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Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffs Hydra   Kapitel 19

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Fürstin der Nacht
Dabei seit Feb. 2019
02.10.2019, 16:59 Uhr
Ersteller#1
Prinzessin Skara

Die Geschichte mit den Raumpiraten war jetzt drei Wochen her. Wir legten in einem Sonnensystem eine wohlverdiente Ruhepause ein. Wir genossen die Stille und die friedliche Atmosphäre, als plötzlich der Ortungsalarm ertönte. In einer Entfernung von 80000 km trat ein Raumschiff aus dem Hyperraum. Wir beobachteten es gespannt, als es plötzlich explodierte. Ein Schauer lief uns über den Rücken. “Was mag da wohl passiert sein?”, fragte Jane besorgt. Josie, unsere Ortungsspezialistin und Astrophysikerin, beobachtete den Ortungsschirm weiter. Sie sagte: “Ich habe in der Nähe des explodierten Raumschiffs eine kleine Kapsel entdeckt. Es könnte eine Rettungskapsel sein.” “Bob, scanne die Kapsel”, befahl Jane. Nach einem Augenblick sagte Bob: “Es ist eine Lebensform in der Kapsel.” “Bob, fliege mit der Hydra ein Anpassungsmanöver zur Kapsel und hole die Kapsel mit einem Traktorstrahl in den Hangar”, befahl Jane entschlossen. Wir alle waren gespannt, wer oder was sich in der Kapsel befand.

Nach zehn Minuten stand die Kapsel sicher im Hangar. “Annabella und Lunaria, ihr kommt mit zum Hangar”, befahl Jane. “Ich hole noch schnell meinen Medi-Koffer”, sagte Annabella, unsere Ärztin. “Und ich meine beiden Schwerter”, meinte Lunaria. Die beiden verschwanden und waren nach ein paar Minuten wieder da. Die drei machten sich auf den Weg zum Hangar. Als sie vor der Kapsel standen, fragte Jane: “Kannst du die Kapsel öffnen, Lunaria?” “Sicherlich”, antwortete Lunaria selbstbewusst und machte sich an die Arbeit. Nach ein paar Minuten sprang der Deckel auf. Die drei erblickten in der Kapsel ein wunderschönes junges Mädchen. Ihre Augen waren geschlossen und sie schien friedlich zu schlafen. “Wie alt mag sie wohl sein?” ,fragte Jane neugierig. “Ich denke so 16 Jahre”, erwiderte Annabella nach einer kurzen Betrachtung. Auffällig an dem Mädchen war der vielen Goldschmuck, den sie trug. “Sie scheint ja aus einem reichen Elternhaus zu stammen, mit dem ganzen Gold, was sie trägt”, meinte Jane lächelnd. Sie betteten das Mädchen vorsichtig auf die Gravo-Bahre. “So, ich werde mit dem Mädchen zur Krankenstation gehen und sie genau untersuchen”, sagte Annabella entschlossen. “Sagst du uns Bescheid, wenn die Kleine erwacht?” fragte Jane besorgt. “Ja”, antwortete Annabella und machte sich mit dem Mädchen auf dem Weg zur Krankenstation. Jane und Lunaria gingen zurück zur Kommandozentrale.

Annabella hatte die Untersuchungen abgeschlossen und das Mädchen war stabil. Kurze Zeit später schlug das Mädchen die Augen auf. Sie schaute sich verwirrt um und versuchte sich zu orientieren. Annabella trat an ihr Bett und fragte freundlich: “Wie geht es dir?” “Gut”, antwortete das Mädchen zögerlich. “Wo bin ich hier und wer bist du?” “Du bist auf dem Raumschiff Hydra und ich bin hier die Ärztin”, erklärte Annabella geduldig. “Ich möchte sofort den Kommandanten sprechen, wenn ihr hier so etwas habt”, forderte das Mädchen. “Wir haben hier eine Kommandantin”, korrigierte Annabella sie. “Dann gib ihr Bescheid, dass sie schnellstmöglich hier antreten soll”, verlangte das Mädchen ungeduldig. Annabella informierte Jane über die Com, dass das Mädchen erwacht sei und sie möge zur Krankenstation kommen. Jane sagte zu Nora: “Kannst du zur Krankenstation gehen? Ich habe im Moment noch keine Zeit.” “Ja, mache ich”, antwortete Nora und machte sich auf den Weg. Als Nora die Krankenstation betrat, fragte das Mädchen: “Bist du die Kommandantin?” “Nein, ich bin Nora, die theoretische Physikerin der Hydra”, stellte sich Nora vor. “Habe ich irgendwie einen Sprachfehler? Ich habe gesagt, ich will mit der Kommandantin reden und nicht mit ihrem Fußvolk. Und jetzt hopp, Nora, und sage deiner Kommandantin, dass ich sie sprechen will. Meine Geduld ist langsam zu Ende”, beschwerte sich das Mädchen ungeduldig.

Nora hatte gerade die Krankenstation verlassen und begab sich zu Jane, um ihr von ihrem Besuch zu berichten. "Mit der Göre auf der Krankenstation kannst du dich unterhalten, sie hat mich als Fußvolk betitelt", erzählte Nora. Die anderen Mädchen in der Kommandozentrale lachten über die Beleidigung. Jane beschloss, selbst mit dem Mädchen auf der Krankenstation zu sprechen und antwortete: "Ich werde dann mal zum Mädchen auf der Krankenstation gehen und mit ihr reden". Alita wollte das Gespräch nicht verpassen und begleitete Jane. Als die beiden die Krankenstation betraten, erkundigte sich Jane als Erstes nach dem Gesundheitszustand des Gastes: "Wie geht es unserem Gast?" Annabella antwortete, dass es ihr gut ginge und sie kerngesund sei. Prinzessin Skara unterbrach das Gespräch und fragte Jane, ob sie die Kommandantin sei. Jane bestätigte dies und Prinzessin Skara reagierte empört: "Wie kannst du es wagen, mich so lange warten zu lassen? Du weißt wohl nicht, wen du vor dir hast. Ich bin Prinzessin Skara." Doch Jane ließ sich nicht einschüchtern und antwortete: "Jetzt höre mal genau zu mein Püppchen, mir ist es scheissegal ob du eine Prinzessin bist oder nicht, ich bin hier die Kommandantin und es wird nach meiner Pfeife getanzt, habe ich mich klar ausgedrückt?" Alita konnte sich ein Lachen nicht verkneifen und ermunterte Jane noch weiter: "Jetzt aber hopp Jane, auf die Knie mit dir, eine Prinzessin lässt man nicht warten". Prinzessin Skara war sichtlich schockiert, dass jemand es wagte, mit ihr so zu reden. "Und jetzt erzähle mal, was auf eurem Raumschiff passiert ist", forderte Jane Prinzessin Skara auf. "Ich weiß es nicht. Plötzlich forderte der Chef meiner Leibgarde mich auf, schnellstmöglich zur Rettungskapsel zu begeben. Als ich in der Kapsel war, schoss er mich in den Weltraum. Danach sah ich nur noch, wie das Raumschiff explodierte, und ich wurde ohnmächtig." "Wo befindet sich dein Heimatplanet, wie weit ist er entfernt, und in welche Richtung?", fragte Jane. "Woher soll ich das alles wissen? Ich bin eine Prinzessin, für so etwas habe ich meine Diener und Dienerinnen." "Was war das Ziel eurer Reise?" "Ich weiß es auch nicht. Mein Vater, der König, sagte, er habe eine Überraschung für mich. Und der Flug dauerte bis jetzt 17 Tage." "Ich muss dir leider mitteilen, dass du die einzige Überlebende des Raumschiffs bist. Wir haben keine weiteren Überlebenden gefunden." Sie nahm die Nachricht gefasst auf. "Und jetzt werde ich dir den Rest der Besatzung vorstellen." Die vier begaben sich in die Kommandozentrale. Der Rest der Besatzung war alle in der Kommandozentrale anwesend.

Die Mädels starrten die Prinzessin mit offenen Mündern an, als Jane sie vorstellte. Eine Prinzessin auf der Hydra? Das gab es doch nicht! Doch Prinzessin Skara schien ganz normal zu sein und lächelte freundlich. Nacheinander stellten sich die Mädels vor und Floh lag faul auf der Konsole und beobachtete das Ganze mit einem halb geöffneten Auge. "Das da ist Floh", sagte Jane und deutete auf die Katze. "Oh, ein Schmusekätzchen", sagte die Prinzessin und ging auf Floh zu. "Ich habe es am liebsten am Hals", sagte Floh. Die Prinzessin zögerte kurz, als Floh plötzlich anfing zu sprechen. "Das, ist ja süß, eine sprechende Katze", sagte sie dann und begann Floh am Hals zu kraulen. "Wenn du mal Langeweile hast, stelle ich mich gerne zur Verfügung, um mich am Hals kraulen zu lassen", sagte Floh mit einem Grinsen im Gesicht. Die Mädels mussten lachen und dann fiel Prinzessin Skara Skorpi auf, der auf Janes Schulter saß. "Hey, ich bin auch noch da". "Oh, das ist ja auch ein kleines süßes Kerlchen", sagte sie und hielt ihre offene Handfläche hin. "Spring auf meine Hand". Skorpi sprang auf ihre Hand und sie begann mit einem Finger ihn zu streicheln. Das bekam Floh natürlich mit und rief nach Skorpi hinüber "Bilde dir gar keine Schwachheiten ein, das ist meine Prinzessin". Alle mussten wieder lachen. Jane beschloss, dass es an der Zeit war, die Prinzessin zu ihrem Quartier zu bringen. "Iris, kannst du unsere Prinzessin ihr Quartier zeigen, nehme Nummer 12", sagte sie. Iris nickte und begleitete die Prinzessin aus der Kommandozentrale. Die Mädels blieben zurück und diskutierten, was sie jetzt mit der Prinzessin anfangen sollten. "Da wir null Anhaltspunkte haben, wo ihr Heimatplanet liegt, wird sie wohl die nächste Zeit auf der Hydra bleiben müssen. Oder wir setzen sie auf den nächsten besten Planeten aus", sagte Jane. Alle mussten lachen, denn sie wussten, dass Jane das nicht ernst meinte. "Ich denke, wir sollten sie einfach willkommen heißen und schauen, was passiert", sagte Jane und die anderen Mädels nickten zustimmend. Es würde auf jeden Fall spannend werden mit der Prinzessin an Bord.

Iris und Prinzessin Skara betraten Quartier 12. Die Prinzessin schaute sich um und sagte: "Wow, hier ist ja alles vorhanden, was man braucht. Aber zu Hause habe ich 18 Zimmer mit drei Bädern, mit goldenen Wasserhähnen. Das ist der pure Luxus!" Iris lächelte und antwortete: "Ja, das ist wirklich großzügig eingerichtet, aber warte mal ab, bis du das Quartier von Jane siehst. Das ist noch größer und noch luxuriöser als dieses hier." Prinzessin Skara verdrehte die Augen und sagte: "Was?! Wie kann es sein, dass eine Kommandantin ein größeres Quartier hat als eine Prinzessin? Das ist unerhört!" Wut entbrannt begab sich Prinzessin Skara zur Kommandozentrale, um Jane zur Rede zu stellen. Sie sagte mit hocherhobenem Kopf: "Du bist doch die Kommandantin hier, oder nicht?" Jane antwortete: "Ja, das bin ich. Was kann ich für dich tun, Prinzessin?" Prinzessin Skara schrie fast: "Wie kann es sein, dass dein Quartier größer und luxuriöser ist als meins? Ich gebe dir eine Stunde Zeit, um deinen privaten Krempel aus dem Quartier zu entfernen, damit ich dort einziehen kann. Und ich möchte drei deiner Mädels als persönliche Dienerinnen haben, verstanden?" Jane rollte genervt mit den Augen und sagte: "Mein Quartier ist größer, weil ich es verdient habe. Und was deine Dienerinnen angeht, vergiss es. Ich lasse mich nicht von dir herumkommandieren, Prinzessin." Prinzessin Skara schnaubte vor Wut und sagte: "Wie kannst du es wagen, mir zu widersprechen? Ich bin eine Prinzessin, du bist nur eine Kommandantin." Jane schrie zurück: "Verschwinde jetzt aus meiner Kommandozentrale, bevor ich dich selbst hinauswerfe!" Prinzessin Skara verließ die Kommandozentrale wütend und enttäuscht. Alita begann zu lachen und sagte: "Na, da haben wir uns ja ein nettes Früchtchen an Bord geholt." Iris lachte ebenfalls und sagte: "Ich denke, Prinzessin Skara hat noch viel zu lernen über das Leben auf einem Raumschiff. Aber ich bin sicher, dass sie bald zur Vernunft kommt." Sollte Iris recht behalten, oder doch nicht?

Fortsetzung folgt

Anhang:

Prinzessin Skara:
Prinzessin Skara, das verwöhnte Mädchen von 16 Jahren, mit goldblonden, langen Haaren und einer sportlichen Figur, strahlte eine unüberwindbare Arroganz aus. Sie war es gewohnt, dass jeder ihrer Wünsche erfüllt wurde und konnte es nicht ertragen, wenn etwas nicht nach ihrem Willen lief. Ihre Arroganz und Selbstherrlichkeit waren unerträglich und es schien, als ob sie es nicht gewohnt war, auf Widerstand zu stoßen.



 
J
John Baker Sander
Dabei seit Feb. 2019
03.10.2019, 19:25 Uhr
#2
Die Action nimmt weiterhin zu. Ohne die Charaktere zu vernachlässigen. Ich werde mir in Zukunft erstmal jede Katze der ich begegne genau ansehen.
Das war großartig, das der Kapitän wirklich die Bombe im Kopf hat, da dachte ich du bluffst. - Zack ! Schädel weg!
Schön war auch, das du aus der Geschichte nicht allzu Euphorisch ausgestiegen bist, trotz des Sieges, der Hydra Crew. Sondern bedächtig auch an die ermordeten Crew Mitglieder gedacht hast.  - Die letzten Sätze mit der Bestattung runden die Geschichte perfekt ab. - Großartig!

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