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Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffs Hydra   Kapitel 18

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Fürstin der Nacht
Dabei seit Feb. 2019
27.09.2019, 19:33 Uhr
Ersteller#1
Die skrupellosen Weltraumpiraten

Josie, unsere Ortungsspezialistin, teilte mit: "Direkt neben uns sind aus dem Hyperraum 5 große Raumschiffe aufgetaucht und kreisen uns ein. Was sollen wir machen, Jane?" Jane erfasste die Situation sehr schnell. Sie wusste, dass wir kaum eine Chance hätten, wenn uns die Raumschiffe angreifen würden. "Wir machen erstmal nichts", antwortete Jane. Eines der Raumschiffe versuchte, mit uns Funkkontakt aufzunehmen. Jane sagte zu Bob: "Auf den Schirm." Auf dem Schirm erschien ein bärtiger, menschenähnlicher Mann, der nicht gerade vertrauenswürdig aussah. Er sagte: "Wir wollen euer Raumschiff, sonst werdet ihr vernichtet. Bist du die Kommandantin?" Alita wurde klar, dass dies eine brenzlige Situation war und sie Jane nicht gefährden durfte. Jane war zu wichtig für das Raumschiff und die Mädels als Kommandantin. Alita trat vor den Schirm und sagte: "Ich bin die Kommandantin und protestiere energisch gegen deine Forderung. Wir sind ein friedliches Forschungsraumschiff." Der bärtige Mann lachte und sagte: "Du kannst dir deinen Protest sonst wohin stecken." Sein Gesicht wurde ernst. Man sah ihm an, dass er keinen Spaß verstand. "Ich werde ein Enter-Kommando rüberschicken."

Die Funkverbindung wurde unterbrochen. Jane setzte sich auf ihren Kommandosessel und gab an ihrem Pult einen Alpha-Code ein. Jetzt war Bob, die KI, der Antrieb und die offensiv sowie defensiv Bewaffnung deaktiviert. Nur Jane und ihre stellvertretende Kommandantin Alita kannten den Code zur Aktivierung. Nur die Lebenserhaltung und die unwichtigen Systeme liefen noch. Jane sagte: "Jetzt ist die Hydra mehr oder weniger wertlos. Skorpi, du bleibst im Tarnmodus, und Floh, du benimmst dich wie eine ganz normale Katze. Und ihr anderen, benimmt euch ganz normal, wenn unsere ungebetenen Gäste an Bord kommen." Eva, unsere Waffenexpertin, und Soraja, unsere Kosmos-Psychologin, standen im Hintergrund der Kommandozentrale. Eva sagte zu Soraja: "Sollen wir dem Enter-Kommando in der Schleuse einen heißen Empfang bereiten?" "Ja", antwortete Soraja. Die beiden schlichen aus der Kommandozentrale, ohne dass es jemand bemerkte. Sie begaben sich zur Waffenkammer und zogen beide Kampfanzüge an, bevor sie Narkosestrahler aus dem Waffenschrank nahmen. Anschließend begaben sie sich in die Schleuse und versteckten sich, um auf das Enter-Kommando zu warten. Jane erhielt den Befehl vom Enter-Kommando, die Schleuse sofort zu öffnen, ansonsten würde man die Schleusentore zerschießen, um Zugang zum Raumschiff zu bekommen.

Jane sagte: "Dann wollen wir mal unseren Gästen Zugang gewähren" und öffnete die Schleusentore. "Alita und Lunaria, ihr beide kommt mit zur Schleuse. Die anderen bleiben hier." Die drei begaben sich zur Schleuse und sahen, wie ein größerer Gleiter hineinflog und landete. Die Schleusentore schlossen sich wieder und nachdem der Druckausgleich abgeschlossen war, begaben sich Jane, Alita und Lunaria in die Schleuse. Ein Schott öffnete sich an dem Gleiter und zehn schwer bewaffnete Männer stiegen aus. Eva und Soraja feuerten aus ihren Verstecken mit ihren Narkosewaffen auf die zehn Männer. Jane, Alita und Lunaria sprangen hinter einen Block in Deckung. Eva und Soraja konnten vier der Männer narkotisieren, doch nun eröffneten die anderen sechs Männer das Feuer auf sie mit tödlichen Energiegewehren. Eva's Schutzschirm ihres Kampfanzuges wurde gleichzeitig von drei Energiestrahlen getroffen, brach aufgrund von Überlastung zusammen und sie wurde tödlich getroffen, fiel zum Boden. Nun konzentrierte sich das Feuer der sechs Männer auf Soraya. Sie konnte dieser Übermacht nicht lange widerstehen und ihr Schutzschirm brach ebenfalls bei Überbelastung zusammen. Der nächste Schuss tötete auch sie.

Jane, Alita und Lunaria konnten nicht glauben, was sie sahen. Eva und Soraja waren tot. Jane hoffte, dass Lunaria jetzt nicht durchdrehen würde. Es wäre für Lunaria ein Leichtes gewesen, mit ihren beiden Schwertern die sechs Männer zu töten. Sie würde sie nicht nur töten, sondern förmlich abschlachten. Aber Lunaria war genauso schlau wie Jane und Alita. Hätte sie die sechs Männer getötet, wären immer noch die 5 Raumschiffe da, und die wären sicherlich nicht begeistert, wenn ihre Leute tot wären. Lunaria legte ihre Schwerter beiseite. Jane, Alita und Lunaria standen mit erhobenen Händen auf. Jane schaute Alita in die Augen. Sie sah einen Blick in Alitas Augen, den sie nicht kannte. Es sah aus, als ob man in das Feuer der Hölle schaute. Alita schrie zu den sechs Männern hinüber: "Musstet ihr die beiden töten? Ihr habt genau gesehen, dass eure vier Männer keine tödlichen Verletzungen hatten, sondern nur narkotisiert waren". "Die beiden haben selbst Schuld, wenn sie uns angreifen und jetzt lasst schön die Hände oben, wenn nicht noch jemand sterben soll, und jetzt ab mit euch in die Kommandozentrale", sagte Jabo. Er schien der Anführer der kleinen Gruppe zu sein. Jane, Alita und Lunaria gingen voraus, die sechs Männer folgten mit ihren Waffen im Anschlag. Als sie in der Kommandozentrale ankamen, hoben auch Iris, Annabella, Josie, Nora und Sina die Hände. "Ihr seid ja brave Mädchen", sagte Jabo. "Und jetzt auf die Knie mit euch." Die Mädchen wurden Halsbänder angelegt. Jabo hielt ein kleines Gerät in der Hand und drückte auf einen Knopf. Alita fing an zu schreien, Stromstöße durchfluteten ihren Körper. Nachdem Jabo den Knopf wieder losgelassen hatte, hörten die Stromstöße auf. "Das passiert mit euch, wenn ihr nicht auf uns hört." Drei der Männer fingen an, die Hydra zu durchsuchen. Nach zwei Stunden erstatteten sie Jabo Bericht. "Dieses Raumschiff ist ein Vermögen wert, es hat eine sehr hoch entwickelte Technologie. Wir haben nur ein Problem, das Raumschiff wurde mit einem Kommandocode belegt. Antrieb, offensiv und defensiv, Bewaffnung und der Bordcomputer sind offline, nur unwichtige Systeme laufen. Man könnte einige Komponenten ausbauen, aber das würde nur ein Zehntel des Gewinns bringen. Wir brauchen den Code, um den Kommandocode zu deaktivieren."

"Also, wie lautet der Code, Kommandantin?", fragte Jabo Alita. Alita wusste genau, dass die Hydra für immer verloren wäre, wenn sie den Code verraten würde, und sie wollte sich nicht einmal vorstellen, was mit der Besatzung passieren würde. Sie antwortete: "Ich werde ihn nicht verraten". Jabo drückte erneut für 15 Sekunden den Knopf, und Alita schrie vor Schmerzen. Es dauerte einen Moment, bis sie sich davon erholt hatte. "Gib mir den Code, Kommandantin!" forderte Jabo erneut. "Niemandem werde ich den Code verraten", antwortete Alita entschlossen. "Die Kleine ist wirklich stur", spottete Jabo und ging dann auf Finja zu, wobei er seine Waffe an ihren Kopf hielt. "Ich werde bis zehn zählen, und wenn du mir den Code nicht verrätst, werde ich sie erschießen".

Floh lag lang ausgestreckt auf einem Pult und betrachtete die Szenerie. Alita wusste genau, dass sie ein Leben lang mit den Konsequenzen leben musste, egal was als Nächstes passierte. Jabo fing an zu zählen: "10, 9, 8, 7, 6". Wir alle sahen die nackte Angst in Finjas Augen. "5, 4, 3, 2, 1". Ein Schuss fiel und Finja wurde förmlich von Jabo hingerichtet. Sie brach tot zusammen. "Jetzt den Code oder soll noch jemand sterben?", fragte Jabo. "Du wirst von mir niemals den Code bekommen", antwortete Alita. Jabo schritt auf Jane zu und hielt ihr die Waffe an den Kopf. Jabo sah in Janes Augen, aber keine Angst war zu erkennen, sondern eher etwas, das ihm Angst machte. Er dachte bei sich: "Das bilde ich mir nur sicherlich ein." Alle starrten auf Jane und Jabo. Er begann erneut zu zählen: "10, 9, 8, 7, 6, 5". Einer der Piraten trat an Jabo heran und flüsterte ihm etwas ins Ohr: "Da hast du aber Glück gehabt, Püppchen. Wir werden euch Püppis auf dem Sklavenmarkt verkaufen. Wir werden für euch sicherlich einen guten Preis bekommen. Unser Kapitän wird Spaß mit der Kommandantin haben. Er hat schon Methoden, um an den Code zu kommen."

Einer der Piraten trat auf Floh zu und streichelte ihn am Kopf. Floh ließ es sich gefallen und begann zu schnurren. Nach einem Moment drehte sich Floh auf den Rücken, damit der Pirat auch Flohs Bauch kraulen konnte. "Das Kätzchen ist ja süß", meinte der Pirat. Der Pirat konnte nicht ahnen, dass er gerade seinen Tod streichelte. Floh war zwar nicht viel größer als eine Hauskatze, aber er stammte von einem Planeten ab, der fast die dreifache Anziehungskraft der Erde hatte. Deshalb war seine Muskulatur extrem ausgebildet und er konnte die Kraft eines ausgewachsenen irdischen Tigers erreichen. Jabo sagte: "Wir werden zu unserem Schiff zurückfliegen und ihr alle kommt mit, außer ihr drei." Damit meinte er seine drei Techniker, die versuchen sollten, den Code zu knacken. Einer der Techniker fragte: "Kann das Kätzchen hierbleiben und uns Gesellschaft leisten?" "Von mir aus", erwiderte Jabo. Sie konnten nicht ahnen, dass es ein großer Fehler war. Sie betraten ihren Gleiter. Natürlich huschte auch Skorpi, unbemerkt, auf den Gleiter. Zusammen mit Jane, Alita und Lunaria holten sie den Tod an Bord.

Der Gleiter wurde in das Raumschiff von Kapitän Hank eingeschleust. Der Kapitän gab seinen vier anderen Raumschiffen den Befehl, weiterzufliegen, um weitere Raubzüge durchzuführen. In drei Wochen wollten sie auf ihrem Stützpunktplaneten ankommen. Die Besatzung der Hydra wurde in eine Zelle eingesperrt. Skorpi folgte ihnen unauffällig bis zur Zelle. Dann suchte Skorpi schnell eine Schnittstelle, um sich in den Bordcomputer des Raumschiffs einzuhacken und einen Grundriss des Raumschiffs zu erhalten, was ihm schnell gelang. Die Besatzung der Hydra wurde von ihren Halsbändern befreit. Jabo sagte: "Zu gegebener Zeit wird Kapitän Hank sich um euch kümmern". Die Piraten ließen keine Wache zurück. Sie hielten ihre Zelle für ausbruchsicher. Lunaria durchsuchte die Zelle nach Mikrofonen, falls sie abgehört wurden, aber es wurden keine gefunden. Jetzt konnten die Frauen frei miteinander sprechen. "Was machen wir jetzt?", fragte Annabella. "Wir warten erst einmal ab und schauen, was passiert", erwiderte Jane. Auf der anderen Seite der Zellentür wurde Skorpi sichtbar. "Ahhh, da ist ja mein kleiner Freund. Schau dir mal das Schloss an. Kannst du es knacken?", fragte Jane. Skorpi betrachtete das Schloss und sagte: "Das Schloss ist ein Kinderspiel. Ich habe es in 5 Sekunden geöffnet." Die Frauen warteten ab, was als Nächstes geschehen würde. Kapitän Hank gab zwei seiner Leute den Befehl, die Kommandantin der Hydra zu ihm zu bringen. Die Piraten wussten noch nicht, dass Jane die Kommandantin der Hydra war. So wurde Alita zu Kapitän Hank gebracht.

Die beiden saßen allein in einem Raum. Der Kapitän fühlte sich absolut sicher, schließlich besaß er eine Waffe. Was sollte eine Frau gegen so einen kräftigen Mann ausrichten? Es wäre für Alita ein Leichtes gewesen, den Kapitän mit einem Blitzangriff kaltzumachen, da sie nicht gefesselt war. Aber sie verzichtete vorerst darauf, denn damit wäre nichts gewonnen. Der Kapitän tat so, als wäre er der nette Nachbar von nebenan. "Darf ich der hübschen Kommandantin etwas zu trinken anbieten?", fragte er. "Klar", antwortete Alita. Er holte zwei Gläser und eine Flasche aus dem Schrank. Nachdem er die Gläser gefüllt hatte, tranken sie die Gläser auf einmal leer. Das Zeug brannte Alita brennend die Kehle hinunter, aber sie verzog kein Gesicht. "Darf ich deinen Namen erfahren, Kommandantin?", fragte der Kapitän. "Man nennt mich Alita." Alita war gespannt, wann Kapitän Hank sein wahres Gesicht zeigen würde. "Es tut mir leid, dass drei deiner Besatzungsmitglieder sterben mussten. Hättest du uns gleich das Raumschiff übergeben, wäre es nicht passiert", sagte der Kapitän. "Dafür werdet ihr und eure Besatzung sterben", antwortete Alita. Der Piraten-Kapitän fing schallend an zu lachen.

"Jetzt ist der Spaß vorbei. Gib mir den Aktivierungscode, Kommandantin, sonst werde ich Folter anwenden. Mein Foltermeister hat bis jetzt jeden zum Reden gebracht." "Du wirst den Aktivierungscode niemals erhalten." "Ich werde nicht dich, sondern jeden deiner Besatzungsmitglieder nach und nach foltern lassen und du wirst dabei zuschauen müssen. Glaube mir, die Folter wird ziemlich eklig sein und du wirst reden." "Mein Gefühl sagt mir, dass es nicht zur Folter kommen wird." Der Kapitän bewunderte Alitas Selbstsicherheit. 

Jane sagte zu Skorpi: "Es scheint niemand in der Nähe zu sein, öffne das Schloss." Nach ein paar Sekunden war das Schloss offen. Skorpi zeigte mithilfe einer holografischen Projektion den Grundriss des Raumschiffs, sodass die Mädchen wussten, wo sich was im Raumschiff befand. Sie diskutierten kurz ihre weitere Vorgehensweise. Jane sagte: "Skorpi, du suchst Alita und unterstützt sie. Wir anderen machen uns auf den Weg zur Waffenkammer." Skorpi machte sich sofort auf den Weg und war ziemlich sicher, dass sich Alita in der Nähe der Kommandozentrale aufhielt. Nach ein paar Minuten erreichte er sein Ziel. Eine geschlossene Tür versperrte ihm den Weg zu Alita. Durch Belauschen der Besatzung wusste er, dass sich hinter der Tür im Raum Alita und der Kapitän aufhielten. Er musste nur noch warten, bis jemand die Tür öffnete und er hineinhuschen konnte, was sicherlich gleich geschehen würde.

Die Waffenkammer war 360 Meter entfernt und lag zwei Decks höher. Lunaria fragte Jane: "Müssen wir auf die Besatzung Rücksicht nehmen?" "Nein." Lunaria ging voraus und die Gruppe Mädchen folgte ihr. Nach der zweiten Gangbiegung stieß Lunaria auf zwei Piraten. Die beiden schauten verwundert. Lunaria ging auf sie zu und mit einer schnellen Bewegung, die kaum zu folgen war, fasste sie einen Piraten am Kopf und drehte seinen Kopf um 180 Grad nach hinten. Das Gesicht war zum Rücken gewandt. Der Pirat starb an Genickbruch. Bevor der andere Pirat überhaupt reagieren konnte, teilte er das Schicksal seines Kameraden. Bis sie vor der Waffenkammer standen, mussten noch sieben weitere Piraten dasselbe Schicksal teilen. In der Waffenkammer versorgten sich die Mädchen mit Waffen und Munition, Sprengstoff und Zeitzünder. Plötzlich strahlten Lunarias Augen. An einer Wand hingen verschiedene Arten von Schwertern. Lunaria suchte sich zwei aus und sagte: "Mehr brauche ich nicht." Es gab auch kleine handliche Funkgeräte, von denen jedes Mädchen eins nahm. Danach begaben sie sich zum Lagerraum G. Jane sagte: "Iris, Annabella, Josie, Nora und Sina, ihr werdet euch hier im Lagerraum verstecken und euch ruhig verhalten. Lunaria und ich werden auf dem Schiff für ein wenig Unruhe sorgen. Solltet ihr in Gefahr geraten, könnt ihr uns über eure Funkgeräte kontaktieren."


Es wurde an der Tür geklopft. Kapitän Hank war darüber leicht genervt, da er extra gesagt hatte, dass er nicht gestört werden wollte. "Herein." Ein Pirat betrat den Raum. Bei ihm war auch Skorpi. "Unsere Gefangenen sind entkommen." "Bin ich von Idioten umgeben?" "Das ist nicht einmal das Schlimmste. Auf dem Weg von der Zelle zur Waffenkammer haben wir neun tote Piraten gefunden. Sie sind an Genickbruch gestorben und ihre Köpfe wurden nach hinten gedreht." Alita begann zu lächeln und sagte: "Das ist die Handschrift von Lunaria." "Wer ist Lunaria?" Alita sah den Kapitän ernst an und sagte: "Du willst wissen, wer Lunaria ist? Sie ist der Tod in Gestalt einer Frau." Der Kapitän schaute leicht erschrocken und sagte zu seinen Piraten: "Fangt die Weiber wieder ein. Das wird wohl nicht so schwer sein." Der Pirat verließ den Raum wieder.

Alita wurde am Fuß leicht gestupst. Sie wusste sofort, dass es Skorpi war. Nur Jane und Alita wussten, dass Skorpi ein Mikro-Waffen-Arsenal am Körper trug. Und das Wort "Mikro" musste man wörtlich nehmen. Kapitän Hank war damit beschäftigt, über die Com Befehle zu erteilen. Dabei sprang Skorpi auf Alitas Schulter und flüsterte ihr etwas ins Ohr. Alita nickte als Antwort nur leicht. Nach ein paar Minuten wandte sich Kapitän Hank wieder an Alita: "Sollen wir noch ein Gläschen trinken, Alita?" "Ja." Der Kapitän schenkte die Gläser nach und Alita hob ihr Glas und sagte: "Trinken wir auf die Bombe, die direkt unter deinem Gehirn sitzt." "Welche Bombe unter meinem Gehirn?", fragte der Kapitän verwundert. "Skorpi, zeig dich!" Auf Alitas Schulter erschien ein kleiner Roboter-Skorpion. "Was ist das denn für ein ekliges Viech?" "Das ist Skorpi, unser kleiner Roboter-Freund. Er besitzt ein Mikro-Waffen-Arsenal. Eine seiner Mikro-Bomben, die man nur unter dem Mikroskop erkennen kann, ist über deinen Gehörgang Richtung Gehirn gewandert und hat sich dort festgesetzt. Skorpi braucht die Bombe nur noch zu zünden, dann explodiert dein Kopf. Also mach keinen Blödsinn. Eigentlich bist du schon tot." Der Kapitän fing schallend an zu lachen. "Eine Bombe im Kopf?" Aber sein Lachen klang nicht überzeugend. War Alitas Geschichte wahr oder war es nur ein Bluff? Er war sich nicht sicher.

Jane und Lunaria planten als nächstes, die Energieversorgung für Antrieb, Schutzschilde und Waffensysteme lahmzulegen. Sie begaben sich zur Maschinenhalle und gingen einen leeren Gang entlang, als plötzlich eine Seitentür geöffnet wurde. Jabo, der Mörder von Finja, trat in den Gang und hielt eine Waffe in der Hand. Doch Lunaria handelte blitzschnell und schlug ihm die Waffe mit der flachen Seite ihres Schwertes aus der Hand. Bevor sie jedoch einen tödlichen Schlag ausführen konnte, unterbrach Jane sie und sagte: "Lunaria, halt, er gehört mir." Jabo erkannte Jane sofort wieder als das Mädchen, dem er eine Waffe an den Kopf gehalten hatte, und das keinerlei Angst gezeigt hatte. Jane forderte Lunaria auf, ihr beide Schwerter zu geben. Jabo fürchtete, dass Jane ihn mit den Schwertern hinrichten würde. Jane erinnerte ihn daran, dass Finja keine Chance hatte, als er sie eiskalt ermordet hatte. Sie kämpfte jedoch anders und forderte ihn auf, um sein Leben zu kämpfen. Jane warf Jabo ein Schwert zu und sie begannen zu kämpfen.

Obwohl Jabo ein harter Gegner war, hatte Jane von Alita und Lunaria viele fiese und schmutzige Tricks im Schwertkampf gelernt. Ohne eine Regung im Gesicht kämpfte sie gegen Jabo und brachte einige Stiche an seinem Körper an. Dabei wählte sie jedoch gezielt Stellen, die nicht sofort tödlich waren. Jedes Mal, bevor sie das Schwert herauszog, drehte sie es um eine Viertelumdrehung, was die Wunden äußerst schmerzhaft und stark blutend machte. Jabo schrie vor Schmerzen auf, während Jane ihn leiden sehen wollte. Nach dem siebten Stich sank Jabo blutüberströmt und entkräftet auf die Knie. Jane holte zu einem finalen Schlag aus und tötete Jabo. Mit den Worten "Das war für Finja" beendete sie die Tat.


Die drei Techniker wurden per Funk von ihrem Raumschiff darüber informiert, dass es ein paar Probleme mit den Gefangenen gab. Dennoch sollten sie mit ihrer Arbeit fortfahren und weiterhin versuchen, den Kommando-Code zu entschlüsseln. Floh hatte dieses Gespräch mitbekommen. Er war allein mit den drei Technikern auf der Hydra. Jane hatte ihm den Befehl gegeben, sich wie eine normale Katze zu verhalten. Aber jetzt waren die Mädchen Gefangene der Piraten, und drei von ihnen waren bereits gestorben. Es fiel ihm schwer, die Rolle als schmusendes Kätzchen zu spielen. Er empfand Wut und Trauer. Für Floh waren die Mädchen wie seine Familie, und drei von ihnen waren gestorben. Er musste mit ansehen, wie Finja von einem Piraten eiskalt hingerichtet wurde. Er schwor Rache.

Floh dachte: "Endlich werden die Mädchen auf dem Piratenschiff aktiv. Jetzt sind die Zeiten als schmusendes Kätzchen vorbei." Die drei Techniker ahnten noch nicht, in welche Gefahr sie sich befanden. Sie hielten Floh immer noch für ein schmusendes Kätzchen. Einer der Techniker saß am Pult und versuchte weiterhin den Kommando-Code zu knacken. Die anderen beiden waren irgendwo im Schiff. Der Techniker bemerkte nebenbei, wie Floh auf ihn zukam und sagte: "Na, möchtest du ein paar Streicheleinheiten, Kätzchen?" Er war in seine Arbeit vertieft. Floh hüpfte auf das Pult. Der Techniker schaute auf und sah Floh in die Augen. Er erschrak. Er schaute nicht mehr in die Augen eines schmusenden Kätzchens, sondern in die Augen einer Bestie, einer blutrünstigen Bestie, die keine Gnade kannte. Floh sprang ihn blitzschnell an den Hals. Mit seinen zwei langen Reißzähnen riss Floh seinen halben Hals weg. Der Pirat konnte nur noch kurz röcheln, danach brach er blutüberströmt tot zusammen. Floh sagte: "Das war für Eva. Jetzt wollen wir mal schauen, wo die anderen beiden stecken."


Floh fand die anderen beiden schnell. Sie hielten sich im Maschinenraum auf und waren an einem Schaltpult mit Arbeiten beschäftigt. Einer der beiden sah auf, als Floh den Maschinenraum betrat. Als er realisierte, dass Floh ein blutverschmiertes Gesicht hatte und einen bösen Blick aufsetzte, blieb er wie erstarrt stehen. Floh rannte auf ihn zu und sprang ihm mitten ins Gesicht. Dabei schlug er tief seine Krallen in sein Gesicht und riss das Gesicht vom Kopf. Der Pirat versuchte immer wieder zu schreien, aber es gelang ihm nicht. Er stolperte noch einige Schritte nach vorne, bevor er zum Boden fiel. Kurz darauf starb er. Floh sagte: "Du bist für Soraja gestorben."

Der andere Pirat bekam die grausige Szene mit und rannte voller Panik davon. Dabei vergaß er sogar, dass er eine Waffe bei sich trug und auf Floh hätte feuern können. Floh sagte zu sich selbst: "Er will ein Spiel spielen? Dann spielen wir ein Spiel. Die Jagd ist mein Lieblingsspiel." Floh hatte es nicht eilig, ihm zu folgen. Er konnte förmlich den Angstschweiß des Piraten riechen. Floh verhielt sich nicht gerade leise bei der Verfolgung, er wollte sein Opfer vor sich herjagen. Er wollte ihn in die Enge treiben, was ihm auch gelang. Der Pirat rannte in einen Gang, der als Sackgasse endete, und es gab kein Entkommen mehr. Als Floh den Piraten erreichte, kauerte dieser zusammengesunken in einer Ecke. Er zitterte am ganzen Körper und seine Augen waren von Panik und Angst gezeichnet. Floh würde den Blick von Finja kurz bevor sie starb nicht so schnell vergessen, aber der Blick des Piraten bereitete ihm eine Genugtuung. Er ging noch ein paar Schritte näher an den Piraten heran und sagte: "Du wirst jetzt stückweise für Finja sterben." Der Pirat nahm gar nicht mehr wirklich wahr, dass eine Katze mit ihm sprach. Plötzlich sank der Pirat in sich zusammen und starb an Herzversagen. "Da habe ich, liebe Miezekatze, ihm noch nicht mal etwas getan, und er kackt vor meinen Augen ab. Und so was nennt sich ein Pirat? Wie lächerlich ist das denn?" Floh hatte die Hydra wieder zurückerobert.

Auf dem Piratenraumschiff

Jane empfand Genugtuung darüber, dass der Pirat, der Finja eiskalt hingerichtet hatte, durch ihre Hand gestorben war. "So", sagte Jane, "jetzt wollen wir sehen, wie wir Antrieb, Schutzschild und Waffen lahmlegen können." Die beiden begaben sich zum Maschinenraum und erreichten ihr Ziel unbemerkt. Als sie durch das offene Schott in den Maschinenraum blickten, sahen sie etwa 35 Piraten. Lunaria sagte zu Jane: "Da drüben sind die Energieverteiler. Wenn wir die richtigen sprengen, sollten wir Schutzschild, Antrieb und Bewaffnung lahmlegen können." "Aber wie kommen wir dahin? Es sind zu viele Piraten im Raum." Lunaria rannte in den Maschinenraum. Was dann geschah, stockte Jane den Atem. Lunaria griff mit ihren beiden Schwertern die Piraten an. Die Piraten waren so überrascht, dass sie sich nicht wehren konnten und bereits zwölf von ihnen tot waren, bevor sie zur Verteidigung überhaupt bereit waren. Lunaria wich geschickt den Schüssen der Piraten aus und tötete mit der Präzision einer Maschine. Jane sah zum ersten Mal, welches Potenzial in Lunaria steckte. Einerseits war sie schockiert, andererseits war sie froh, Lunaria an ihrer Seite zu haben. Jane dachte: "Hoffentlich werde ich Lunaria niemals als Feindin haben." Wer Lunaria als Feind hatte, war praktisch schon tot. "Du kannst kommen, die Luft ist rein", rief Lunaria zu Jane hinüber. Die beiden brachten eine Sprengladung an einem Energieverteiler an und stellten den Zünder auf 10 Minuten. Danach brachten sie noch einen Sprengsatz an einen Antimaterietank an und stellten den Zünder auf 60 Minuten. "So, in 60 Minuten wird uns der Kahn um die Ohren fliegen. Bis dahin müssen wir von dem Schiff verschwunden sein", sagte Jane. Die beiden machten sich auf den Weg zu den Mädchen im Lagerraum und suchten dann einen Gleiterhangar. Sie trafen auf keine Gegenwehr. Man spürte förmlich die Panik im Schiff. "Jetzt müssen wir nur noch Alita und Skorpi holen", sagte Jane. "Das übernehme ich", erwiderte Lunaria. Sie hörten eine kleine Explosion im Schiff. Antrieb, Schutzschild und Waffen waren ausgeschaltet.


Kapitän Hank erhielt fortlaufend neue Hiobsbotschaften über die Com. Man teilte ihm mit, dass ein Mädchen die 35 Piraten im Maschinenraum getötet hatte. Er konnte nicht glauben, dass nur ein Mädchen dazu in der Lage war. Da der Maschinenraum überwacht wurde, ließ er sich die Szene vorspielen. Als er sah, wie seine Piraten förmlich von einem Mädchen abgeschlachtet wurden, gefror ihm das Blut in den Adern. Alita sagte mit einem Lächeln: "Darf ich vorstellen, das ist Lunaria. Eigentlich ist sie ganz lieb, wenn sie nicht gerade sauer ist." Kurze Zeit später hörten sie Schreie aus dem benachbarten Kommandozentrum. Die Tür wurde aufgestoßen und vor ihnen stand Lunaria, blutverschmiert. Kapitän Hank starrte sie nur an. Lunaria sagte: "Alita, wir müssen jetzt verschwinden." Skorpi sprang auf Alitas Schulter. Alita sagte zu Kapitän Hank: "Es tut mir leid, dass ich unsere Plauderei abbrechen muss, aber ich muss jetzt gehen."

Nachdem die drei den Raum verlassen hatten, sagte Alita beiläufig zu Skorpi: "Zünde die Bombe." Sie hörte den Knall, als Kapitän Hanks Kopf explodierte. Sein Gehirn verteilte sich gleichmäßig an den Wänden. Nachdem sie den Gleiter erreicht hatten, setzten sie über zur Hydra. Jane deaktivierte den Kommandocode und befahl Bob, die Hydra 100.000 km vom Piratenschiff zu entfernen. Nach Ablauf der 60 Minuten explodierte das Piratenschiff in einer riesigen Explosion.

Die Mädels konnten nicht wirklich über ihren Sieg freuen. Die Geschichte mit dem Piraten hatten drei der Besatzung das Leben gekostet. Am nächsten Tag flog die Hydra in ein einsames System ein. Das System bestand nur aus einer Sonne und ein Asteroid, der die Sonne umkreist. Wir bestatteten Eva, Soraja und Finja auf den Asteroiden. Die Sonnenwinde der Sonne leuchteten in Regenbogenfarben. Wir dachten, dieser Platz würde den drei Mädels gefallen .... 

Fortsetzung folgt ...


 
 
J
John Baker Sander
Dabei seit Feb. 2019
28.09.2019, 22:00 Uhr
#2
Hier rollen die Köpfe im wahrsten Sinne des Wortes. - Schön.
Was passiert wohl mit den anderen Mädels? - Hoffentlich bleiben die wenigstens alle heile.

Ich bin doch mal sehr gespannt wie ihr von der Basis des Captain wieder wegekommen wollt und zurück auf die Hydra findet? 

Jabo ist tot. Was ist nun mit dem Captain? Hat der wirklich eine Bombe im Kopf? - Bin gespannt  was ihr mit dem anstellt! - Die Idee mit dem Sklavenmarkt fand ich ziemlich gut, bin mal gespannt ob du die auch noch irgendwann, in welcher Form auch immer einbaust. -  Action, Spionage und Weltraumstory. Mach weiter so, lass dir von Niemanden den Spaß am Schreiben nehmen.

Ich habe es schon einige Male geschrieben, du entwickelst dich meiner Meinung nach ganz toll was das Schreiben betrifft. *Neidisch guck* - Mit jeder Folge werden deine Abenteuer eigeständiger. Ich sehe hier gar nichts mehr - so wie früher - von Star Trek und Co. Sondern habe jetzt wirklich Lady, Fürstin und ihre Crew vor Augen. <
Respekt!

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