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Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffs Hydra Kapitel 32

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Fürstin der Nacht
Dabei seit Feb. 2019
09.02.2020, 14:48 Uhr
Ersteller#1
Die Rebellin 

Ihr Name war Elva. Ihr Volk nannte sie eine Rebellin. Sie war vor 21 Tagen von ihrem Volk verbannt worden und nun allein auf dem Planeten. Aber sie war auch frei. Bei ihrem Volk hatte sie sich wie eine Sklavin gefühlt, jeden Tag die gleiche Arbeit verrichtet, wie schon tausende Generationen vor ihr. Ihre Art existierte schon seit Hunderttausenden von Jahren auf dem Planeten. Aber erst in den letzten Zehntausenden von Jahren war ihre Art intelligent geworden. Ihre Art wusste jedoch nichts mit ihrer Intelligenz anzufangen. Der Tagesablauf war immer noch derselbe wie vor Hunderttausenden von Jahren, als ihre Art nur von Instinkten getrieben wurde. Aber Elva war anders. Sie wollte frei sein und Abenteuer erleben und nicht jeden Tag die gleiche Arbeit tun bis zu ihrem Lebensende, wie die anderen ihrer Art. Sie hatte dagegen rebelliert. “Du bist eine Schande für unser Volk”, hatte die Königin zu ihr gesagt, als sie sie aus dem Kollektiv verbannte. “Du hast unsere Gesetze missachtet und unsere Traditionen verachtet. Du bist keine von uns mehr.” Elva hatte keine Angst gehabt. Sie hatte die Königin angesehen und gesagt: “Ich bin stolz darauf, eine Schande für euch zu sein. Ihr seid diejenigen, die eure Intelligenz verschwenden und euer Leben vergeuden. Ich bin eine von euch, aber ich bin mehr als das. Ich bin ein Individuum.” Sie wusste, dass es gefährlich war, allein auf dem Planeten zu sein. Sie genoss nicht mehr die Sicherheit, die ihr Kollektiv geboten hatte. Natürlich fiel hin und wieder einer ihrer Art der reichhaltigen Tierwelt dieses Planeten zum Opfer. Aber sie hatte eine Waffe, mit der sie eine Maus in einem Bruchteil einer Sekunde betäuben oder auch töten konnte. Das Gleiche konnte sie auch mit einem Elefanten machen. In der Regel hatte die Tierwelt großen Respekt vor ihrer Art.

Sie überlegte, welche Richtung sie jetzt einschlagen sollte. Sie blickte in den Himmel. Sie entdeckte einen kleinen Punkt, der immer größer wurde und auf sie zukam. Der Punkt wuchs zu einer riesigen Form an. Ihr wurde klar, dass das Ding nicht von ihrer Welt stammte. Elva fragte sich, ob das riesige Ding von dort kam, wo die Sterne zu Hause waren. Elva ahnte nicht, dass das riesige Ding ein Raumschiff war, das im Tal vor ihr zur Landung ansetzte. “Was ist das?”, murmelte sie fasziniert. Nachdem das Raumschiff gelandet war, beschloss Elva, das riesige Ding zu beobachten und versteckte sich. Vielleicht war das der Beginn eines Abenteuers, nach dem sie sich immer gesehnt hatte.


 Nachdem die Hydra im Tal gelandet war, kam Lunaria auf Jane zu und fragte: “Skara wollte mir zeigen, wie gut sie jagen kann. Sie hat viel von Alita gelernt. Ich finde die Idee gut. Wenn wir eine Beute erlegen, können wir heute Abend ein Grillfest machen.” Jane hatte keine Bedenken. Wer konnte besser auf Skara aufpassen als Lunaria, wenn es eine gefährliche Situation geben sollte? Sie sagte: “Dann los mit euch, aber ihr meldet euch alle Stunde.” Skara sagte: “Geht klar, Jane. Lunaria, wir nehmen für die Jagd nur Pfeil, Bogen und Speer mit.” “Wie du möchtest, kleine Prinzessin”, erwiderte Lunaria lächelnd. Nachdem die beiden die Ausrüstung zusammen gesammelt hatten, verließen sie die Hydra.


Elva beobachtete, wie zwei Lebewesen das riesige Ding verließen und in Richtung See gingen. Elva beschloss, die beiden zu verfolgen und weiter zu beobachten. “Was sind das für Wesen?”, fragte sie sich neugierig.


“Ich denke, wir gehen zum See hinunter. Er ist zwei Kilometer von hier entfernt. Dort treffen wir bestimmt auf Beutetiere. Wir haben Glück, der Wind kommt von vorne, so können uns die Tiere nicht riechen”, sagte Skara. Skara ging etwa 25 Meter vor Lunaria und nutzte jede Deckung aus, damit die Beutetiere sie nicht zu früh sahen. “Kannst du ein bisschen leiser gehen? Du trampelst ja durch das Gehölz wie eine Horde Elefanten”, sagte Skara zu Lunaria. “Jetzt bleib mal locker, Prinzessin. Vielleicht sind die Beutetiere auf diesem Planeten schwerhörig”, erwiderte Lunaria und grinste.


Elva behielt die beiden genau im Auge. Die beiden gingen auf eine kleine Schlucht zu. Plötzlich stockte Elva der Atem. Auf einem Felsüberhang bei der Schlucht lauerte eines der gefährlichsten Raubtiere dieses Planeten. Es war eine Art Schlange, die eine Länge von acht Metern hatte und zwölf kleine Beine besaß, die es ihr ermöglichten, Sprünge von dreißig Metern auszuführen. Das Tier hatte die Fähigkeit, sich seiner Umgebung anzupassen. Man musste schon sehr genau hinschauen, um es zu entdecken. Elva sah, dass die Schlange anfing, ihren Körper zu spannen. Sie hatte wohl die vorderste der beiden als Opfer ausgesucht. Elva wusste, dass die Beute der Schlange kaum eine Chance hatte, ihr zu entkommen. Gleich war die vorderste der beiden in der Sprungdistanz der Schlange. Eine Stimme in ihr sagte, sie sollte versuchen, die beiden zu retten. Elva konnte noch nicht ahnen, dass es der Anfang einer langen Freundschaft werden würde. Elva stieß sich von dem Ast ab, auf dem sie saß, und flog so schnell sie konnte auf die Schlange zu. Die Schlange sprang. Elva wusste, dass sie ihr Leben riskierte. Im Sprung der Schlange stieß sie mit der Schlange zusammen und stach mit ihrem Stachel zu. Dann prallte sie von der Schlange ab und fiel zu Boden. Sie war bewusstlos von dem Aufprall. Die Schlange war in einem Bruchteil einer Sekunde tot.


Skara schrie auf, als eine riesige Schlange neben ihr auf den Boden fiel. Sie merkte sofort, dass die Schlange tot war. “Skara, ist dir etwas passiert? Ich war noch zu weit entfernt, um dir zu helfen”, sagte Lunaria besorgt. “Nein, die Schlange ist tot.” Als Lunaria neben Skara stand, überzeugte sie sich noch einmal selbst, ob die Schlange tot war. “Meinst du, sie ist einfach von da oben tot heruntergefallen, Lunaria?” “Nein, aber etwas ist komisch an der Geschichte. Ich sah, wie die Schlange sprang. Dann kam ein Insekt mit irrsinniger Geschwindigkeit auf die Schlange zu geflogen und prallte mit ihr zusammen.” Lunaria hatte bessere Augen als ein Adler. Jeder Mensch hätte das nicht bemerkt. “Es sah fast so aus, als ob dir das Insekt das Leben gerettet hat. Was natürlich Quatsch ist. Aber seltsam, dass die Schlange tot ist.” “Vielleicht hat das Insekt die Schlange gestochen”, meinte Skara. “Dann muss es aber ein extrem schnell wirkendes Gift sein, das ein so großes Tier in einem Bruchteil einer Sekunde tötet. Weißt du, wo das Insekt abgeblieben ist?” “Ja, es ist da drüben irgendwo ins Gras gefallen.” Skara suchte nach dem Insekt und fand es auch sehr schnell. Sie nahm es in die Hand. “Schmeiß schnell das Viech weg! Wenn es wirklich über so ein Gift verfügt, ist es äußerst gefährlich”, sagte Lunaria. Natürlich hörte Skara nicht auf Lunaria und sagte: “Komm mal her und schau.” Lunaria betrachtete das Tier und sagte: “Es scheint verletzt zu sein. Kein Wunder bei dem Aufprall. Es sieht einer irdischen Biene sehr ähnlich. Nur etwas größer. Jane hat mir mal Bilder von der irdischen Tierwelt gezeigt. Deswegen weiß ich es". "Ich werde das Bienchen mit zur Hydra nehmen. Vielleicht kann Annabelle ihm helfen.” “Jane wird sicherlich begeistert sein, wenn du anfängst, Insekten an Bord der Hydra zu schleppen”, sagte Lunaria. “Das ist mir doch egal”, erwiderte Skara. Lunaria wusste, wenn die Prinzessin etwas im Kopf setzte, war sie schwer davon abzubringen.


Als die beiden die Kommandozentrale betraten, fragte Jane: “Und? Keinen Erfolg bei der Jagd gehabt?” Skara zeigte Jane die Biene, die sie in der Hand hielt, und fragte: “Wo ist Annabella?” “In der Krankenstation”, sagte Jane. “Dann werde ich mal zu ihr gehen. Vielleicht kann sie dem Bienchen helfen.” Nachdem Skara die Kommandozentrale verlassen hatte, berichtete Lunaria genau, was vorgefallen war. “Und jetzt denkt Skara, das Bienchen hat sie bewusst gerettet?”, fragte Jane. “Ja”, sagte Lunaria. Skara berichtete Annabella, was vorgefallen war, und sagte: “Kannst du dir mal das Bienchen anschauen?” “Ja”, sagte Annabella. Sie scannte das Bienchen. “Es hat keine Verletzungen. Das Bienchen ist sicherlich nur stark benommen von dem Aufprall. Es wird gleich zu sich kommen.”


Jane, Alita und Lunaria betraten die Krankenstation und kamen zum OP-Tisch. "Na, wie geht es unser Brumsel?", wollte Jane wissen. "Sie wird gleich zu sich kommen", erwiderte Annabella. Skorpi hüpfte von Janes Schulter auf den OP-Tisch. Elva erwachte. Das Erste, was sie sah, war eine fremde Umgebung und ein Wesen vor sich, dass sie nicht kannte. Sie nahm eine Abwehrposition ein und fuhr ihren Stachel aus. Sie sagte: "Rück mir nicht zu nahe auf den Pelz!" Skorpis Positronik konnte sofort die Sprache übersetzen, genau wie Lunarias, und sagte: "Keine Angst, wir werden dir nichts tun." Alle waren erstaunt, dass das Bienchen sprechen konnte und intelligent war. Jane veranlasste, dass Elva eine Hypnoschulung von Bob bekam, damit sie die Sprache der Besatzung beherrschte. Danach versammelte sich die Besatzung am Kartentisch. Elva brummte durch die Luft und landete in der Mitte vom Tisch. Sie fing an, ihre Geschichte zu erzählen. Alle fanden das Bienchen süß, besonders Skara. Sie fragte Jane: "Kann Elva bei uns an Bord bleiben?" Jane wusste genau, dass Skara so lange nerven würde, bis sie ja sagen würde. "Ja, von mir aus. Wenn Elva damit einverstanden ist." "Ja, das bin ich", erwiderte Elva. Skaras Augen strahlten. Sie sagte: "Elva, flieg auf meine Schulter. Ich werde dir erstmal die Hydra zeigen." Die beiden verschwanden aus der Kommandozentrale. "Ich glaube, da haben sich zwei gesucht und gefunden", meinte Alita. "Das Gefühl habe ich auch. Hoffentlich ist Elva nicht so nervig wie Skara. Sonst muss ich mir noch eine Fliegenklatsche besorgen." Beide Frauen lachten.

Zwei Tage später startete die Hydra und verschwand in den Weltraum.


Fortsetzung folgt  


Anhang:

Elva:
Sie ist eine intelligente Biene und ein faszinierendes Wesen, das doppelt so groß ist wie eine normale Biene von der Erde. Sie hat einen pelzigen Körper, leuchtende Flügel und einen langen Stachel, den sie als Waffe einsetzt. Sie ist verspielt und mutig und liebt Abenteuer, und neue Freunde zu finden. Elva ist ein neues Besatzungsmitglied der Hydra.





 
J
John Baker Sander
Dabei seit Feb. 2019
23.03.2020, 15:54 Uhr
#2
Alles andere als Schlafmützig ist diese Geschichte.
Bei deinen Geschichten wird man immer aufgrund der Vielzahl der Zahlen und Fakten gezwungen genau zu lesen. Wenn man versucht die Geschichte nur zu überfliegen, verpasst man irgendwann den Anschluss.

Schön das man auch die Fortschritte und Wandlung von Skara weiterhin konsequent verfolgen kann. - Gut jedoch, das du ihr trotzdem noch ihre Schwächen lässt und man erkennt, das sie auch noch ein Stück Weg in ihrer Ausbildung zu gehen hat.

Gut, das du hier an die Vernunft appellierst. Das andere Volk wohl durchaus bereit ist auf den Lösungsvorschlag der Besatzungsmitglieder der Hydra einzugehen. Dennoch fand ich es gut, das du zeigst, wie verzweifelt "die anderen" waren. In dem sie versuchten das Shuttle durch Gefangennahme an sich zu nehmen.

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