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Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffs Hydra Kapitel 38

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Fürstin der Nacht
Dabei seit Feb. 2019
06.03.2020, 07:17 Uhr
Ersteller#1
Der Absturz 

Iris kam auf Jane zu und sagte: “Wenn sich in nächster Zeit mal die Gelegenheit bietet, dann könnten wir mal einen Trinkwasseraustausch vornehmen.” Jane nickte zustimmend. Die Hydra, brauchte eigentlich keinen Trinkwasseraustausch. Die Wasseraufbereitungsanlage der Hydra war so konzipiert, dass sie aus jeder erdenklichen Art von Flüssigkeit neues Trinkwasser produzieren konnte. Dadurch war die Hydra von der Aufnahme neuen Trinkwassers nicht abhängig. Trotzdem wurde in regelmäßigen Abständen das Trinkwasser getauscht. Es war eine Art Ritual, das die Besatzung beruhigte und ihnen das Gefühl gab, etwas Frisches zu trinken. “Wie mir scheint, ist hier im System der vierte Planet eine Wasserwelt mit vielen kleinen Inseln”, sagte Jane und zeigte auf den Panoramaschirm. “Wenn für uns auf dem Planeten keine Gefahr besteht, können wir auf ihm landen. Dann kann Anabella das Wasser untersuchen, ob es für uns brauchbar ist.” Die Hydra nahm kurs auf dem Planeten  und schlug eine Kreisbahn ein. Der Planet wurde von Bob gescannt. Nachdem die Hydra den Planeten einmal umrundet hatte, lag das Ergebnis vor. “Alles klar, keine Gefahr und keine Bewohner”, sagte Bob. “Wir können auf einer der Inseln landen.” Jane wählte eine Insel aus, die ihr am besten gefiel. Sie war grün und hatte einen weißen Sandstrand. “Sieht aus wie ein Paradies”, sagte Nora.“ Vielleicht finden wir dort Kokosnüsse”, sagte Jane. “Oder Meerjungfrauen”, scherzte Bob. Die Hydra näherte sich der Insel und begann den Landeanflug.

„Sina, übernimmst du den Landeanflug, oder soll es Bob machen?“ wollte Jane wissen. "Das mache ich, will ja nicht aus der Übung kommen“. Nachdem Sina auf dem Pilotensitz Platz genommen hatte, begann sie mit dem Landeanflug. Alles schien ganz normal zu verlaufen. Die Hydra hatte sich fast bis auf 3000 Meter der Oberfläche genähert. Plötzlich sagte Bob "Sina sofort abdrehen, Richtung Weltraum". “Wir nähern uns ein" Bob brach mitten im Satz ab, er war plötzlich deaktiviert. Jane reagierte sofort. Sie schlug mit ihrer Faust auf den Katastrophen Schalter. Sofort schlugen die schweren Panzer Schotte der Hydra zu. Die Hydra war hermetisch abgeriegelt. Es sollte sich jetzt auch an Schutzschirm aufbauen, aber es geschah nicht.
Im selben Moment kam es zu einem totalen Triebwerksausfall. Die Hydra fing an, wie ein Stein vom Himmel zu fallen. Die Sicherheitsgurte, auf den Plätzen der Mädels, hatten sich automatisch um ihre Körper gelegt. Iris rief von ihrem Maschinen-Leitstand in der Kommandozentrale zu Jane "Wir haben einen Totalausfall, der 5 dimensionale arbeiten Aggregate. Ich schalte um auf chemisches Kraftwerk". Das Kraftwerk diente dazu, um paar wichtige Systeme am Laufen zu halten. Unter anderem auch, kleine Steuerdüsen der Hydra. In der Zwischenzeit, hatte die Hydra, trudeln im freien Fall, die Oberfläche bis auf 1500 m genähert. Die Hydra stürzte auf ein Meer zu. Sina wusste genau, dass sie nur mithilfe der Steuerdüsen keine Landung vollbringen konnte. Sina versuchte, das Trudeln der Hydra so stabilisieren. Was ohne Hilfe der Elektronik kaum möglich war. Die Hydra verhielt sich wie ein trudelten fallenden Betonklotz. Sina war klar, dass sie versuchen musste, in einem bestimmten Winkel, auf die Meeresoberfläche aufzuschlagen, um den größtmöglichen Schaden von der Hydra abzuwenden. Sie wusste, wenn sie den Winkel nicht treffen würde, würde die Meeresoberfläche, einer Betonplatte gleichkommen. Dann hätte man genauso gut gegen eine Betonwand fliegen können.

Sina war eine begnadete Pilotin, die schon viele brenzlige Situationen gemeistert hatte. Doch als die Hydra plötzlich ins Trudeln geriet, musste sie all ihr Können aufbringen, um die Hydra zu stabilisieren und einen sanften Sturzflug einzuleiten. Die Hydra war ein hochmodernes Raumschiff, das auch unter Wasser operieren konnte. Doch dafür musste es erst einmal die Wasseroberfläche erreichen, die noch 500 m entfernt war. Sina rief ihren Freundinnen zu: "Mädels, macht euch bereit für eine nasse Landung, das wird kein Zuckerschlecken!" Dann steuerte sie die Hydra mit einem gekonnten Manöver in das Meer. Der Aufprall war heftig und ließ die Mädels in ihren Sitzen erzittern. Einige stöhnten vor Schreck oder Schmerz. Skara fragte Sina: "Das war eine nasse Landung? Das war ein verdammter Bauchklatscher!" Sina antwortete: "Skara, sei froh, dass wir überhaupt noch leben. Das hätte viel schlimmer ausgehen können." Jane meldete sich zu Wort: "Was zum Teufel ist hier los? Annabella, check die Verletzungen der Mädels. Iris, Statusbericht." Iris antwortete: "Die Hydra hat nur leichte Schäden davongetragen, die wir schnell reparieren können. Die 5D-Aggregate sind jetzt unter Wasser wieder online." Jane befahl: "Sina, schalt auf U-Boot-Modus um. Wir werden hier verschwinden." "Bob, kannst du mir erklären, was gerade geschehen ist?", fragte Jane. "Kurz bevor die Hydra anfing abzustürzen, registrierte unsere Ortung, ein 5 dimensionales Feld, was den ganzen Planeten umspannt. Dieses Feld reicht von der Planetenoberfläche, bis in einer Höhe von 2500 m. Durch dieses Feld, vielen unsere 5 dimensionale arbeiten Aggregate aus, somit auch unser Antrieb, dadurch kam es zu diesem Absturz. Da wir uns jetzt unter der Meeresoberfläche befinden, arbeiten unsere Aggregate wieder. Die Auswertung dieses Feldes läuft noch, aber gleich habe ich die Ergebnisse". Jane sah Bob ungläubig an. "Du meinst also, dass wir in eine Art kosmische Falle geraten sind? Und dass wir jetzt in einem U-Boot feststecken, das eigentlich ein Raumschiff ist? Und dass wir keine Ahnung haben, wer oder was dieses Feld erzeugt hat? Da bin ich aber auf das Ergebnis gespannt", sagte Jane. 2 Minuten später meldete Bob sich wieder: "Die Ergebnisse liegen vor. Dieses Feld hat einen natürlichen Ursprung. Es wird durch kleine Kristalle verursacht, die zahlreich hier auf der Planetenoberfläche liegen." Daraufhin sagte Alita besorgt: "Dann haben wir ein großes Problem. Haben wir keine Möglichkeit, das Feld auszuschalten? Können wir nicht neu starten? Wie sollen wir die Hydra durch dieses Feld bringen, ohne Antrieb?" "Da gebe ich dir recht, Alita. Bevor wir unser Triebwerk starten können, müssen wir mit unserem Gravo-Triebwerk eine Höhe von 20 m erreichen. Das Triebwerk arbeitet mit 5-dimensionaler Energie. Sobald die Hydra aus dem Wasser auftaucht, stürzt sie sofort wieder ins Meer zurück", erklärte Iris. Elva sagte mit trauriger Stimme: "Wollt ihr damit sagen, dass wir den Rest unseres Lebens unter Wasser verbringen müssen? Hier gibt es bestimmt Fische, die mich fressen wollen." "An dir ist doch nichts dran, so klein wie du bist. Die Fische werden sicherlich kein Interesse an dir haben. Also musst du dir auch keine Sorgen machen", meinte Alita. Die Mädels lachten.

"Und hat einer von euch einen Vorschlag?" wollte Jane wissen. "Bob, gibt es auf diesem Planeten Berge?", fragte Nora, Bob. "Ja, in einer Entfernung von 2356 km gibt es einen Berg mit einer Höhe von 3234 m. Warum möchtest du das wissen, Nora?" wollte Bob wissen. "Ich habe da so eine Idee. Iris, stimmt es, dass der Traktorstrahl nicht mit 5-dimensionaler Energie arbeitet?" "Ja, das ist richtig. Er arbeitet mit Magnetfeldern." "Was hast du mit dem Traktorstrahl vor?" wollte Jane wissen. "Jane, steuere auf den Berg zu. Ich muss einige Berechnungen mit Iris durchführen", antwortete Nora. Jane vertraute Nora, denn wenn sie eine Idee hatte, waren ihre Ideen meistens gut. Jane änderte den Kurs und steuerte in Richtung der Insel, auf dem der Berg stand. Die Hydra bewegte sich unter der Meeresoberfläche in eine Tiefe von 50 m mit einer Geschwindigkeit von 150 Knoten. Jane sah, dass Nora und Iris sich zurückgezogen hatten und am Diskutieren waren. Nach 23 Stunden erreichten sie die Insel. Der Fuß des Berges begann 142 km im Inneren der Insel.

Jane ließ alle am Kartentisch versammeln. "Dann lass mal deine Idee hören, Nora", sagte sie. "Nun, eigentlich ist die Idee ganz einfach. Die Hydra hat ein Gesamtgewicht von 59.000 Tonnen. Ein Shuttle von uns kann mit seinem Traktorstrahl ein Gewicht von 10.000 Tonnen bewegen. Da wir vier Shuttles haben, ergibt das ein Gesamtgewicht von 40.000 Tonnen, das bewegt werden kann. Ein Raumjäger von uns kann mit seinem Traktorstrahl 5.000 Tonnen bewegen. Wir haben vier Raumjäger, also ergibt das ein Gesamtgewicht von 20.000 Tonnen. Somit können die vier Shuttles und die vier Raumjäger zusammen ein Gewicht von 60.000 Tonnen bewegen", erklärte Nora. "Ich glaube, ich weiß, worauf du hinauswillst. Du möchtest mit den vier Shuttles und den vier Raumjägern die Hydra auf eine Höhe von über 2.500 m heben, damit die Hydra wieder über das Feld starten kann. Aber eines hast du vergessen, meine Liebe. Auch die Shuttles und Raumjäger können nicht starten, da ihre Antriebe ebenfalls auf 5-dimensionale Energie angewiesen sind", bemerkte Jane. "Du hast recht, Jane. Jetzt kommt der Berg ins Spiel. Wir bringen einen Raumjäger den Berg hinauf über die 2.500-m-Grenze. Danach kann der Raumjäger wieder starten. Dann zieht der Raumjäger den nächsten Raumjäger hoch, bis alle Raumjäger in der Luft sind. Danach werden die vier Shuttles mit den Raumjägern hochgezogen, bis alle vier Raumjäger und alle vier Shuttles in der Luft sind. Dann können alle zusammen die Hydra in die Luft heben", erläuterte Nora. "Dein Plan ist gut, Nora, aber es gibt einen Haken. Wie willst du einen Raumjäger den Berg hinaufschaffen, der ein Gewicht von 4,5 Tonnen hat?" fragte Jane. Nora schaute zu Lunaria hinüber. Es war sofort klar, was Nora von ihr wollte. "Sehe ich vielleicht aus wie ein Packesel?", sagte Lunaria. Bei der Vorstellung, dass Lunaria als Packesel dienen würde, mussten die Mädels lachen.

Lunaria dachte nach und sagte: "Wenn man dem Raumjäger Räder montieren würde, könnte ich es schaffen, ihn bis zum Berg zu ziehen. Aber niemals den Berg hinauf." "Das ist mir schon klar, dass du keine 4,5 Tonnen auf einmal den Berg hinaufschaffen kannst. Wir werden den Raumjäger in Einzelteile zerlegen", erklärte Iris. "Das Problem ist, wie oft ich den Berg besteigen müsste, um alle Teile hinaufzubringen. Ich werde mir erst einmal die Bilder von dem Berg anschauen und schauen, wie steil es hinaufgeht. Dann kann ich euch sagen, wie viel Gewicht ich transportieren kann", sagte Lunaria. Sie betrachtete die Bilder genau und fuhr fort: "Ich habe festgestellt, dass es einige Stellen gibt, die ziemlich steil hinaufführen. An einigen Stellen müsste ich klettern. Maximal könnte ich 80 kg pro Transport schaffen. Das würde bedeuten, dass ich 56 Mal den Berg hinauf und wieder hinuntersteigen müsste. Es würden Monate vergehen, bis wir den Raumjäger oben auf dem Berg haben." "Verdammt, es gibt sechs Teile, die über 80 kg wiegen und die ich nicht weiter verkleinern kann. Das schwerste Teil würde 235 kg wiegen. Also können wir den Plan vergessen. Hat jemand noch eine Idee, wie wir den Raumjäger auf den Berg bekommen?" fragte Iris.

"Ich habe eine Idee", sagte Skara. "Was für eine Idee hast du denn?" wollte Jane wissen. "Ich sage nur ein Wort: Ballon", antwortete Skara. Jane dachte einen Augenblick nach und sagte: "Du bist gar nicht mal so dumm, wie du..." Jane unterbrach sich selbst, als sie Skara  anschaute. "Was haltet ihr von der Idee mit dem Ballon?", fragte Jane in die Runde. "Die Idee ist gar nicht schlecht, aber wie sollen wir einen Ballon herstellen? Das Herstellen von Helium wäre kein Problem", sagte Iris. "Ich habe kurz durchgerechnet, der Ballon müsste einen Durchmesser von 1453 m haben, um einen Raumjäger zu tragen", meinte Bob. "Es muss doch irgendwie eine Möglichkeit geben, den Raumjäger über die 2500 m Grenze zu bekommen", überlegte Jane. "Ich glaube, ich habe eine Idee, aber ich brauche erstmal eine Stunde Zeit, um die Daten auszuwerten, die wir vom Planeten gesammelt haben, als wir noch im Weltraum waren", sagte Josie. "Dann nimm dir die Zeit. Wir treffen uns in einer Stunde wieder hier am Tisch", sagte Jane.

Eine Stunde später saßen alle wieder am Konferenztisch. "Und Josie, wie lautet dein Plan?" wollte Jane wissen. "Wir bauen eine Kanone", antwortete Josie. Jane fing an zu lachen und sagte: "Ja, wir bauen eine Kanone und stecken den Raumjäger hinein und schießen ihn dann in den Himmel." "Ja, genau, so in der Art habe ich mir das vorgestellt", fügte Josie schmunzelnd hinzu. Alle fingen an, zu lachen. "Jetzt aber mal im Ernst, Josie, wie sieht dein Plan wirklich aus?", fragte Jane. Josie begann, ihren Plan zu erläutern. Einige der Mädels schauten sie ungläubig an. Als Josie ihren Plan vorgestellt hatte, sagte Jane: "Ich habe schon viele verrückte Sachen gehört, aber das schlägt alles. Ich bin es ja gewohnt, dass Nora manchmal mit einem verrückten Plan um die Ecke kommt, wie damals mit dem Meteor, als sie ein kleines schwarzes Loch modulierte. Und jetzt fängst du auch mit verrückten Plänen an. Aber wer soll den Raumjäger dann fliegen?" Josie schaute zu Lunaria hinüber. "Ich übernehme das gerne. Ihr wisst doch, dass ich immer für verrückte Pläne zu haben bin." "Du musst aber nicht alleine fliegen. Ich werde dich begleiten", sagte Elva. "Du wirst schön mit deinem Arsch auf meiner Schulter sitzen bleiben, das kommt überhaupt nicht infrage. Es reicht, wenn wir eine Verrückte an Bord haben", entgegnete Skara. "Glaubt ihr ernsthaft, dass ich diesem Plan zustimmen werde?", sagte Jane skeptisch. "So schlecht ist der Plan gar nicht. Man muss nur alles haargenau berechnen", erwiderte Lunaria. Jane wurde klar, dass sie diesem Plan zustimmen musste. Irgendwie mussten sie diesen Planeten verlassen können. Aber sie wusste auch, dass bei diesem Plan so viel schiefgehen konnte, dass sie vielleicht sogar Lunaria verlieren würden. Das wäre ein schwerer Schlag für die Besatzung der Hydra.

Die Hydra nahm im U-Boot-Modus Fahrt auf. Um ihr Ziel zu erreichen, brauchte sie 6 Stunden. Josie benötigte für ihren Plan eine sehr harte Gesteinsschicht. An diesem Ort gab es eine Gesteinsschicht, die Granit ähnelte und bis in eine Tiefe von 1,8 km reichte. Die Hydra legte an der Küste an. Mithilfe des Maulwurfs, der auf der Weltraum-Werft erbaut worden war, wurden senkrechte Stollen mit einer Tiefe von 950 m und einem Durchmesser von 6 Metern in die Erde getrieben. Am Fuße des Stollens wurde eine spezielle Bombe installiert. Wenn diese Bombe gezündet wurde, konnte man nicht wirklich von einer Explosion sprechen. Sie entwickelte jedoch schlagartig eine Hitze von 250.000 Grad. Nun wurde der Stollen bis zu einer Höhe von 526 m mit Wasser gefüllt. 424 m bis zum Ausgang des Stollens blieben wasserfrei.

Jane saß in ihrem Büro und nahm über die Com Verbindung zu Lunaria auf. "Lunaria, könntest du bitte in mein Büro kommen? Ich muss mit dir reden." Nachdem Lunaria Janes Büro betreten hatte, sagte Jane: "Willst du es wirklich tun? Ich werde es nicht von dir verlangen und auch nicht befehlen. Du kennst die Berechnungen. Sobald der Raumjäger den Stollen verlässt, fallen die fünfdimensionalen Aggregate aus und es kommt zu einer Gravo-Anomalie von 26. Das bedeutet, die Anziehungskraft erhöht sich auf das 26-fache der Erdanziehungskraft. Dein Körper würde statt 65 kg plötzlich, 1690 kg wiegen. Kann dein Körper das aushalten?" "Ich denke schon", antwortete Lunaria. Jane war besorgt über Lunarias Antwort. Sie kannte Lunaria als eine nüchterne und rationale Person, die mit harten Fakten um sich warf. Doch jetzt antwortete sie lediglich mit "Ich denke schon". Jane bekam plötzlich Angst um Lunaria. Ihr wurde bewusst, wie sehr sie Lunaria schätzte. Sie verfluchte die Tatsache, dass die Planetenfelder eine Fernsteuerungsfunktion verhinderten, sonst könnte der Jäger ferngesteuert werden und Lunaria müsste nicht dieses Risiko eingehen. "Es wird schon klappen, Jane. Mach dir keine Sorgen", versicherte Lunaria. Sie verließ Janes Büro und bereitete sich auf den Einsatz vor.

Eine halbe Stunde später schwebte der Raumjäger mit Lunaria den Stollen hinunter. Der Raumjäger setzte auf der Wasseroberfläche auf und Lunaria aktivierte den Schutzschirm. Innerhalb des Stollens waren die fünfdimensionalen Aggregate funktionsfähig. Jetzt musste sie nur noch einen Knopf drücken, um die Bombe zu zünden. Lunaria war sich nicht sicher, ob ihr Plasma-Gehirn der Belastung standhalten konnte. Es wog lediglich 1,2 kg, würde jedoch einer Belastung von 27,6 kg ausgesetzt sein. Sie versetzte ihr Gehirn in den Ruhemodus, und nun übernahm ihre Positronik die Kontrolle über die Androiden.

Sie drückte den Knopf, und die Bombe zündete. Das gesamte Wasser im Stollen verdampfte innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde. Der Wasserdampfdruck schleuderte den Raumjäger den Stollen hinauf. Eine Sekunde später verließ der Raumjäger den Stollen und sofort fielen die fünfdimensionalen Aggregate aus. Der Schutzschirm und die Andruckabsorber wurden deaktiviert. Plötzlich wog Lunarias Körper, 1690 kg. Der Raumjäger wurde auf eine Höhe von 2650 m geschleudert. Sofort wurden die fünfdimensionalen Aggregate wieder aktiviert. Lunaria führte einen Systemcheck an ihrem Körper durch. Alles war in Ordnung, sogar ihr Gehirn hatte keinen Schaden davongetragen, was ihre größte Sorge gewesen war.

Der Rest war dann ein Kinderspiel. Nachdem die Hydra geborgen war, verließen sie den Planeten. Elva fragte Lunaria: "Wie war der Flug durch den Stollen?" Lunaria antwortete: "Es war wie ein Ritt auf einer Kanonenkugel, und mein Körper fühlt sich an, als wäre er von einem Panzer überrollt worden." Elva seufzte und sagte: "So ein Mist, und ich war nicht dabei. Wieder ist mir ein Abenteuer entgangen." Sie bemerkte, wie sie von Skara böse angeguckt wurde.


Fortsetzung folgt








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J
John Baker Sander
Dabei seit Feb. 2019
10.07.2020, 21:05 Uhr
#2
Liebe Fürstin!

Das hat einfach nur Spaß gemacht. Auch wenn ich nach wie vor einen Absatz vermisse. Weil der würde "so alten Säcken" wie mir das Lesen bei weiten leichter machen.

Ansonsten ist das vom Handlungsbogen eine einfachere Geschichte, die aber umso mehr Spaß macht. Ganz Klasse, wie sich das aufbaut, es erinnert ein wenig an the Expendables 2 wo die Reihe noch wirklich gut war.

Ich glaube jetzt folgt, bin sehr gespannt jede Menge Action. Richtig gut, wie du Jane in die Zwickmühle bringst - sie erinnert ein bißchen an Captain Kirk in der Folge: "Griff in die Geschichte" wo er zum wohle des Volkes ein Leben opfert und mit sich ringt.


Vielleicht der Beste 1. Teiil denn ich bisher von dir gelesen habe. Was mir auch auffällt du hast so gut wie gar keine Wort-Dopplungen mehr in deinem Text :)



Bin sehr gespannt, ob man die Königsfamilie retten kann ?.

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