Neujahr bei Familie Lemon. Nachdem man sich gemütlich am heißen Käse des Fondues die Lippen und Zungen verbrannt hat und wieder einmal feststellte, dass Sekt nicht unbedingt ein probates Mittel war um diese Blessuren zu kühlen, ging man daran mit einer fröhlichen Polonaise durch das mit Luftschlangen und Konfetti geschmückte Wohnzimmer zu tanzen. Dabei laut und möglichst schief blödsinnige Schlagertexte mitzugrölen und mit den einsetzenden Kirchenglockengebimmel hinaus in den Garten, wo Papsi Lemon ein feudales Feuerwerk, das eigentlich nur aus einer ollen Rakete bestand, die er billig im Ausverkauf des 1-Euro-Shops bekam, zünden wollte. Schnell noch die letzen Schlucke aus der Sektflasche, damit man sie als Abschussrampe benutzen konnte. Draussen war es bitterkalt und Papsi frierte es erbärmlich, so dass er sich beeilte. Flasche hin, Rakete rein und anzünden! Papsi Lemon drehte sich um und hielt sich die Ohren zu, war er doch arg empfindlich gegen Zischen. Daher merkte er auch nicht, dass die Flasche noch immer schaukelte und das immer mehr wurde. Letzlich kippte die Flasche um und die Rakete schoss waagerecht Richtung Gartenzaun. Drüben war der Nachbar gerade dabei ein paar Knallerbsen auf den Boden zu werfen und musste sich natürlich just in dem Moment bücken, als die Rakete durch den Zaun geschossen kam. Papsi Lemon riss die Augen auf und zog den Nacken ein, als er den Nachbarn lauter als Tarzan "Ououu uouo oooo" schreien hörte. Papsi Lemon konnte gar nicht schnell genug ins Wohnzimmer verschwinden und den Rollladen runter lassen. Doch half das auch nichts, als Mamsi Lemon vor ihm stand, mit einem Zettel in der Luft rumfuchtelete und wild keifte und zeterte: "War es denn zuviel verlangt einen Blick in diese Kurzbeschreibung zu werfen?"