Die 10000 Jahre alte Frau
Es war der 9. Mai, 9:45 Uhr, als Bob die Scans auf dem Planeten abgeschlossen hatte. Er sagte: "Dieser Planet ist sehr erdähnlich, aber unbewohnt. Ich habe auch im nördlichen Halbkugel eine Station entdeckt, aber es scheint eine Ruine zu sein. Was meinst du, Jane? Sollen wir bei der Station landen? Vielleicht gibt es dort etwas Interessantes für uns zu finden." “Es kann ja nicht schaden, dass wir uns da mal umschauen. Sina, nimm Kurs auf die Station. Wir landen direkt neben der Station", befahl Jane.
Eine halbe Stunde später landete die Hydra direkt neben der Station. "Lunaria, Skara und Iris, ihr werdet mich begleiten. Wir wollen uns in der Ruine mal etwas umschauen. In einer halben Stunde treffen wir uns in Schleuse A. Sammelt eure Ausrüstung zusammen. Alita, während unserer Abwesenheit hast du hier das Kommando auf der Hydra", befahl Jane.
Nachdem die Gangway heruntergefahren war, verließen die Vier die Hydra. Die Station war nur 600 Meter entfernt. Als sie ankamen, suchten sie nach einem Eingang. Sie wurden auch schnell fündig. Sie hatten Glück, das Tor stand offen. "Auf mich macht die Ruine den Eindruck, als ob sie schon vor einigen Tausenden von Jahren verlassen wurde", meinte Iris.
Sie drangen in die Station ein. Der große Vorraum sah wirklich wie eine Ruine aus. Sie bewegten sich vorsichtig voran, um nicht zu riskieren, dass Dinge einstürzten oder von der Decke fielen. Nachdem sie den Raum fast durchquert hatten, sahen sie eine Treppe, die in die Tiefe führte. "Sollen wir hinuntergehen und uns unten etwas umschauen?", wollte Lunaria wissen. "Das werden wir machen. Vielleicht ist unten alles besser erhalten als hier oben", meinte Jane.
Als sie eine Etage tiefer waren, betraten sie einen großen Raum. Hier waren die Dinge wirklich besser erhalten als oben. Nachdem sie sich in dem Raum umgeschaut hatten, benutzten sie die Treppe, um noch eine Etage tiefer zu gelangen. Dieser Raum sah aus wie eine Produktionsstätte für technische Geräte. Die Treppe führte noch zwei Etagen tiefer. In der untersten Etage sahen sie sich genauer um. "Iris, was meinst du, welche Bedeutung hat diese Station?" wollte Jane wissen. Iris war die Ingenieurin der Hydra und konnte daher am besten beurteilen, welche Bedeutung die Station hatte. "Ich denke, die Station wurde für die Entwicklung und Herstellung von technischen Geräten angelegt", antwortete sie. "Hier werden wir uns genau umsehen. Es stehen auch einige technische Geräte hier, die uns interessieren könnten. Vielleicht finden wir auch irgendwelche Baupläne, die interessant sind", sagte Jane.
Der Raum hatte ungefähr eine Größe von 500 x 500 Metern. Die vier schlenderten durch die Gänge und betrachteten alles genau. "Schaue mal da drüben, Jane, der Torbogen. Er sieht fast genauso aus wie der Torbogen von unserer Transmitter-Anlage auf der Hydra", sagte Skara. "Vielleicht handelt es sich tatsächlich um eine Transmitter-Anlage. Das sollten wir uns genauer anschauen", erwiderte Jane. Sie betrachteten den Torbogen eingehend. "Hmmm, ich bezweifle, dass es sich um eine Transmitter-Anlage handelt", meinte Iris. "Irgendwo muss doch auch das Kontrollpult sein", fügte Lunaria hinzu. "Schaut mal da drüben, das sieht aus wie ein Kontrollpult", bemerkte Skara. "Ihr drei geht mal rüber und schaut es euch genauer an", befahl Jane. Das Pult befand sich 20 Meter entfernt. Während Jane noch bei dem Torbogen stand, rief Iris nach 5 Minuten hinüber. "Das ist der Wahnsinn! Wenn ich die Kontrollen richtig deute, handelt es sich nicht um eine Transmitter-Anlage, sondern um eine Zeitmaschine." Jane dachte nach (Sollten Zeitmaschinen tatsächlich existieren?) und aus Spaß sagte sie zu Iris: "Du kannst ja mal versuchen, sie zum Laufen zu bringen." "Wenn die Anlage noch Energie hat, werde ich es versuchen", antwortete Iris. Sie manipulierte die Kontrollen und sagte dann: "Wenn ich die Kontrollen hier richtig verstehe, ist die Zeitmaschine auf genau 10.000 Jahre in die Vergangenheit eingestellt." Ein Augenblick später verkündete Iris: "Ich habe die Kontrollen für die Energiezufuhr gefunden. Ich werde sie hochfahren." Im Torbogen flammte ein rötliches Energiefeld auf.
Plötzlich schrie Iris: "Ich sehe gerade die Anzeige für die Energiezufuhr. Der Zeiger steigt rasend schnell und nähert sich dem roten Bereich. Es handelt sich um einen Antimaterie-Generator. Er wird explodieren!" Die Situation eskalierte in Sekundenschnelle. Lunaria rannte auf Jane zu und in den letzten paar Metern sprang sie ab, um mit Jane zusammenzustoßen. Gerade in dem Moment des Aufpralls von Lunaria wurde Jane durch den Torbogen geschleudert. Sie nahm noch eine Art Blitz wahr und schrie vor Schmerzen auf. Schließlich landete sie auf der anderen Seite des Torbogens.
Sie schaute sich um, aber von ihrer Crew war niemand mehr zu sehen. Jetzt erst wurde ihr klar, was geschehen war. Entsetzen zeichnete sich auf ihrem Gesicht ab. Der Antimaterie-Generator war explodiert. Sie wusste, dass eine solche Explosion mit einem Antimaterie-Generator einer Antimaterie-Bombe gleichkam. Eine Atombombe war dagegen nichts. Wahrscheinlich war jetzt mehr als die Hälfte des Planeten zerstört. Lunaria hatte ihr Leben geopfert, um sie zu retten. Jane wurde erst jetzt bewusst, dass sie Schmerzen hatte. Dennoch starrte sie nur vor sich hin. Es gab nur einen Gedanken, der durch ihren Kopf ging. Sie fühlte sich schuldig am Tod ihrer Crew. Alle waren in einem winzigen Moment verdampft, selbst die Hydra. Von ihr würde nicht einmal Asche übrig bleiben. Alle waren tot. Die Crew bedeutete für sie mehr als nur eine Crew; sie hatte Freunde und Freundinnen verloren. Eine Stunde lang starrte sie weiterhin vor sich hin, bis ihr bewusst wurde, dass sie Schmerzen hatte. Sie hatte Verbrennungen am Bein und Arm erlitten. Offensichtlich hatte sie noch einen Teil der Explosion abbekommen. Nachdem sie das Medipack herausgeholt hatte, versorgte sie ihre Wunden. Innerhalb einer Stunde heilten sie. Das Schlimmste für Jane war, dass sie sich nicht von ihren Freunden verabschieden konnte. Aber Jane wäre nicht Jane, wenn sie sich mit diesem Schicksal abfinden würde.
Ein Plan musste her. Fakt war, dass sie sich 10.000 Jahre in der Vergangenheit in dieser Station befand. Jane blickte zur Zeitmaschine hinüber. Doch was war das? Die Zeitmaschine war geschmolzen, als wäre sie großer Hitze ausgesetzt gewesen. Aber wie konnte das sein? Wenn sie hier und jetzt zerstört war, wie konnte sie dann in der Zukunft existieren? Jane grübelte nicht weiter darüber nach. Sie wusste, dass man sich bei dem Thema Zeit nur im Kreis drehte. Ihre erste Idee, mit der Zeitmaschine zurück in die Zukunft zu reisen und ihre Crew zu warnen, musste sie verwerfen. Sie überlegte weiter, was sie tun könnte. Vielleicht war die Station zu diesem Zeitpunkt ebenfalls schon verlassen? Das musste sie als Erstes herausfinden. Jane durchstreifte die Station, doch es war niemand anwesend. Die oberen Stockwerke waren gut erhalten. Es schien, als wäre die Station erst vor kurzem verlassen worden. Welche Optionen hatte sie jetzt? Sie konnte auf dem Planeten bleiben und bis ans Ende ihrer Tage allein sein. Doch Jane dachte: (Auf keinen Fall! Niemals werde ich das akzeptieren. Ich muss einen Weg finden, um die Crew zu warnen). Plötzlich hatte sie eine Idee. Sie musste der Crew eine Nachricht zukommen lassen. Aber wie? Es musste etwas sein, das 10.000 Jahre lang überdauerte.
Jane dachte: (Wenn ich versuche, über diesen Zeitraum eine Botschaft zu übermitteln, wird sie nie ankommen. Wenn sie angekommen wäre, hätten wir sie gefunden und ich würde nicht hier stehen und mir Gedanken darüber machen, wie ich eine Botschaft übermitteln kann. Die Sache mit dem Zeitparadoxon ist schon verrückt. Genauso wie die Geschichte des sogenannten 'Großvaterparadoxons'. Es handelt von einem Zeitreisenden, der in die Vergangenheit reist und dort seinen eigenen Vater oder einen seiner Großväter erschießt, bevor dieser den Zeitreisenden gezeugt hat. Dadurch kann der Zeitreisende niemals geboren werden. Das bedeutet wiederum, dass er nicht in die Vergangenheit reisen kann, um seinen Vater zu erschießen, da er nie existiert hat. Der Vater des Zeitreisenden wird also nicht erschossen, sodass er seinen Sohn zeugen kann. Der Zeitreisende kann also doch geboren werden und später in die Vergangenheit reisen, um seinen Vater zu erschießen. Mit anderen Worten: Die Zeitreise darf nicht stattfinden oder der Zeitreisende darf nicht in der Vergangenheit eingreifen, um seine eigene Existenz nicht zu gefährden. Gibt es denn keine Möglichkeit, die Besatzung zu warnen? Vielleicht finde ich doch etwas Brauchbares in der Station, das ich verwenden kann).
Jane fing an, die Station genau zu untersuchen. Und tatsächlich, nach ein paar Stunden fand sie etwas Interessantes. Es handelte sich um einen Kasten mit einem Glasdeckel. Der Kasten befand sich in der zweiten Etage. Sie begann, den Kasten genau zu untersuchen. Er hatte eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Sarg. Jane ärgerte sich darüber, dass sie keine ausgebildete Technikerin war, aber sie verstand zumindest die Grundlagen der Technologie. Es dauerte ganze drei Tage, bis sie hinter das Geheimnis des Kastens kam. Es handelte sich um eine Anlage, die eine Person in einen Tiefschlaf versetzte. Während des Schlafens alterte der Körper nicht. Von solchen Anlagen hatte sie schon gehört. Sie waren für Völker interessant, die kein Überlicht schnelle Raumfahrt beherrschten, um entfernte Planeten zu erreichen. Auf diese Weise konnten sie, wenn die Flugzeit Jahrzehnte, Jahrhunderte oder sogar Jahrtausende dauerte, das Ziel erreichen, ohne dass ihr Körper alterte.
Jane fand später heraus, dass die Anlage doch nicht ganz perfekt war. Nach jeweils 100 Jahren im Schlafmodus alterte der Körper um 1 Jahr. Jane dachte darüber nach: (Alle 100 Jahre wird der Körper um ein Jahr älter. Das würde bedeuten, dass mein Körper nach 10.000 Jahren um 100 Jahre gealtert wäre. Dann wäre ich nach 10.000 Jahren 128 Jahre alt. Würde ich überhaupt 128 Jahre alt werden?) Sie wusste, dass ihr Körper in der Anlage keinerlei Belastung ausgesetzt war. Vielleicht würde es trotzdem klappen, dass sie so alt wurde.
Jane schoss ein weiterer Gedanke durch den Kopf: (Wenn ich es schaffe, die 10.000 Jahre zu überleben, würde das bedeuten, dass ich doppelt existiere. Ist das überhaupt möglich?) Doch sie gab es auf, weiter über das Thema nachzudenken, da es keinen Sinn ergab. Glücklicherweise verfügte die Anlage über einen Peilsender. Jane begann, alles sorgfältig einzustellen. Sie stellte den Peilsender so ein, dass er 5 Stunden vor dem geplanten Einflug der Hydra in diesem Sonnensystem zu senden begann. Beim Einstellen der Anlage musste sie die Zeit berücksichtigen, die sie bereits in der Vergangenheit verbracht hatte. Jane hoffte, dass sie keinen Fehler gemacht hatte. Sie begab sich in die Anlage und aktivierte sie.
Jane war bereit, sich zu opfern, um ihre Crew zu warnen und Abschied von ihren Freunden zu nehmen. Sie wusste, dass es eine riskante Entscheidung war, aber sie konnte es nicht ertragen, dass ihre geliebten Gefährten unwissend in Gefahr waren. Als der Countdown abgelaufen war, spürte Jane, wie sich die Anlage aktivierte und sie langsam in einen tiefen Schlaf versetzte. In ihren letzten bewussten Momenten dachte sie an ihre Crew und hoffte, dass ihre Warnung rechtzeitig bei ihnen ankommen würde. Sie wollte ihnen sagen, wie sehr sie liebte und wie dankbar sie für ihre Freundschaft war. Der Raum um sie herum verschwamm und Jane driftete in einen tiefen Schlaf, bereit, die kommenden Jahrtausende zu durchqueren und ihre Nachricht in die Zukunft zu tragen.
Es war der 9. Mai, 7:35 Uhr. Die Hydra kam aus dem Hyperraum und flog in ein Sonnensystem mit acht Planeten ein. Die Ortung war aktiv. "Jane, hier kommt ein Notruf rein", meldete sich Josie. "Kannst du genauere Informationen über den Notruf geben?", fragte Jane. "Eigentlich nicht viel. Der Notruf kommt vom zweiten Planeten. Aber etwas ist seltsam: Der Notruf wird auf unserer Flotten-Frequenz gesendet", antwortete Josie. "Niemand hier im Andromedanebel kennt unsere Flotten-Frequenz. Das ist in der Tat seltsam", erwiderte Jane. "Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Notsender auf unsere Frequenz sendet, ist sehr gering", sagte Bob. "Wir werden uns die Sache genauer ansehen. Sina, Kurs auf den zweiten Planeten nehmen", befahl Jane.
Nach einer halben Stunde schwenkte die Hydra in die Umlaufbahn des zweiten Planeten ein. "Ich habe jetzt die genaue Ortung. Der Notruf kommt von der nördlichen Halbkugel. Anhand der Bildübertragung scheint es eine Station zu sein, aber eher eine Ruine", berichtete Josie. "Ich werde mir die Sache genauer anschauen. Alita, du übernimmst das Kommando und hältst die Hydra in Kampfbereitschaft. Ich vertraue der Situation nicht. Skara, Annabella und Iris, ihr begleitet mich. In einer halben Stunde treffen wir uns in Hangar 2 in voller Kampfausrüstung", befahl Jane.
Nachdem das Shuttle ausgeschleust worden war, nahm Jane direkt Kurs auf die Station. Wenig später landete das Shuttle direkt neben der Station. Iris schaute auf ihr Handgerät und sagte: "Der Peilsender befindet sich direkt in der Station." "Dann schauen wir uns die Sache an, aber seid äußerst vorsichtig", erwiderte Jane. Nachdem die vier das Shuttle verlassen hatten, fanden sie schnell den Eingang. "Hier drinnen sieht es wirklich wie eine Ruine aus", meinte Skara. "Der Sender liegt weiter unten. Es muss sicher eine Treppe geben, die nach unten führt", sagte Iris. Sie entdeckten rasch die Treppe und begaben sich eine Etage tiefer. Sie betraten einen großen Raum. "Der Sender befindet sich 30 Meter vor uns", sagte Iris. Sie entdeckten eine Kiste mit einem Glasdeckel. Neugierig schauten sie durch den Glasdeckel in die Kiste hinein und sahen eine uralte Frau darin liegen. Die Frau hatte dünn-lange graue Haare. Ihr Gesicht war von tiefen Falten gezeichnet, und ihre Augen lagen tief in den Augenhöhlen. Sie musste sehr alt sein. Plötzlich begann die Kiste zu summen, und kurz darauf sprang der Glasdeckel auf. Die alte Frau öffnete ihre Augen und schaute Jane an. Sie sagte: "Jane, da bist du ja endlich. Ich habe sehr, sehr lange auf dich gewartet." Dann schloss sie ihre Augen wieder. "Was ist mit ihr, Annabella, und wieso weiß sie meinen Namen?", fragte Jane verwundert. Annabella scannte die Frau und antwortete: "Die Frau hat das Bewusstsein verloren. Ihr Herz und Kreislauf sind sehr schwach. Sie liegt im Sterben." "Wir werden sie mit zur Hydra nehmen. Vielleicht kannst du etwas für sie tun, Annabella. Aber zuerst muss ich herausfinden, wieso sie meinen Namen kennt", sagte Jane entschlossen.
Eine Stunde später befand sich die alte Frau auf der Krankenstation, wo sich Annabella um sie kümmerte. Annabella hatte etwas an der Frau entdeckt, das sie für unglaublich hielt. Sie rief die gesamte Besatzung in die Krankenstation. Als die gesamte Besatzung in der Krankenstation versammelt war, sagte Alita: "Ich weiß nicht, aber irgendwie kommt mir die Frau bekannt vor. Ich kann jedoch nicht sagen, woher ich sie kenne." Die Frau lag weiterhin bewusstlos da. "Konntest du etwas für sie tun, Annabella?", fragte Jane. "Ich konnte ihren Kreislauf stabilisieren, aber sie wird in den nächsten Stunden sterben", antwortete Annabella. "Annabella, kannst du ihr etwas geben, damit sie noch einmal aus der Bewusstlosigkeit erwacht? Ich muss herausfinden, woher sie meinen Namen kennt", sagte Jane entschlossen. "Das könnte ich tun, aber es würde sicherlich ihr Leben verkürzen", warnte Annabella. "Trotzdem, tu es. Ich übernehme die Verantwortung", entschied Jane.
Daraufhin gab Annabella der alten Frau eine Injektion.
Kurz darauf öffnete die alte Frau die Augen, doch man konnte sehen, dass es ihr schwerfiel, sie offenzuhalten. Ein Lächeln zeichnete sich auf ihrem Gesicht ab, als sie sagte: "Jane, Alita, Lunaria, Skara, Iris, Josie, Sina, Nora, Skorpi, Elva, Annabella und Bob, mein letzter Wunsch ist in Erfüllung gegangen. Ich kann mich von euch verabschieden. Ich werde sterben." Es fiel der alten Frau schwer, zu sprechen. "Woher kennst du unsere Namen, alte Frau?", fragte Jane verwirrt. "Erkennst du mich nicht, Jane? Ich weiß, dass ich ein paar Falten bekommen habe, aber ich bin Jane. Ich bin du", antwortete die alte Frau. Alle starrten sie an, außer Annabella, die sagte: "Jane, es stimmt. Die alte Frau bist du. Ich habe einen DNA-Abgleich gemacht. Eure DNA ist identisch." "Wie kann das sein?", wollte Jane wissen. Bob meldete sich zu Wort: "Ich habe da eine Theorie. Sie kommt aus einem Paralleluniversum. Der Begriff 'Parallelwelt' oder 'Paralleluniversum' bezeichnet ein hypothetisches Universum außerhalb unseres bekannten. Die Gesamtheit aller Parallelwelten wird als Multiversum bezeichnet. Die Existenz von Parallelwelten wird in der Philosophie seit der Antike diskutiert, sowohl unter formalen Gesichtspunkten als auch in Hypothesen, denen solche Welten eine reale Existenz zugeschrieben wird. Auch in der physikalischen Kosmologie wird die Möglichkeit der realen Existenz von Parallelwelten diskutiert, jedoch konnte bisher keine Beweise für ihre Existenz erbracht werden."
Die alte Frau begann zu berichten, was geschehen war. Nach ihrem Bericht waren alle schockiert. Annabella flüsterte Jane ins Ohr: "Sie ist jetzt sehr schwach. Sie wird jeden Moment sterben." Jane richtete sich an die Anwesenden: "Könnt ihr mich bitte alleine mit der Frau lassen? Ich möchte mit ihr alleine sein." Die Besatzung verließ daraufhin die Krankenstation. Jane ergriff die ausgestreckte Hand der alten Frau, während ihr Tränen über das Gesicht liefen. Die alte Frau sagte: "Jane, sei nicht traurig. Ich habe mein Ziel erreicht. Ich konnte mich von euch verabschieden und euch warnen. Ich werde in dir weiterleben, wir sind eins." Einen Moment später verstarb die alte Frau. Jane hielt ihre Hand noch eine Weile und nahm Abschied von einer Frau, die sich geopfert hatte, um sie und ihre Crew vor dem Untergang zu bewahren.
Fortsetzung folgt