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Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffs Hydra Kapitel 30

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Fürstin der Nacht
Dabei seit Feb. 2019
29.12.2019, 09:55 Uhr
Ersteller#1
Ein Freund nimmt Abschied von der Hydra 

Morgens nach dem Frühstück bei der Aufgabenverteilung sagte Iris zu Jane: "Es wird langsam Zeit, mal wieder eine Inspektion unserer Landestützen vorzunehmen." "Die große Inspektion?", fragte Jane nach. "Ja, ich muss die in ausgefahrenem Zustand überprüfen." "In zwei Stunden gehen wir auf Unterlicht, vielleicht hat das System einen geeigneten Planeten zum Landen. Mal wieder bisschen frische Luft zu schnuppern, würde die Besatzung guttun", meinte Jane.

In das System, was sie in zwei Stunden erreicht hatten, hatten sie Glück. Der vierte Planet war erdähnlich. Ortungen zeigten, dass es auf den Planeten keine Zivilisation gab. Der Planet machte einen paradiesischen Eindruck. Die Hydra landete in einem großen Tal, an einem See. "Es ist schon spät, da die Landestützen sowieso eine Inspektion bekommen, werden wir das ganze Hydra inspecksieren, inklusive Beiboote, wir fangen morgen damit an. Iris, machst du noch einen Plan fertig, wer welche Aufgaben übernehmen soll?“, fragte Jane, Iris. "Mache ich noch schnell fertig“. In den Monaten, die schon die Hydra im Andromeda-Galaxie aufhielt, hatte Iris die Besatzung über Inspektion Aufgaben unterwiesen. Schließlich gab es hier keine Werft, die man anfliegen könnte, die sonst solche Aufgaben übernahm. "Ich wollte morgen runter zu See, bisschen baden“, maulte Skara. "Och, ist unsere Prinzessin zu fein für solche Arbeiten?“, fragte Jane nach. "Was machst du die ganze Zeit über?“, wollte Skara von Jane wissen. "Ich werde die Zeit über, wenn ihr alle am Schuften seid, in meinem Büro gehen und die Füße auf den Schreibtisch legen, was sollte ich denn wohl sonst machen“, sagte Jane im Scherz. "Das habe ich mir gedacht“. "Wenn du noch lange rummaulst, denn lasse ich mich für dich besondere Aufgaben einfallen“. "Ist ja schon gut, ich mache ja mit“.

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück begaben sich alle an ihre Arbeit. Nach einer Stunde begab sich Jane nach draußen zu einer der Landestützen, mit dem Iris beschäftigt war und fragte "Na wie schaut es aus, Iris?“. "Ich muss bei allen Landestützen ein Hydraulikschlauch wechseln, das Problem ist, ich muss einiges vorher demontieren, das ich an die Schläuche ran komme. Ist recht Zeit aufwendig. Denke, in 5 Tage bekomme ich das hin“. "Gut, denn weiß ich Bescheid, die anderen haben ja auch noch genug mit ihren Aufgaben zu tun“. Floh, der kleine Säbelzahntiger kam auf Jane zu geschlendert und sagte "Für mich gibt es ja nichts weiter zu tun, ich werde mich in der Umgebung bisschen um schauen“. Jane wusste, dass Floh, trotz das er intelligent war, immer noch ein Raubtier war, das seine Freiheit brauchte, um seine Bestimmung, die Jagt nachzugehen. "Du hast ja dein Halsband mit Funk und Translator um, denn ab mit dir, wenn was ist, meldest du dich über Funk, wir halten uns mindestens 5 Tage hier auf dem Planeten auf“.


Floh beschloss, sich ein wenig umzusehen und machte sich auf den Weg zum See. Dort sah er viele bunte Fische und Vögel. Er fand es sehr schön und entspannend, ihnen zuzusehen. Aber nach einer Weile wurde ihm langweilig und er wollte mehr von dem Planeten sehen. Er ging weiter in Richtung Wald, wo er viele seltsame Pflanzen und Tiere entdeckte. Er kletterte über einige Hügel und genoss die Aussicht. Plötzlich hörte er ein lautes Geräusch in der Ferne. Es klang wie ein Kampf zwischen wilden Tieren. Er hörte Knurren, Fauchen und etwas, das wie eine Stimme klang. Er schaltete seinen Translator an, um zu verstehen, was gesagt wurde. Zu seiner Überraschung hörte er das Wort "Hilfe". Jemand rief immer wieder um Hilfe. Floh war neugierig und mutig. Er dachte, dass es vielleicht eine intelligente Spezies auf diesem Planeten gab, die in Not war. Er rannte los, um zu helfen. Nach kurzer Zeit kam er zu einer kleinen Mulde. Dort sah er eine Szene, die ihn staunen ließ. In der Mulde war eine Katze, aber nicht irgendeine Katze, sondern eine wunderschöne Katze. Sie war fast so groß wie Floh und hatte glänzendes Fell. Sie war von acht wolfähnlichen Tieren umzingelt, die sie angriffen. Die Katze hatte schon viele Wunden und blutete aus mehreren Stellen. Floh zögerte nicht lange. Mit einem riesigen Sprung stürzte er sich zwischen die Meute. Dieser Planet hatte fast die gleiche Schwerkraft wie die Erde, aber Floh kam von einem Planeten mit fast der dreifachen Schwerkraft. Deshalb hatte er, obwohl er ziemlich klein war, die Größe eines Pudels, die Kraft eines ausgewachsenen irdischen Tigers. Die Meute griff jetzt ihn an. Aber die Meute hatte Floh unterschätzt. Es dauerte nur wenige Sekunden und Floh hatte drei von ihnen getötet. Die anderen fünf ergriffen die Flucht. Floh schaute zur Katze hinüber. Sie schaute ihn an und sagte "Du bist mein Held". Dann fiel sie bewusstlos zusammen.

 Floh nahm sofort Verbindung mit der Hydra auf. Jane meldete sich: "Was gibt es Floh?". "Ich brauche sofort medizinische Hilfe, ich mache meinen Peilsender an", sagte Floh und unterbrach die Verbindung. Jane dachte: (Das ist doch seltsam). Sie rief Annabella, die Ärztin, an und sagte ihr, sie solle sofort zu Shuttle 1 kommen und den Medi-Koffer mitnehmen. Drei Minuten später startete das Shuttle mit Jane und Annabella an Bord. Der Ortungsschirm zeigte auch gleich Flohs Peilsender an. Sieben Minuten später landete das Shuttle in der Nähe vom Peilsender. Die beiden stiegen aus und sahen Floh auf sie zugerannt kommen. "Kommt beide schnell mit, es ist Eile geboten", rief Floh. Die beiden rannten Floh hinterher. Kurz darauf sahen sie die Katze, die am Bluten war. Jane sah die drei wolfsähnlichen toten Tiere und fragte Floh: "Was ist hier passiert?". "Die Katze wurde von acht dieser Viecher angegriffen und ich bin dazwischengegangen, fünf von denen sind dann geflohen", berichtete Floh. Annabella kniete neben der Katze nieder und scannte sie. Danach verschloss Annabella mit einem handlichen Gerät die Wunden, die Blutung war gestoppt. "Sie hat nur Fleischwunden, die Katze hat viel Blut verloren, ihr Puls ist schwach, aber ich bekomme sie schon durch, wir nehmen sie mit zur Hydra", erklärte Annabella. "Jane, weißt du was? Die Katze kann sprechen", sagte Floh plötzlich. "Da hast du dich sicherlich getäuscht, eine Katze, die sprechen kann. Ja, ich weiß, dass du auch sprechen kannst, genau wie dein Volk, aber noch einen Planeten mit sprechenden Katzen ist recht unwahrscheinlich", sagte Jane skeptisch. "Wenn du mir nicht glaubst, ich habe die Worte auf meinen Translator gespeichert", sagte Floh und spielte eine Aufnahme ab. Die Stimme der Katze war leise und zittrig, aber deutlich zu verstehen: "Danke, mein Held". Jane und Annabella lachten. "Das ist jetzt auch Nebensache, wir müssen sofort zurück zur Hydra, damit ich unsere Patientin versorgen kann", sagte Annabella. Sie trugen die Katze zum Shuttle, kurz darauf startete das Shuttle und nahm Kurs auf die Hydra.


Eine halbe Stunde später lag die Katze in der Krankenstation auf dem Tisch. Es hatte sich blitzschnell bei der Besatzung rumgesprochen, dass auf der Krankenstation eine verletzte Katze war. Skara war natürlich neugierig und stürmte in die Krankenstation. Als sie die Katze sah, sagte sie: "Och, die ist aber süß, kann ich sie haben?". "Gibt es eigentlich etwas, das du nicht haben willst?", fragte Jane. "So, jetzt reicht es aber. Alle raus aus meiner Krankenstation, ich will mich jetzt in Ruhe um die Katze kümmern", sagte Annabella scharf. Alle begaben sich zum Ausgang. Jane sagte noch: "Annabella, ich erwarte nachher deinen Bericht!". Nachdem Annabella allein mit der Katze war, scannte sie die Katze noch mal ganz genau, nicht, dass sie doch noch innere Verletzungen hatte. Aber sie hatte keine. Ihre Ohnmacht rührte nur von ihrem hohen Blutverlust her. Sie verabreichte der Katze ein Betäubungsmittel und gab ihr eine Bluttransfusion. Aber eins war ihr bei dem Scan aufgefallen. Die Katze hatte für eine Katze ein ziemlich großes Gehirn. Sollte die Katze doch intelligent sein und sprechen können?


"Ehrlich Jane, die Katze kann sprechen", sagte Floh noch mal zu Jane. "Na gut, denn soll Bob mal deine Aufzeichnung von deinen Translator überprüfen". Nachdem Bob den Translator überprüft hatte, sagte er "Ich, konnte aus den paar Wörtern die ganze Sprache rekonstruieren, es ist eine vollständige Sprache". "Jane, kann Bob mir die Sprache per Hypnoschulung übermitteln?", fragte Floh. "Ja von mir aus", erwiderte Jane. Nach einer halben Stunde beherrschte Floh die Sprache.


Annabella betrat die Zentrale und sagte: "So, die Katze ist jetzt versorgt, sie hat eine Bluttransfusion bekommen. Sie hatte keine inneren Verletzungen. Sie liegt jetzt in einer Kiste in der Krankenstation. In etwa 10 Stunden wird sie wieder wach, dann ist sie wieder fit. Bei den Scans ist mir aufgefallen, dass ihr Gehirn überdurchschnittlich groß ist, es kann wirklich sein, dass ihre Rasse eine Sprache entwickelt hat." "Ja, sie kann sprechen, haben wir an den Aufzeichnungen von Flohs Translator festgestellt", berichtete Jane, Annabella. "Ich werde dann mal in die Krankenstation gehen und auf die Katze aufpassen", sagte Floh. "Das ist nicht nötig, in der Krankenstation kann ihr nichts passieren", erwiderte Annabella. "Doch, doch ich halte es für besser", beharrte Floh. "Warum denn?", fragte Annabella. Floh sagte nichts und verlies die Zentrale grinsend in Richtung Krankenstation. Alita sagte zu Jane und Annabella "Ich glaube Floh hat sich bisschen in die Katze verguckt“ und lächelte. "Das denke ich auch“, meinte Jane.     


Floh machte es sich neben der Kiste bequem. Er machte die ganze Nacht kein Auge zu. Nach neun und halb Stunden öffnete die Katze die Augen und sagte "Da ist ja mein Held“. "Och, dass ich gerade ein Held bin, würde ich nicht sagen, aber wie heißt du?“. "Mein Name ist Melsi und du?“. "Ich bin Floh“. "Ein schöner Name, aber du siehst so anders aus wie meine Art“. Und Floh fing an, seine Geschichte zu erzählen. Danach erzählte Melsi ihre Geschichte, das ihre Art die einzigen Intelligenzen sind und das sie die Anführerin ihres Rudels war und das ihre Heimat dieses Tal ist.

Annabella ging mit der Katze aus der Krankenstation. "Du bist ein tapferes Tier, Melsi. Ich bin froh, dass du dich erholt hast", sagte sie. Ihr Translator übersetzte ihre Worte in die Sprache der Katze. "Danke, Annabella. Du bist sehr freundlich zu mir", antwortete Melsi. "Ich möchte dir meine Freunde vorstellen. Sie sind auch sehr neugierig auf dich und dein Volk." Annabella führte die Katze in die Zentrale, wo Skara, Jane und Floh auf sie warteten. Skara lächelte und streichelte Melsi sanft am Kopf. Die Katze schnurrte zufrieden. "Sie ist so süß! Kann ich sie adoptieren?", fragte Skara Jane. "Nein, Skara. Sie ist kein Haustier. Sie ist eine intelligente und freie Kreatur", sagte Jane ernst. Floh kam näher und begrüßte Melsi. "Hallo, Melsi. Ich bin froh, dass du wieder gesund bist. Ich habe dir viel zu erzählen", sagte er. "Ich auch, Floh. Ich möchte dir mein Rudel zeigen und dir das Tal zeigen, in dem wir leben", sagte Melsi. "Das wäre toll", sagte Floh begeistert. Jane nickte zustimmend. "Ihr könnt gehen, aber seid vorsichtig und kommt rechtzeitig zurück. Wir werden in 4 Tage weiter reisen", sagte sie. Floh und Melsi verabschiedeten sich von den anderen und machten sich auf den Weg.


Die beiden verließen die Hydra, kurze Zeit später waren sie im Gebüsch verschwunden. Es wurden die drei glücklichsten Tage für Floh. Melsi Rudel nahmen Floh herzlich auf. Die beiden tollten herum, jagten zusammen und Melsi zeigte Floh die schönsten Stellen im Tal. Am dritten Tag lagen die beiden im Gras in der Nähe von einem Wasserfall und beobachteten den. Floh machte ein ernstes Gesicht. "Was ist mit dir?“, wollte Melsi wissen. "Diese drei Tage waren meine glücklichsten Tage in mein Leben. Dieser Planet ist herrlich und mit dir zusammen bin ich glücklich“. "Ich, bin auch glücklich mit dir“ ,erwiderte Melsi. Floh stand vor der schwersten Entscheidung seines Lebens. Sollte er hier auf dem Planeten bleiben und mit Melsi zusammen ein neues Leben anfangen? Konnte er die Besatzung der Hydra in Stich lassen? Sie waren so was wie seine Familie geworden und hatten zusammen viele Abenteuer erlebt. Mit der Hydra bestand immer noch die Chance, dass er seinen Heimatplaneten wider finden würde, auch wenn die Chance sehr gering war bei den Milliarden von Planeten, die es hier in der Andromida-Galaxie gab. Floh erzählte Melsi seine Gedanken. "Die Entscheidung kann ich dir nicht abnehmen, Floh“, antwortete Melsi. Sollte er auf sein Herz hören oder auf sein Verstand? Sein Herz sagte, das er seine Tage zusammen mit Melsi verbringen wollte. Sein Verstand sagte, es gibt immer noch die Chance, seine Heimat wiederzufinden. Floh sah in die Augen von Melsi, er sah zwei glückliche Augen. Floh hatte sich entschieden.


Gegend Abend machten die beiden auf den Weg zur Hydra. Als sie da ankamen, sahen die beiden, dass die Besatzung draußen am Grillen waren und ein Lagerfeuer brannte auch. Die Besatzung hatte ihre Arbeiten abgeschlossen und wollten den letzten Abend hier auf dem Planeten genießen. "Schaue da, Floh und Melsi kommen“ ,sagte Skara zu Jane. Als die beiden bei der Gruppe angekommen waren, sagte Jane "Was, ist los Floh, du machst ein Gesicht wie 7 Tage Regenwetter“. "Ich muss euch was sagen. Ich werde hier auf dem Planeten bleiben und an der Seite von Melsi ein neues Leben anfangen“. Alle schauten Floh mit großen Augen an, damit hatte keiner gerechnet. Skara ging auf Floh zu, kniete sich runter und nahm Floh in den Arm "Du wirst mir fehlen“. Skara liefen die Tränen die Wangen runter. Jane konnte Floh befehlen, wieder mitzukommen, schließlich hatte Floh, als er an Bord kam, sich freiwillig unter Janes Kommando gestellt. Aber Jane würde Floh sein Glück nicht im Wege stehen. Jane kniete sich auch hin und nahm Floh in den Arm, wie die anderen auch. Skorpi sagte "Mache es gut, mein Freund“. Lunaria sagte noch "Und, mache mir viele kleine Flöhe“ und grinste. Hätte Floh und Melsi kein Fell, würde man sehen, wie sie jetzt rot wurden bis hinter die Ohren. Floh und Melsi machten sich auf den Weg Richtung Wald. Nach paar Schritte drehte Floh sein Kopf noch mal zur Besatzung, er sah in traurige Gesichter.


Am nächsten Morgen startete die Hydra, wurde immer schneller und verschwand dann in den Himmel. Alita sagte zu Jane "Wir haben ein Freund verloren, aber wir wissen das unser Freund glücklich ist“. "Da hast du recht, Alita“, erwiderte Jane. 


Fortsetzung folgt




 
J
John Baker Sander
Dabei seit Feb. 2019
29.12.2019, 20:09 Uhr
#2
Konflikt auf der Hydra, Action außerhalb. Dazu die Sorge um Skara & Alita. - Eine hervorragende Jubiläumsfolge, die schließlich mit der Flucht aus dem Viech erfolgreich abgeschlossen werden konnte.

Erneut hat der Mix aus Action, Herz, Geschichte und verschiedenen Charakteren wunderbar funktioniert.

Hoffentlich gerät der Code für Lunaria niemals in Falsche Hände!

Schön, das du Lunaria eine Art Gewissen gibst, sie ihren Fehler eingesehen hast.
Hoffen wir mal das es wirklich keine Konflikte mehr zwischen Jane und Lunaria gibt. Hat mir gut gefallen, der Twist - Rettung oder abwarten.

Was mir heute besonders  gut gefallen hat, wie gezielt du mit Humor umgehst, wie du den in deinen Geschichten verarbeitest.

Ich bin sehr gespannt wenn die Hydra wieder auftaucht und wie, wo, was, dann ihre Crewmitglieder erleben werden?

Ohne wenn und Aber wieder eine ***** Sterne Folge! - Viel besser kann man das meiner Meinung nicht erzählen!

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