Der Gärtner und sein Knopf
Dem Gärtner war eindeutig die Hose z´eng,
da hat´s ihm glatt den Knopf gesprengt.
Nun steht er hier, der arme Tropf,
die Hose haltend ohne Knopf.
Er blickt links und rechts ob niemand kommt,
während im Garten sich die Chefin sonnt.
Wie eine Ente watschelt er herum,
geht ziemlich schräg und auch mal krumm.
Für heute ist der Tag gelaufen,
so denkt er, soll ich mich besaufen?
Schleicht heimlich hinten aus dem Haus,
ein Schrei der Chefin, oh welch Graus.
„Franzl, warum gehst du von hier nach hinnen?
Ich glaub, du bist nicht ganz bei Sinnen!
Dein Dienst, der hat doch erst begonnen;
ich kann mich nicht mal in Ruhe sonnen.
“Jetzt watschelt er den Weg zurück,
die Haltung vor Demut stark gebückt.
Und stottert verlegen vor sich hin,
„Fr. Chefin, ich … und dann,… und hach;
der blöde Knopf, von seiner Stelle brach.
“Stell dich doch nicht so patschert an,
die Mitzi näht den Knopf dir an.
Über´s Handy informiert sie die Mitzi ganz geschwind,
die nach kurzem Stöbern auch das Nähzeug find´t.
Mit selbigem in ihrer Hand,
kommt die Mitzi hurtig angerannt.
Der Franzl steht ganz starr vor Schrecken,
die Chefin reicht ihm ihre Decken.
Er atmet auf und reicht sogleich,
der Mitzi die Hose, nimma ganz so bleich.
Sie näht den neuen Knopf versetzt nun an,
damit sich der Franzl besser bücken kann.
Und die Moral von dieser G´schicht,
mit engen Hosen bückt man sich nicht.
(© E.Maria K.)