Teil 2
Prinzessin Skara, ihr erstes Kommando
Pünktlich um 8 Uhr öffnete sich das Hangartor und das Shuttle mit Skara, Josie und Sina verließt die Hydra. Das Shuttle nahm Kurz auf den dritten Planeten. Sina saß auf den Pilotensitz, Josie hatte Funk und Ortung übernommen und Skara war am Feuerleitstand. Das Shuttle um kreiste den Planeten dreimal und setzte denn zur Landung an. Sie hatten schon auf der Hydra den Landepunkt festgelegt, es war am Fuß eines kleinen Berg, der Bunt schimmerte. Josie sagte „Wir werden den Berg mal hochgehen und dann mal schauen. Der ist nur 200 Meter hoch und die Steigung recht flach, das sollte kein Problem sein“. Die Drei verließen das Shuttle, das am Fuß des Berges gelandet war. Skara sagte „Wir werden uns gegenseitig anseilen, das uns beim auf und Abstieg nichts passieren kann“. „Skara, jetzt wirst du aber anstrengend, der Aufstieg ist so flach, da kann uns nichts passieren“, meinte Sina. „Spreche ich etwa eine undeutliche Sprache? Wenn ich sagte, wir sichern uns gegenseitig mit Seile, denn meine ich es so!“, erwiderte Skara. „Ist ja schon gut, denn machen wir es halt“, sagte Josie in ein bisschen schroffen Ton. Skara holte aus dem Shuttle zwei Seile von 8 Meter länge. Beide Seile befestigte Skara mit einem Karabinahacken an ihren Gürtel. Das andere Ende der Seile befestigte Sina und Josie an ihre Gürtel. Jetzt machten sie sich auf den Weg. Josie voran, Skara in der Mitte und Sina am Ende. Sie kamen gut voran, der Aufstieg war wirklich recht flach. Sie hatten etwa drei Viertel der Strecke geschafft, da sagte Josie, die vorne ging „Ich glaube, da vor uns ist ein Abgrund, das werde ich mir mal ansehen“. „Mache das. Sina und ich werden dich sichern. Sina du bleibst hinter mir“, befahl Skara. Josie schritt bis an den Rand und sagte „Das geht hier etwa 80 Meter steil ab“. „Das will ich mir auch anschauen“, sagte Sina und ging ohne weiter auf Skara zu achten, zu Josie an den Rand. Und es kam wie es kommen musste. Der Boden unter die Füße der beiden Frauen gab nach und sie stürzen in die Tiefe. Skara reagierte Blitz schnell, sie ließ sich auf den Rücken fallen. Bruchteil einer Sekunde verspürte sie einen starken Ruck an ihren Gürtel durch die beiden Seile. Sie hatte jetzt das Gewicht von ca. 120 Kg zu halten, das Gewicht der beiden Frauen. Sie rutschte langsam mit den Beinen voran, auf den Abgrund zu. Verzweifelt versuchte sie mit ihren Hände einen halt zu finden, aber der Boden war glatt. Aber sie hatte Glück. Kurz vor den Abgrund ragte ein kleiner Baumstumpf aus dem Boden, sie rutschte mit ihre Füße dagegen und kommt sich abstützen. Skara rief „Ist euch was passiert?“. „Nein, wir hängen am Seil im freien Fall, wir können uns an der Wand nicht festhalten“, rief Josie. „Lasse uns bitte nicht abstürzen“, rief Sina mit ängstlicher Stimme. Beide Frauen war es bewusst, das Skara es niemals schaffen würde, 120 Kg hochzuziehen. Skara rief die beiden Frauen zu „Könnt ihr euch an das Seil hochziehen? Ich werde euch nicht ewig halten können“. „Nein das geht nicht. Oben an der Kante ist so eine schlierige Schicht, da sind sie beiden Seile durch gerutscht, sie sind jetzt glatt, als wären sie mit Öl eingeschmiert. Wir finden keinen halt, wir rutschen immer wider ab“, rief Josie hoch. Skara versuchte eine Möglichkeit zu finden, die beiden Frauen zu retten, aber es gab keine. Doch eine gabs, was ihre Logik sagte, sie musste eine der beiden Seile durch schneiden, um eine der Beiden retten zu können. Nein, sie konnte doch nicht ein der beiden Seile durch schneiden, das würde der Tod eins der Frauen bedeuten. Beide waren ihre Freundinnen. Sie sollte jetzt über Leben und Tod entscheiden? Skara gingen so viele Gedanken durch den Kopf, wie würde Jane, Alita oder Lunaria in dieser Situation reagieren? Na gut, Lunaria würde sicherlich ohne Schwierigkeiten die beiden Frauen hochziehen können. Wie oft hatten die Drei schon Einsätze angeführt, bei denen es auch mal um Leben und Tod ging. Skara war unklar, wie die Frauen mit der Verantwortung klar kamen. Vor allen Jane die Kommandantin, die Tag für Tag die volle Verantwortung für die Besatzung und Hydra hatte. Sie musste immer wieder schwerwiegende Entscheidungen treffen, ob sie richtig waren oder nicht. Mit diesem Entscheidungen musste sie Rest ihres Lebens leben. Wie schaffe sie das immer? Skara fing an diese Frau zu bewundern. Solange Skara auf der Hydra war, sie konnte immer einen um Rat fragen und jetzt? Skara musste jetzt alleine Entscheiden. Plötzlich gab der Baumstumpf ein Stückchen nach. Lange würde der Stumpf nicht mehr halten, denn würden alle Drei in den Tod stürzen. Ihre Beine fingen an zu zittern, wegen Überanstrengung. Skara wurde plötzlich bewusst, das sie den Zeitpunkt überschritten hatte, nur ein Seil durch zuschneiten. Jetzt hatte sie nicht mehr die Kraft, auch nur noch eine hoch zu ziehen. Jetzt gab es nur noch eine Wahl für sie, beide Seile durchzuschneiden, um sich selber zu retten. Oder gleich mit den beiden Frauen in den Tod zu stürzen. Wie sollte sie jemals wieder Jane unter die Augen treten, wenn sie durch ihre Hand zwei Besatzungsmitlieder und gute Freundinin getötet hatte? Skara war verzweifelt, ihr liefen die tränen. Sie griff zum Gürtel und zog ihr Messer.
Fortsetzung folgt ...