Die Eisrundlings wussten bis jetzt nichts von den Überlebenden. Erst durch die Zeichnungen im Eis von ihren Rettern ergänzte sich Ihre eigene Geschichte.
Damit aber auch die Seifenblasen-Rundlings informiert waren, machten die Crewmitglieder von den Eisrundlings, deren Umgebung und von den Aufzeichnungen Fotos, zeigten sie den Seifenblasenrundlings. Dann machte die Crew Fotos von den Seifblasenrundlings und deren Umgebung, und sie zeigten es den Eisrundlings. Danach wurden die Bilder sorgfältig nummeriert ins Forschungsbuch geklebt. Immer wenn sie etwas Neues von der Crew erfahren haben, hüpften und tanzten sie vor Freude im Kreis, und sie glitzerten wie eine Discokugel. Es war wunderschön zu sehen, wie beide Rundlingsgruppen gleichermaßen freudig darauf reagierten.
Einmal im Monat flog der Pilot zurück zum Heimatplaneten um aufzutanken, Verpflegung und Gewand zu besorgen und zu tauschen, sowie das aktuelle Forschungsbuch gegen ein Leeres zu tauschen. Er hatte den besten Job, denn egal wo er hinflog, er wurde immer mit Aufregung und Freude erwartet.
Prof. Rese Archer flog diesmal aber mit, denn er hatte Mitleid mit den Rundlings und wollte ihnen eine Freude und ein Geschenk machen, da ihm mal wieder eine Idee kam.
Er wusste natürlich, dass Seifenblasen aus einem dünnen (dipolaren) Wasserfilm bestehen, an dem sich innen und außen Seifenmoleküle anlagern mit einer dem Wasser zugewandten polaren, hydrophilen Carboxylat-Gruppe und einem dem Wasser abgewandten unpolaren, hydrophoben Alkylrest.
Nach der Landung und Begrüßung sagte er nur mehr ungeduldig: „Wir haben keine Zeit Leute. Mein 4 Mann Team geht mit mir sofort ins Labor. Feiern können wir später.“Alle schauten sich an, aber die Vier folgten wortlos seiner Aufforderung.
Nicht einmal Dr. Marcus Praeses weihte er in sein Vorhaben ein, ganz im Gegenteil. Zu ihm sagte er nur im vorbeigehen: „Wenn sie mit meiner Arbeit am Ende nicht einverstanden sind, übernehme ich eben selbst die Kosten.“
Leicht verärgert und mit fragendem Blick ließ er die Leute einfach stehen.
Dr. Marcus Praeses erwiderte nur: „Unerhört! Was erlauben Sie sich?“„So mit mir zu reden“, dachte sich das Oberhaupt nur mehr, denn da war Prof. Rese Archer mit seinem Team auch schon wieder weg.
Kapitän Darede Vil meinte nur achselzuckend: „Ein Forscher eben. Die sind doch alle etwas eigenartig, oder?“ Danach war das Thema erledigt und die Party begann.
Prof. Rese Archer hatte einige Ideen im Kopf, deshalb ging er zuerst ins Schulungszimmer.Er zeichnete die ganze Tafel voll. Das Team schaute ihm aufmerksam zu. Sie diskutierten, und er löschte es wieder. Sie begannen von Neuem, und wieder löschte er einen Teil. Sie arbeiteten den Tag und die ganze Nacht durch.
Die Putzfrau unterbrach sie, als diese die Tür öffnete. Der Professor kündigte eine halbe Stunde Pause an, damit sie ihre Arbeit machen konnte. Wies sie aber darauf hin die Tafel so zu lassen, wie diese war.
In der Kantine angekommen bestellte er sich einen großen, starken Kaffee und ein Obstgeleetortenstück. Seine Mitarbeiter bestellten sich das Selbe, und alle 5 setzten sich gemeinsam an einen Tisch. Sie redeten kein Wort. Jeder war in Gedanken versunken.
Plötzlich leuchteten die Augen von Prof. Rese Archer auf. Er klopfte am Tisch und sagte sehr laut: „Ich hab´s! Ich glaub, ich hab eine vorübergehende Lösung.“
Er sprang auf, schaute sein Team an, und deutete ihnen mit einer Kopfbewegung, dass sie mitkommen sollten. Ohne ihre Reaktion abzuwarten ging er einfach wieder zum Schulungszimmer zurück. Zum Glück war die Putzfrau schon weg, und er konnte gleich loslegen.
Ungläubig über sich selbst, und dass er die Male davor so kompliziert dachte, löschte er wieder die Tafel und begann von vorne. Diesmal ging ein zufriedenes Raunen von seinem Team aus, und sie schrieben alles mit.
Denn auch wenn sich die Theorie logisch liest, könnte es in der Praxis Schwierigkeiten geben. Nachdem sie mit den Aufzeichnungen fertig waren, gingen sie geschlossen in eiligem Schritt ins Labor.
Fortsetzung folgt ...