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Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffs Hydra Kapitel 33

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Fürstin der Nacht
Dabei seit Feb. 2019
14.02.2020, 18:46 Uhr
Ersteller#1
Der Wirbel 

Die Hydra fiel aus dem Hyperraum zurück in den normalen Raum. Plötzlich wurde die Hydra von einer unbekannten Kraft angezogen. Jane schlug mit der Faust auf den roten Alarmknopf. Sofort fuhren die Schutzschirme hoch. “Josie, was sagt die Ortung?” fragte sie laut. “Es scheint ein Wirbel aus Energie zu sein, der uns anzieht”, antwortete Josie. Die Triebwerke der Hydra liefen auf volle Leistung, aber sie kamen aus dem Wirbel nicht frei. Die Hydra wurde immer tiefer in das Zentrum des Wirbels gezogen. Die Schutzschirme waren kurz davor, zusammenzubrechen. Plötzlich war alles still. Die Hydra befand sich in einem schwarzen Raum. Es gab keine Sterne auf dem Panorama-Bildschirm zu sehen. “Ich glaube, wir stecken mal wieder tief in der Tinte”, meinte Skara. Josie meldete sich wieder bei Jane: “Nach meiner Ortung hat der Raum einen Durchmesser von circa 60 Lichtjahren.” “Nach meinen Berechnungen denke ich, wir sitzen in einer Energieblase fest”, meinte Bob. “Das kann ich bestätigen”, sagte Nora, unsere theoretische Physikerin, nachdem sie einige theoretische Berechnungen angestellt hatte. Plötzlich wurde die Hydra angegriffen. “Ich habe drei Raumschiffe auf der Ortung”, schrie Josie. “Lunaria, eröffne das Abwehrfeuer!” befahl Jane knapp. Bei rotem Alarm war Lunaria immer am Feuerleitstand. Sie eröffnete das Feuer. “Sina, Ausweichmanöver!” rief Jane. Es entbrannte eine Weltraumschlacht. Sina steuerte das Raumschiff so geschickt, dass die Hydra kaum Treffer abbekam. Lunarias Finger huschten so schnell über die Eingabetasten, dass alle verschiedenen Geschütze der Hydra feuerten. Die gegnerischen Raumschiffe mussten viele Treffer einstecken. Eines der drei Schiffe verlor seinen Schutzschirm und wurde beschädigt.

Danach verschwanden die beiden anderen wieder in den Hyperraum. Josie sagte: “Es kommt eine Funknachricht von dem beschädigten Schiff herein.” Nachdem Josie die Funknachricht durch den Übersetzer gejagt hatte, spielte sie die Aufnahme ab: “Ich bin Kommandant Gata. Ich bitte euch, uns zu vernichten. Wir werden hier sowieso alle früher oder später in der Energieblase sterben.” Anita sagte: “Der ist schlau. Mit seiner Aussage macht er uns neugierig.” “Da hast du recht”, sagte Jane. “Josie, stelle eine Funkverbindung zu Kommandant Gata her.” Auf dem Panorama-Bildschirm wurde eine menschenähnliche Gestalt sichtbar. Was an der Gestalt sofort auffiel, war, dass er wohl an Unterernährung litt. Jane sagte: “Ich bin Jane, die Kommandantin des Raumschiffs Hydra. Wir wollen euch nicht vernichten. Ich schlage vor, du kommst mit einem Beiboot zu unserem Raumschiff herüber, dann können wir ein bisschen plaudern.” Gata nahm den Vorschlag an. Eine halbe Stunde später saß Gata mit der Besatzung der Hydra am Kartentisch. “Du siehst ziemlich verhungert aus, Gata. Möchtest du erstmal etwas essen?” fragte Jane. “Gerne”, sagte Gata. “Skara, holst du unserem Gast etwas zu essen aus der Küche?” bat Jane. “Bin ich hier das Laufmädchen oder was?” maulte Skara. “Jetzt nörgle nicht und sieh zu, dass du etwas zu essen für unseren Gast hierher bringst”, befahl Jane. Nörgelnd verließ Skara den Kartentisch und begab sich in die Küche. Kurze Zeit später kam sie mit einem Tablett Essen wieder und stellte das Tablett vor Gata auf den Tisch. Wir ließen Gata erstmal in Ruhe essen.

Nachdem er gegessen hatte, fing er an, seine Geschichte zu erzählen: “Wir befinden uns schon drei Jahre hier in der Energieblase. Wir wurden auch wie ihr durch den Wirbel in die Energieblase hereingezogen. Wir stellten fest, dass es hier in der Energieblase keine Materie gab. Es gab auch keinen Ausweg aus der Energieblase. Der einzige Ausweg, den es geben würde, wäre durch den Wirbel, aber gegen die Kräfte des Wirbels kommen unsere Schiffs-Triebwerke nicht an. Kurze Zeit später wurden wir von zwei Raumschiffen gestellt, von den beiden, die ihr vorhin kennengelernt habt. Das größere der beiden Raumschiffe bot uns einen Deal an. Entweder sie würden unser Raumschiff entern, unsere Vorräte stehlen und dann uns vernichten, oder wir würden ihrem Plan zustimmen. Der Plan war, sollten sich wieder Schiffe in der Energieblase verirren, diese zu entern, die Vorräte zu stehlen und dann zu vernichten. Das größte Problem sind die Nahrungsvorräte. Bei jedem Raumschiff, das sich hier in der Energieblase verirrt, werden früher oder später die Nahrungsvorräte ausgehen. Um meine Mannschaft zu retten, blieb mir nichts anderes übrig, als auf den Plan einzugehen. In den drei Jahren haben wir elf Raumschiffe vernichtet, was ich zutiefst bereue. Das größere der beiden Raumschiffe hat uns die Beute zugeteilt. Es reichte gerade zum Überleben, wie ihr an mir seht. Glaubt mir, früher hatte ich mehr Kilos auf den Rippen.” Jane fragte: “Wie groß ist deine Besatzung und gab es Verletzte durch die Raumschlacht?” “Meine Besatzung besteht aus 17 Mann und es gab drei Leichtverletzte. Wir sind ein Handelsschiff”, erwiderte Gata. “Welche Güter habt ihr an Bord?” wollte Jane wissen.  “Es handelt sich um 200 Mini-Drohnen. Die haben eine Länge von 20 cm und sind auch weltraumtauglich. Sie erreichen eine Geschwindigkeit von einem Zehntel der Lichtgeschwindigkeit. Sie sind funkgesteuert und werden für wissenschaftliche Zwecke gebraucht, zum Beispiel zur Erkundung eines Asteroidenfeldes.” Jane wandte sich an Alita und Annabella und sagte: “Alita, bestücke du ein Shuttle mit Lebensmitteln und Skara kann dir dabei helfen. Annabella, du wirst die beiden begleiten zum Raumschiff und du kümmerst dich um die drei Verletzten.” “Warum muss ich immer helfen? Nachher breche ich mir noch einen Fingernagel ab”, nörgelte Skara. “Jetzt komm aus den Füßen und zicke nicht noch lange herum, Skara”, sagte Alita mit einem etwas lauteren Ton zu Skara. Die drei verschwanden aus der Kommandozentrale und kümmerten sich um ihre Aufgabe. “Du bist sehr großzügig, Jane. Ich stehe tief in deiner Schuld”, sagte Gata. “Und jetzt wollen wir nach einer Möglichkeit suchen, wie wir aus dieser verfluchten Energieblase verschwinden können”, sagte Jane. “Wir werden keine Möglichkeit finden. Wir haben schon drei Jahre nach einer Möglichkeit gesucht”, meinte Gata. Jane schaute zu Nora und Bob hinüber, der als Hologramm am Tisch saß, und sagte: “So ihr beiden, jetzt sucht mal nach einer Möglichkeit, wie wir hier verschwinden können”, befahl Jane.      



Die Hydra befand sich jetzt schon sieben Tage in der Energieblase. Die Ortung und Messgeräte liefen fast jeden Tag rund um die Uhr. Bob, unsere KI, und Nora, unsere theoretische Physikerin, versuchten so viel wie möglich über die Energieblase und den Wirbel herauszubekommen. Die beiden waren schon einige Tage dabei, um eine Lösung des Problems zu finden. Manchmal stritten sie sich. Nora hatte sich schon bei Jane beschwert, dass es langsam Zeit wäre, bei Bob den Stecker zu ziehen, weil er zu dämlich wäre. Bob beschwerte sich bei Jane darüber, dass Nora nicht mal bis drei zählen könnte. Mit den Fakten, die sie bis jetzt hatten, stellten sie mehrere theoretische Simulationen auf und verwarfen sie wieder. "Was meinst du, Jane? Sollen wir mal gucken, ob die beiden schon Ergebnisse haben?", fragte Alita. "Lass die beiden bloß in Ruhe, sonst bekommen wir noch einen auf den Deckel. Aber Nora hat vorhin bei mir angefragt, ob ich mich mit Gata in Verbindung setzen könnte. Sie hätte gern einen Bauplan von den Mini-Drohnen aus Gatas Ladung. Er hat uns sofort einen rübergeschickt. Was die beiden damit wollen, weiß ich auch nicht", sagte Jane. "Jetzt reicht es langsam. Weißt du, Jane, wie viele Kannen Kaffee ich die Tage Nora ran geschleppt habe? Langsam kann Nora ihren Arsch selber in die Küche bewegen und ihren Kaffee holen. Ich bin nicht ihr Laufmädchen", maulte Skara. "Dein Nörgeln haben wir heute schon vermisst, Skara", sagte Alita lachend.

Wir sahen jetzt, wie sich Iris, unsere Bord-Ingenieurin, und Lunaria zu den beiden gesellten. Skara sagte zu Skorpi, der auf Janes Schulter saß: “Hast du Lust, mit Elva und mir was zu spielen?” “Ja”, sagte Skorpi und sprang auf Skaras Schulter. Skara ging in Richtung Ausgang der Kommandozentrale. Elva, das kleine Bienchen, flog den beiden hinterher. Ein paar Stunden später sagte Nora zu Jane: “Es wäre schön, wenn wir uns heute Abend um 20 Uhr alle am Kartentisch versammeln könnten und Gata auch dazu eingeladen wird. Ich glaube, Bob und ich haben einen Plan, der vielleicht klappen könnte, wie wir aus der Energieblase verschwinden könnten.” “Da bin ich mal gespannt”, erwiderte Jane.


Nach dem Abendbrot um 20 Uhr waren alle am Kartentisch versammelt. "Dann schießt mal los, Bob und Nora", forderte Jane die beiden auf. Nora fing an zu berichten: "Wie ihr mitbekommen habt, haben wir jede Menge Messungen an der Energieblase und dem Wirbel vorgenommen. Wir haben interessante Sachen festgestellt. Die Energieblase ist wie eine Kugel mit einem Durchmesser von 60 Lichtjahren. Aber das Erstaunliche ist, dass es zwei Kugeln sind. Man könnte sagen, eine innere und eine äußere Kugel. Der Abstand zwischen den beiden Wandungen der Kugeln beträgt einen Meter. Hätten wir nicht so empfindliche Messgeräte, wüssten wir nicht, dass es sich um zwei Kugeln handelt. Die Energieströme der beiden Kugeln laufen entgegengesetzt. Dadurch entsteht auch der Wirbel. Es müsste zwei Wirbel geben, und zwar an den Polen der Kugeln." Bob berichtete weiter: "Wie ihr wisst oder auch nicht, ist ein Wirbel eigentlich ein sehr sensibles Gebilde. Wenn man die richtige Stelle kennt, könnte man den Wirbel schwächen. Nach unseren Berechnungen könnten wir es schaffen, ein stilles Auge in den Wirbel zu erzeugen, wie wir es von Wirbelstürmen früher von der Erde her kennen." Gata sagte: "Glaub mir, Bob. Damals haben wir, die beiden anderen Raumschiffe und meins, versucht, mit unseren Bordwaffen den Wirbel zu beeinflussen. Über den Beschuss hat der Wirbel gelacht. Das hat gar nichts gebracht, nicht das Geringste." "Das war auch nicht die richtige Stelle am Wirbel. Es gibt nur eine Stelle, wo der Wirbel angreifbar ist. Es würde nur eine kleine Bombe mit der Sprengkraft einer Handgranate reichen, die direkt am Wirbel explodiert, um ein stilles Auge von drei Kilometern Durchmesser zu erzeugen, für einen Zeitraum von zwei Minuten. Wir hätten dann zwei Minuten Zeit, um durch das Auge aus der Energieblase zu verschwinden", sagte Bob. "Das ist aber ein sehr knappes Zeitfenster", meinte Alita. "Wir können uns dem Wirbel bis auf 100000 Kilometer nähern, ohne dass er uns gefährlich wird, selbst Gatas Raumschiff. Sobald das Auge entstanden ist, schafft es selbst bei vollem Schub die Strecke von 100000 Kilometern in 1:45 Minuten zu überwinden", berichtete Bob weiter. "Und wo ist genau die Stelle für die kleine Bombe?" wollte Jane wissen. "Zwischen den Schalen der beiden Kugeln, in dem einen Meter breiten Korridor", sagte Nora. "Wie wollt ihr die Bombe denn da platzieren?" wollte Alita wissen. "Wir nähern uns dem Wirbel bis auf 100000 Kilometer. Dann schießen wir mit einem Raumtorpedo auf die Wandung der inneren Energieblase. Das müsste einen Strukturriss in der Wandung von zwei Metern verursachen und der Strukturriss müsste dann 16 Minuten stabil bleiben", sagte Bob. "Jetzt verstehe ich auch die Geschichte mit der 20 cm kleinen Drohne. Die schickt ihr darein. Sie fliegt dann zwischen den Wänden bis zum Wirbel mit der Mini-Bombe und explodiert dann, damit das Auge entsteht", sagte Jane. "Genau Jane, so ist der Plan. Aber wir haben ein Problem. Die Drohne würde die Strecke in sieben Minuten schaffen. Aber sie wird durch Funk-Fernbedienung gesteuert und zwischen den Wänden werden wir keinen Empfang haben. Wir haben auch schon überlegt, die Strecke in die Drohne zu programmieren. Aber sollten unvorhersehbare Probleme bei dem Flug auftreten, wäre die Drohne verloren. Der Erfolg liegt bei 28 Prozent", sagte Nora. "Mit einem Piloten, der die Drohne fliegt, würde der Erfolg auf 87 % steigen“, sagte Bob. Jane lachte und sagte "Also braucht die Drohne einen Piloten, aber selbst Skorpi wäre zu groß als Pilot“. Es war einen Augenblick still, dann sagte Alita "Du hast recht, Skorpi ist zu groß, aber“. „Aber was?“, wollte Jane wissen.     

“Was haltet ihr davon, wenn wir Elva als Pilotin nehmen?” fragte Alita. Alle starrten Alita an. “Iris und Lunaria, wäre es möglich, die Drohne mit einem Piloten von vier Zentimetern Größe zu modifizieren?”. “Hmmm, es wäre möglich, eine Pilotenkanzel zu integrieren, mit allen Steuerelementen. Da wir alles in Mikro-Bauweise herstellen müssen, wird es sicherlich eine Woche in Anspruch nehmen”, erwiderte Iris, unsere Ingenieurin. “Meint ihr nicht, ihr solltet Elva erstmal fragen, ob sie überhaupt damit einverstanden ist?” sagte Skara. “Na klar, mache ich das. Ich habe keine Angst”, erwiderte Elva. “Aber vor Janes Fliegenklatsche hast du Angst”, lachte Alita. “Muss ich ja auch, wenn ich mich nicht benehme, droht sie mir, mich mit der Klatsche platt zu klatschen wie eine Briefmarke”, sagte Elva mit weinerlicher Stimme. “Willst du das wirklich tun? Der Flug kann gefährlich werden”, sagte Jane. “Jane, ich kann das. Ich bin eine Biene und kann fliegen”, sagte Elva. “Ja, ich weiß, aber du sollst das kleine Raumschiff zwischen zwei Energie-Wänden steuern, die einen Abstand von einem Meter haben. Berührst du mit deinem Mini-Raumschiff eine Wand, dann bist du weg vom Fenster”, sagte Jane. “Ich bekomme das hin”, antwortete Elva. Noch konnte keiner ahnen, wie gefährlich der Flug für Elva werden sollte. “Ihr habt gehört, Elva will den Einsatz fliegen. Iris und Lunaria, fangt an, die Drohne zu modifizieren. Bob und Sina, ihr bringt Elva das Fliegen mit der Drohne bei”, befahl Jane.


Am nächsten Tag hatte Bob mithilfe der Hologramm-Technologie einen Mini-Simulator kreiert. Die nächsten Tage verbrachte Elva viele Stunden in dem Simulator und erlernte das Fliegen mit der Drohne. Nach ein paar Tagen fragte Jane bei Sina nach: “Und wie klappt das Fliegen mit Elva?” “Elva ist ein Naturtalent, aber kein Wunder, sie ist eine Biene und kann sowieso fliegen. Wir haben in der Simulation eine Parcours-Strecke aufgestellt, die sie umfliegen sollte. Das war für sie überhaupt kein Problem. Sie hat eine unheimlich kurze Reaktionszeit. Aber sie ist noch sehr verspielt. Ich glaube, sie nimmt die Sache nicht ernst genug. Du musst mal mit ihr ein ernstes Wort reden.” Jane forderte Elva auf, mit ihr in ihr Büro zu kommen. “Elva, bei dem Einsatz ist kein Platz für Spielereien. Es ist eine ernste Sache”, sagte Jane. “Ich weiß, aber in der Simulation ein paar extra Loopings zu machen, hat riesigen Spaß gemacht. Bekomme ich jetzt mit der Klatsche einen übergebraten?” fragte Elva. “Nein”, sagte Jane lachend.


Als der nächste Tag anbrach, sollte der Einsatz beginnen. Die Hydra und das Raumschiff von Gata, bezogen Position 100000 km neben den Wirbel. Elva und Skara begaben sich in den Hangar der Hydra. Nachdem Elva in die Drohne eingestiegen war und alle Systeme nochmal gecheckt hatte, verließ Skara wieder den Hangar. Nachdem die Luft aus dem Hangar abgesaugt war, öffnete sich das Hangartor und die Drohne flog hinaus in den Weltraum. Die Hydra befand sich 1000 km von der Energie-Wandung entfernt. Jane nahm Verbindung mit Elva auf "Ist alles klar bei Dir, können wir den Einsatz starten?“. "Ja“. "In eine Minute schießen wir den Torpedo ab“. Elva schaute genau auf die Stelle wo der Torpedo einschlagen sollte. Nach einer Minute schlug der Torpedo ein. Es entstand in der Wandung ein Strukturriss, von 1,9 Meter. Elva drückte den Schubhebel nach vorne und drückte die Uhr in ihre Instrumententafel. Sie stand auf 16 Minuten und fing nun an runter zu laufen. 16 Minuten war Ihr Zeitfenster, denn musste sie wieder aus der Wandung verschwunden sein, wenn sie nicht sterben wollte. Die Drohne schoss nach vorne. Kurz darauf bog die Drohne in der Wandung ein. Mit irrsinniger Geschwindigkeit flog die Drohne zwischen die beiden Wandungen. Die Automatik der Drohne hielt genau den Kurs zwischen die beiden Wandungen. Elva hielt die Ortung genau im Auge. Es waren 5 Minuten vergangen. Es schien alles nach Plan zu laufen. In 2 Minuten würde Elva an der Stelle sein, wo sie die Bombe platzieren sollte. Aber was war das, die Ortung zeigt an, dass die Wanderung einige Stellen bis auf 8 cm zusammen gerück war, da würde die Drohne nicht durchpassen. Die Drohne war 13 cm breit. Elva brachte die Drohne zum Stillstand.

Elva starrte die Ortung an. Die Ortung zeigte eine andere Strecke an, wie sie ihr Ziel erreichen konnte, aber diese Strecke waren nochmal 4 Minuten. Elva dachte nach (Jetzt nochmal 4 Minuten, 5 Minuten sind schon vorbei, dann wären es insgesamt 9 Minuten, eine Minute brauche ich um die Bombe an der richtigen Stelle zu platzieren, dann sind es insgesamt 10 Minuten. In 9 Minuten würde ich die Strecke zurück schaffen, dann hätten wir insgesamt 19 Minuten. Aber mein Zeitfenster ist maximal 16 Minuten, dann würde ich 3 Minuten zu spät kommen, der Strukturriss wäre denn geschlossen). Elva hatte jetzt 2 Möglichkeiten. Entweder sie würde jetzt umdrehen und aus der Strukturriss wieder verschwinden, bevor der sich schloss, oder sie würde ihr Auftrag ausführen, wenn sie das tat, würde sie nicht mehr rechtzeitig den Strukturriss erreichen. Das würde bedeuten, sie wäre zwischen die beiden Energiewände gefangen. Das würde ihren sicheren Tod bedeuten. Sie war erst einige Wochen an Bord der Hydra, aber sie mochte alle, besonders Skara, es war ihre beste Freundin. Sie wusste, wenn sie jetzt umkehren würde, wären ihre Freunde, für ewig in der Energie-Blase gefangen. Oder sie würden sie für einen Feigling halten, weil sie denn Einsatz abgebrochen hat. Sie war vielleicht alles Mögliche, aber sicherlich nicht feige. So beschloss Elva mit dem Flug fort zufahren. Nach 4 Minuten erreichte sie ihr Ziel. Sie platzierte die Bombe. Der Zeitzünder der Bombe fing an zu laufen, in 15 Minuten würde die Bombe explodieren. Elva entfernte sich mit ihrer Drohne 1.000 Kilometer von der Bombe und nahm, warte Position ein. 


Zur gleichen Zeit auf der Hydra. Die ganze Besatzung starrte auf den Panoramaschirm, der mit der Ortung gekoppelt war. Auf dem Panoramaschirm war der Strukturriss zu erkennen. Sie warteten auf der Rückkehr von Elva. "Wo bleibt sie nur?“ wollte Skara wissen. "Die 14 Minuten sind noch nicht ganz um, sie wird sicherlich gleich kommen, Skara“, erwiderte Jane. Es waren jetzt 15 Minuten vergangen, langsam wurde Jane, jetzt auch nervös. Kurz darauf schloss sich der Strukturriss. Jane wusste, dass Elva jetzt rettungslos verloren war. Mit Tränen in den Augen sagte Skara "Du bist schuld, dass Elva jetzt stirb, du hättest sie niemals in diesen Einsatz schicken sollen“. Jane konnte Skaras Gefühlsausbruch verstehen, schließlich war Skara, noch ziemlich jung. "Vor diesen Einsatz habe ich lange mit Elva gesprochen und ihr paar Mal erzählt, wie gefährlich dieser Einsatz werden könnte, es wäre sowas wie ein Himmelfahrtskommando. Aber sie ließ sich von diesem Einsatz nicht abbringen, sie wollte uns retten, besonders dich wollte sie retten. Sie sagte, du bist ihre beste Freundin. Jetzt wollen wir hoffen, dass sie die Bombe noch am richtigen Platz platzieren konnte. Sonst wäre sie umsonst gestorben. Wenn alles nach Plan läuft, müsste die Bombe in 9 Minuten explodieren“. "Wie kannst du jetzt nur noch an diese Bombe denken, Elva ist für uns gestorben“, sagte Skara, ihr liefen die Tränen. "Ich weiß, aber trotzdem dürfen wir unser Ziel nicht aus den Augen verlieren“. 

Die Zeit lief. Nachdem die berechnete Zeit abgelaufen war, sagte Nora: “Jetzt müsste sich ein stilles Auge im Wirbel bilden.” Aber nichts geschah. “Lass uns doch einen Augenblick warten, vielleicht ist da ja was dazwischen gekommen”, sagte Alita. Drei Minuten später schrie Josie fast, sie saß an der Ortung: “Seht ihr, es fängt an, sich ein Auge im Wirbel zu bilden.” Jane gab sofort den Befehl an Sina und Gatas Schiff: “Volle Beschleunigung.” Beide Raumschiffe schossen auf das Auge zu. Sie wussten, dass das Auge sich nach zwei Minuten wieder schließen würde. Fünfzehn Sekunden vor der Zwei-Minuten-Frist durchflogen die beiden Raumschiffe das Auge. Sie waren wieder im freien Weltraum. Sie hatten die Energieblase hinter sich gelassen. Nach zehn Millionen Kilometern kamen beide Raumschiffe zum Stillstand. Gata nahm Verbindung mit Jane auf: “Ich bedanke mich für eure Hilfe. Ohne eure Hilfe wären wir nie aus dieser Falle gekommen.” Gata hatte mitbekommen, dass Elva von ihrem Einsatz nicht zurückgekommen war: “Es tut mir furchtbar leid um euer kleines Bienchen. So klein wie sie ist, für mich ist sie eine Heldin.” “Ja, das ist sie”, erwiderte Jane. Kurze Zeit später beschleunigte Gatas Raumschiff und verschwand in den Tiefen des Weltraums.


Elva dachte (Heute wird nicht gestorben. Einer muss schließlich auf die Besatzung der Hydra aufpassen) Sie wartete die Explosion der Bombe ab. Danach beschleunigte sie ihre Drohne Richtung Wirbel. Sie hoffte, dass es im Wirbel auch kleine Strukturrisse geben würde, durch die sie bis zum Auge vordringen konnte. Die Drohne drang in den Wirbel ein und wurde erfasst. Die Drohne wurde im Wirbel hin und her geschleudert. Immer wieder wurde ihr Andruckabsorber überlastet und es kamen einige Gravos durch. Sie hatte das Gefühl, als würden ihr alle Knochen brechen, und dabei hatte sie gar keine Knochen. Elva kämpfte gegen ihre Bewusstlosigkeit an. Sie wusste, dass sie ein Zwei-Minuten-Fenster hatte. Sie musste innerhalb dieser Zeit das Auge erreichen, sonst war sie rettungslos verloren. Sie kam dem Auge immer näher. Plötzlich war sie im Auge. Sie drückte den Schubhebel nach vorne. Die Drohne schoss aus dem Wirbel heraus. Sie ortete in zehn Millionen Kilometern die Hydra. Elva bekam den Funkverkehr zwischen den beiden Raumschiffen mit. Sie freute sich, dass selbst Jane sie für eine Heldin hielt. Als die Drohne sich der Hydra genähert hatte, nahm Elva Funkkontakt mit der Hydra auf.

Die Besatzung der Hydra war tief bedrückt. Sie waren der Falle entgangen, aber es hatte ihnen ein Besatzungsmitglied gekostet. Jane sagte zu Sina: “Gib Schub, wir verschwinden jetzt auch aus diesem System.” “Einen Moment”, sagte Josie, die an der Funkanlage saß. “Ich bekomme gerade einen Funkspruch rein.” “Von wem? Lass hören”, forderte Jane Josie auf. Josie spielte die Funknachricht ab: “Hier ist eure kleine Heldin. Könnt ihr mal ein Hangartor öffnen, damit ich einfliegen kann? Und ich verlange eine Massage und ein Schälchen Honig extra.” Skaras Gesicht fing an zu strahlen. Sie schrie fast: “Elva lebt!” Skara rannte los Richtung Hangar. “So so, unsere Heldin fängt jetzt an zu verlangen. Reicht es nicht, wenn unsere Prinzessin immer alles Mögliche verlangt?” sagte Jane mit einem Lächeln im Gesicht. “Wir gehen jetzt schweren Zeiten entgegen”, lachte Alita.


Fortsetzung folgt



 

 
J
John Baker Sander
Dabei seit Feb. 2019
03.04.2020, 06:48 Uhr
#2
Auch hier passiert wieder eine Menge.
Einen tieferen Konflikt zwischen Alita und Lunaria hätte durchaus seinen reiz. Wer weiß, wohin du deine Figuren steuerst? - Aber wenn ich mir vorstelle, die 2 gehen mit ieinmal aufeinander los? - Hydra Traumkampf :) :) :)

Was mir auch gut gefällt, das deine Figuren stets umeinander besorgt sind. "Seid ihr gefangene auf dem Raumschiff". 
Auf einen neuen Planeten eine Siedlung zu bauen find ich eine tolle Idee. - Vor allem ob sie das Tatsächlich schaffen?

Sofern sie überhaupt die Logistikprobleme bewältigen werden? 

Große Anerkennung, das du deine Geschichten stets logisch weiterführst!
Vor allem aber dafür, das man das Gefühl hat, dir macht das Schreiben von Fortsetzung zu Fortsetzung mehr spaß!




  

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