber das Geheimnis wurde nur noch größer. Es gab so viele offene Fragen. Wer oder was steckte hinter der roten Kugel? Warum ausgerechnet Amelia Steiner? Und so weiter und so fort. Würden wir jemals Antworten auf diese Fragen bekommen?


Fortsetzung folgt



 

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