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Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffs Hydra Kapitel 17

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Fürstin der Nacht
Dabei seit Feb. 2019
22.09.2019, 18:46 Uhr
Ersteller#1
Die saure Milch

Es war Nacht an Bord der Hydra, es war 3:50 Uhr. Alle außer Alita schliefen. Alita befand sich in der Kommandozentrale und unterhielt sich mit Bob, der KI der Hydra. Wie üblich hatte Bob die Nachtschicht, wenn es keine weiteren Aufgaben gab. Als KI benötigte er keinen Schlaf. In 10 Minuten sollte die Hydra wieder aus dem Hyperraum fallen und Bob hatte den Auftrag von Jane erhalten, die nähere Umgebung bereits im Voraus zu orten.

Als die Hydra in den Normalraum fiel, waren auf der Ortung abertausende von Objekten zu sehen. Die großen Objekte hatten einen Durchmesser von 5 Metern und die kleinen Objekte einen Durchmesser von 50 cm - von den Kleinen gab es wesentlich mehr. Sie sahen aus wie Quallen mit Tentakeln und strömten auf die Hydra zu. Alita schrie "Bob, den Schutzschirm hoch!". Der Schutzschirm wurde hochgefahren und Alita drückte die Taste für den roten Alarm. Der rote Alarm bedeutete, dass die Besatzung in 7 Minuten an ihren Posten sein musste und alle Posten doppelt besetzt waren. Es blieb keine Zeit mehr für Haarstyling oder Nagellackieren. Die Besatzung musste schnell aus dem Bett springen, in ihre Bordkombis hüpfen und sich schnellstmöglich auf ihren Posten begeben.

Gelegentlich machte Jane auch Übungsalarme und Sina hatte sich einmal erlaubt, fünf Minuten länger im Bett zu bleiben, da sie dachte, es sei nur eine Übung. Dadurch war sie zwei Minuten zu spät auf ihrem Posten erschienen. Jane hatte sie heftig kritisiert, denn wenn es um die Sicherheit der Hydra und ihrer Besatzung ging, konnte Jane sehr ungemütlich werden. Jane hatte danach einige Übungen mit Sina durchgeführt, und eins war sicher: Sina würde nie wieder zu spät auf ihrem Posten sein.

Jane stürmte in die Kommandozentrale und fragte: "Bericht, Alita?" Alita antwortete: "Als wir aus dem Hyperraum kamen, strömten diese... Dinge auf die Hydra zu und setzten sich am Schutzschirm fest. Es sind Tausende."

Kurze Zeit später meldete sich Iris aus dem Maschinenleitstand bei Jane: "Was auch immer es ist, das unseren Schutzschirm angreift, es saugt schneller Energie ab, als unsere Kraftwerke produzieren können. In kurzer Zeit wird der Energieschirm zusammenbrechen. Es lässt die Hydra förmlich ausbluten, was die Energie betrifft." Lunaria sagte: "Ich würde empfehlen, die großen Kraftwerke herunterzufahren und auf das kleine chemische Kraftwerk umzuschalten." Das kleine Kraftwerk war im Notfall dafür da, das Lebenserhaltungssystem am Laufen zu halten und etwas Notstrom zu liefern. "Iris, du hast gehört, was Lunaria sagte. Schalte um und schalte die großen Kraftwerke aus." Der Schutzschirm brach zusammen und abertausende von kleinen Quallen hefteten sich an die Oberfläche der Hydra. Derzeit waren wir nicht in Gefahr. Iris berichtete, dass das Kraftwerk zu 100 % lief und keine Energie von den Quallen abgezogen wurde. Vermutlich war die Energie zu gering, um von den Quallen aufgespürt zu werden.

Die Besatzung traf sich am Kartentisch. "Und was machen wir jetzt?", fragte Jane. Annabella meldete sich zu Wort. Sie war nicht nur Ärztin, sondern auch Biologin: "Ich denke, die Quallen sind eine Lebensform, die sich von reiner Energie ernährt. Es sind sicherlich ganz primitive Tiere, die nur von ihrem Instinkt getrieben werden. Sie sehen die Hydra nur als Nahrungsquelle an. Es steckt keine böse Absicht dahinter. Ich denke, sonst ernähren sie sich von Sonnenenergie und wir sind durch Zufall an der Geburtsstätte der Quallenwesen aus dem Hyperraum gekommen." "Na toll, wir sind in den Babyhort der Quallenwesen geraten und die Hydra ist so etwas wie eine Milchkuh, die die Quallenbabys mit Energie versorgt", meinte Jane. "Bildlich gesehen, so in der Art", erwiderte Annabella.

"Was meinst du, wie lange sie noch an der Hydra haften bleiben, da die Hydra keine Energie mehr liefert, Annabella?", fragte Jane. "Das kann ich dir nicht sagen, Jane", erwiderte Annabella. Lunaria spielte mit ihrem Messer und sagte zu Jane: "Wir können auch die Babys..." Jane unterbrach Lunaria mitten im Satz und sagte: "Lunaria, nein, ich weiß, was du denkst. Wir sollen die Babys kaltmachen. Ich fange jetzt nicht an, die Babys abzuschlachten, auch wenn es nur eine primitive Lebensform ist, was wir vermuten. Derzeit besteht keine unmittelbare Gefahr für uns. Ich denke, wir warten, bis sie von selbst verschwinden. Oder hat jemand sonst noch eine Idee?" Alle schwiegen.

Drei Tage waren vergangen und immer noch saßen die Quallenbabys an der Hülle der Hydra. Jane und Alita trafen sich in der Messe und Jane hatte Durst, deshalb wollte sie Milch trinken. Sie setzte das Glas an ihre Lippen, ohne zu bedenken, dass die Milch seit drei Tagen nicht mehr gekühlt worden war. Als sie einen großen Schluck nahm, fing sie an zu würgen und sagte: "Die Milch ist ja sauer", dann spuckte sie in den Ausguss. Alita fing laut an zu lachen. "Das ist überhaupt nicht witzig, Alita", sagte Jane. "Doch, das ist es", sagte Alita und lachte weiter. "Aber Moment mal, ich habe da eine Idee. Ich muss mit Iris sprechen."

Alita verließ die Messe und suchte Iris auf. Nach einer Stunde kehrte Alita zur Kommandozentrale zurück und sagte zu Jane: "Iris und ich haben ein Experiment vorbereitet, um die Quallen loszuwerden. Möchtest du es sehen?" Jane stimmte zu und sagte: "Ja, zeig uns dein Experiment." Alita kontaktierte Iris über die Com-Anlage, die sich im Maschinenraum befand. "Iris, fahre das Kraftwerk hoch", forderte Alita. Nachdem Iris das Kraftwerk hochgefahren hatte, sagte sie: "Die Viecher fangen wieder an zu saugen. Ich schalte es wieder ab." "Nein, warte noch einen Moment", antwortete Alita. Nach einem Augenblick meldete Iris: "Ich glaube, sie hören jetzt auf Energie zu saugen." Auf dem Ortungsschirm sahen sie, wie sich die Quallenbabys von der Oberfläche der Hydra entfernten. Alita sagte zu Bob: "Fahre die Triebwerke hoch, wir verschwinden von hier." Die Hydra beschleunigte auf Höchstgeschwindigkeit und verschwand schließlich im Hyperraum.

Jane fragte Alita: "Was habt ihr gemacht?" Alita antwortete: "Mir kam die Idee, als du die saure Milch getrunken hattest. Iris hat die Energie-Frequenz des Kraftwerks geändert, dadurch wurde die Energie für die Quallen unangenehm, genau wie die saure Milch für dich." Jane lobte Alita: "Das war eine super Idee, Alita."


Fortsetzung folgt



 
J
John Baker Sander
Dabei seit Feb. 2019
28.09.2019, 21:43 Uhr
#2
Das würde denen so passen euch zu verkaufen auf dem Sklavenmarkt! :) - Ihr werdet noch gebraucht!

Ich bin sehr gespannt - was du nun mit deinen Figuren anstellst?
Das gleich 2 Figuren ihr Leben verließen hätte ich nicht für möglich gehalten.  Sehr spannend erzählt. Die gierigen Piraten machen mir auch Laune, die wirken wirklich fies. 

Mal sehen, ob das ein Gegner wird, der selbst mit Heiler Haut davon kommt? - Oder ob er als Feind noch öfter wiederkehrt, sofern Lady und Fürstin das Abenteuer überstehen.
Der 2. Handlungsbogen um das Schiff, das verhökert werden soll, gefällt mir. Bin gespannt ob sie es schaffen den Code zu knacken.

Du hast wirklich einen logischen Story-Bogen geschlagen. Was mir gut gefallen hat, man bekommt mehr mit was die Frauen fühlen - wie sie umeinander besorgt sind und um die Crew.

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