Kapitel 1: Der Start
Wir schreiben das Jahr 2023 und der Start der Galaxie II stand unmittelbar bevor. Es handelte sich dabei um das größte von Menschenhand gebaute Raumschiff aller Zeiten, das mit einem neu entwickelten Triebwerk getestet werden sollte. Dieses Triebwerk wurde von den beiden genialen Wissenschaftlerinnen des 21. Jahrhunderts entwickelt: Clark und Lexa, die als die Einsteins ihrer Zeit galten. Die beiden sollten auch Teil der Besatzung der Galaxie II sein, offiziell als Mechanikerinnen. "Clark, hast du die letzte Überprüfung des Triebwerks abgeschlossen?" fragte Lexa, als sie das Maschinenleitstand betrat. "Ja, alles scheint in Ordnung zu sein. Wir sind bereit für den Start," antwortete Clark. Neben ihnen gehörten auch Mila, die Kommandantin Leon, unser erster Offizier, Jonas, unser Navigator und Nala, unsere Ärztin zur Besatzung. Das Ziel war es, mit dem neuen Triebwerk eine knappe Lichtgeschwindigkeit zu erreichen. Geplant war, dass die Galaxie II 4 Lichtmonate zurücklegen würde, Messungen durchführen und dann wieder zur Erde zurückkehren würde. Der Flug sollte insgesamt 9 Monate dauern. "Wenn alles nach Plan läuft, werden wir in neun Monaten wieder auf der Erde sein," sagte Mila zu den anderen Besatzungsmitgliedern.
Die Aufregung war spürbar, als die Besatzung ihre Plätze einnahm und die Kontrollen überprüfte. "Startvorbereitungen abgeschlossen. Countdown läuft," sagte die Stimme des Startleiters. "5...4...3...2...1...Start!" rief der Startleiter und die Galaxie II startete in die Weiten des Weltraums. Clark und Lexa saßen an den Kontrollen und überwachten das Triebwerk. "Alles scheint gut zu laufen. Wir haben eine stabile Geschwindigkeit," sagte Clark.
Plötzlich schossen aus dem Antrieb Überladungsblitze heraus und wir konnten nicht sagen, was als Nächstes passieren würde. Doch dann fanden wir uns in einem fremden Teil der Milchstraße wieder. "Wir müssen erst mal versuchen, unseren Standort zu ermitteln und welche Strecke wir zurückgelegt haben", sagte Lexa besorgt. Clark nickte und nahm über die Com-Verbindung mit Mila auf. "Mila, ich muss mit Lexa erst mal Berechnungen anstellen, bevor wir wieder Fahrt aufnehmen. Wir bleiben vorerst im freien Fall." "Okay, wir bleiben hier, bis ihr eure Berechnungen abgeschlossen habt", erwiderte Mila verständnisvoll. Nach unseren theoretischen Berechnungen sollte das Triebwerk 99% der Lichtgeschwindigkeit erreichen. Dies sollte bei diesem Flug getestet werden. Der Test war zwar in die Hose gegangen, aber Lexa und Clark hatten bewiesen, dass unser Antrieb mehr kann als nur knapp die Lichtgeschwindigkeit zu erreichen. Dank den von uns entwickelten Hyperraum-Zapfern stand uns uneingeschränkt Energie zur Verfügung. Nach sechs Stunden hatten Clark und Lexa ihre Berechnungen abgeschlossen. Alle versammelten sich in der Messe, um die Ergebnisse zu hören. "Nach unseren Berechnungen hat die Galaxie II die Lichtgeschwindigkeit überschritten. Wir haben uns drei Stunden im Hyperraum aufgehalten und eine Strecke von 67 Tausend Lichtjahren zurückgelegt. Einsteins Theorie, dass nichts schneller als das Licht ist, kann man in die Tonne treten. Wir haben uns im Hyperraum mit einer Geschwindigkeit von 195640000-facher Lichtgeschwindigkeit bewegt", verkündete Clark stolz. Lexa fügte hinzu: "Ich habe mit unserem Elektronen-Teleskop den Standort des Andromeda-Nebels ermittelt. Er weicht um 2,48 Grad von der Position ab, die man von der Erde aus berechnen würde. Das bedeutet umgerechnet eine Strecke von 67 Tausend Lichtjahren. Somit haben wir zwei unabhängige Berechnungen und es steht eindeutig fest, dass unsere Ergebnisse stimmen." Unsere Kommandantin Mila fragte besorgt: "Was sollen wir nun tun?" Clark überlegte einen Moment und erwiderte dann: "Eins ist sicher, zum Frühstück sind wir noch nicht zu Hause." Alle anwesenden Crewmitglieder lachten.
Kapitel 2: Die grüne Augen
Wir waren bereits seit drei Tagen im Weltraum unterwegs. Nach dem Abendessen unterhielten wir uns und die Stunden vergingen schnell. Um 22 Uhr unterbrach uns Mila, unsere Kommandantin, und sagte: "So, es wird langsam Zeit, dass wir in die Kiste hüpfen. Jonas, du hast heute Nacht die Arschkarte gezogen, du übernimmst die Nachtwache." Alle außer Jonas fuhren mit dem Aufzug zwei Etagen hinunter zu unseren Kabinen. Als Nala ihre Kabine erreichte, bemerkte sie, dass die Tür nicht vollständig geschlossen war und einen Spalt offen ließ. Sie versuchte, die Tür einige Male zu schließen, aber sie blieb offen. Als sie Lexa im Flur sah, bat sie sie: "Lexa, kannst du dich schnell um die Tür kümmern?" Lexa antwortete: "Nala, schau auf die Uhr. Es ist nach 22 Uhr, und ich habe etwas anderes vor. Clark und ich werden uns morgen früh als Erstes darum kümmern." Nala dachte, dass es in Ordnung sei, wenn die Tür über Nacht einen Spalt offen blieb, und antwortete: "Macht nichts, wenn die Tür über Nacht offen bleibt."
Es war kurz nach 2 Uhr, als ein lauter Schrei ertönte. Alle stürmten auf den Korridor. Leon fragte: "Von wem kam der Schrei?" Mila antwortete, dass er aus Nalas Kabine kam. Wir alle betraten Nalas Kabine. Sie hatte das Licht an und saß auf ihrem Bett mit weit aufgerissenen Augen, während ihr ganzer Körper zitterte. Mila fragte: "Was ist los, Nala?" Nala antwortete: "Grüne Augen. Mich haben grüne Augen angestarrt. Ich wurde von einem Geräusch wach, es fiel etwas Licht vom Korridor durch den Spalt der Tür in meine Kabine. Als ich zur Kommode rüber schaute, starrten mich 2 kleine grüne Augen an. Bevor ich das Licht in der Kabine anhatte, waren die Augen wieder verschwunden." Mila versuchte, Nala zu beruhigen und sagte: "Nala, du hast das sicher nur geträumt. Hier an Bord gibt es keine grünen Augen." Wir konnten Nala beruhigen, und als wir in unsere Kabinen zurückkehrten, schliefen wir sofort ein. Es gab keine weiteren Zwischenfälle mehr in der restlichen Nacht.
Beim Frühstück unterhielten wir uns noch über die grünen Augen. "Ich frage mich immer noch, woher die grüne Augen kamen", sagte Nala. "Ich denke, es war nur ein Traum", antwortete Lexa. "Vielleicht hast du recht", stimmte Nala zu. Nach dem Frühstück machten sich Clark und Lexa auf den Weg, um das Problem mit der Tür zu lösen. Sie fuhren mit dem Aufzug hinunter in den Maschinenraum, um Werkzeug zu holen. Die anderen gingen auch ihren eigenen Beschäftigungen nach. Jonas beschloss, ein paar Stunden zu schlafen. Plötzlich hörte Lexa ein Geräusch unter einem Rohr, das ziemlich tief am Boden angebracht war. Sie ließ sich auf die Knie fallen und schaute unter das Rohr. Sie fing an zu grinsen und rief: "Clark, komm schnell her! Ich habe unsere grünen Augen gefunden!" Clark eilte herbei und beugte sich tief hinunter, um unter das Rohr zu schauen. "Oh, wie süß", sagte sie. "Ich gehe schnell zur Küche und bin gleich zurück." Kurz darauf kehrte Clark mit einer Schale Milch zurück, die mit Wasser verdünnt war. Sie stellte es vor den Spalt und wartete. Nach einer halben Stunde nahm Clark Kontakt mit Mila auf und sagte: "Mila, lass alle in der Kommandozentrale versammeln. Lexa und ich haben die grünen Augen gefunden. Wir sind in 10 Minuten da." Mila fragte nicht weiter nach und forderte alle auf in der Kommandozentrale zu kommen. Als Clark und Lexa ankamen, starrten alle auf Lexa. Sie hielt eine Katze in den Armen. "Wie süß", sagte Mila. "Ich vermute, dass die Katze an Bord geschlichen ist, als der Rest der Ausrüstung vor dem Start verladen wurde", sagte Clark. Alle wollten die Katze streicheln, und sie schnurrte glücklich. Leon sagte: "Jetzt müssen wir uns keine Sorgen mehr machen, dass wir jemals Mäuse an Bord haben." Alle lachten. Lexa sagte: "Jetzt müssen wir nur noch einen passenden Namen für die Katze finden."
Kapitel 3: Die Androidin
Morgens nach dem Frühstück sagte die Kommandantin Mila zu den anderen: "Heute wollen wir mal einen Ruhetag einlegen. Ich werde heute den Dienst in der Kommandozentrale übernehmen, und ihr könnt euch frei machen." Alle freuten sich über diese Nachricht. Clark nutzte die Gelegenheit, um Mila zu fragen: "Können Lexa und ich an unserem Projekt weiterarbeiten? Im Maschinenraum ist sonst auch alles in Ordnung." Mila antwortete: "Ja, ihr könnt gerne weitermachen." Clark und Lexa verließen daraufhin den Frühstückstisch und begaben sich zum Labor, das drei Etagen tiefer lag. Leon, war neugierig und fragte Mila: "Wovon sprechen die beiden? Von welchem Projekt?" Mila antwortete: "Ich weiß es nicht genau. Kurz vor dem Start wurde eine große Kiste von den beiden verladen und ins Labor gebracht. Sie erhielten die Erlaubnis von der Regierung, diese Kiste mitzunehmen. Aber was sich darin befindet, ist ein großes Geheimnis."
Als Clark und Lexa das Labor erreichten, holten sie aus dem kleinen angrenzenden Lagerraum die große Kiste hervor, welche Rollen hatte. Lexa schloss die Kiste an die Energieversorgung des Raumschiffs an, während Clark den Deckel öffnete. Neben einem Pult mit Tastatur, vielen Köpfen und Kontrollanzeigen lag vor ihnen eine wunderschöne nackte Frau mit langen roten Haaren und leicht grünlichen Augen. Lexa sagte: "Ich schließe sie an, dann können wir die restliche Programmierung vornehmen." Lexa öffnete eine winzige Buchse hinter dem rechten Ohr der Frau und steckte ein Kabel hinein. Clark erwiderte: "Dann lass uns die restliche Programmierung abschließen." Nach vier Stunden hatten sie die Arbeit vollendet. Lexa fragte: "Sollen wir sie aktivieren?" Clark antwortete: "Nein, ich denke, wir brauchen die Erlaubnis unserer Kommandantin."
Clark nahm über die Sprechanlage Kontakt mit Mila auf: "Mila, könntest du bitte ins Labor kommen und uns eine Satz Kleidung mitbringen? Das Bord-Kombi, Schuhe und Unterwäsche beinhalten." Jonas hatte das Gespräch mitgehört und sagte zu Mila: "Ich bin gespannt, wer von den beiden jetzt komplett verschmutzt ist", und lachte. Mila antwortete: "Kein Problem, ich werde in 10 Minuten da sein." Als Mila das Labor betrat und sah, was in der Kiste lag, schrie sie auf und fragte: "Habt ihr mir eine Frauenleiche hierher geschleppt?" Wir beide lachten und Lexa erklärte: "Nein, es ist eine Androidin." Clark fragte: "Dürfen wir sie aktivieren?" Mila antwortete: "Nein, ich will erst alles über sie wissen." Clark berichtete: "Lexa und ich haben die Androidin konstruiert. Sie verfügt über ein Titan-Exoskelett, das zehnfache Kraft einer Frau besitzt. Ihre Haut ist eine von uns gezüchtete Biohaut, sehr menschenähnlich und extrem widerstandsfähig. Eine Atomzelle stellt ihre Energieversorgung sicher, die für 120 Jahre ausreicht. Ihre Augen haben die Sehkraft eines Adlers, ihr Gehör und Geruchssinn stehen dem eines Hundes in nichts nach. Sie verfügt über eine sehr leistungsstarke Positronik und eine riesige Datenbank. Uns ist ein Quantensprung in der Androiden-Technologie gelungen. Wir konnten einen Plasma-Klumpen züchten, der einem menschlichen Gehirn ähnelt, und ihn mit der Positronik verknüpfen." Das Gehirn von der Androidin ist momentan leer, ähnlich wie bei einem Neugeborenen, aber es wird ihr ermöglichen, Gefühle zu empfinden und kreativ zu werden. Obwohl sie am Anfang eher wie ein Roboter sein wird, da sie noch lernen muss, was einen Menschen ausmacht, hat das Gehirn vollen Zugriff auf die Positronik und die Datenbank.
"Kann sie uns gefährlich werden?", fragte Mila. "Zu 99% nein", antwortete Lexa. "In ihrer Grund-Programmierung sind die 3 Roboter-Gesetze verankert. Das erste besagt, dass ein Roboter kein menschliches Wesen verletzen oder durch Untätigkeit Schaden zufügen darf. Das zweite besagt, dass ein Roboter den ihm gegebenen Befehlen gehorchen muss, sofern sie nicht gegen das erste Gesetz verstoßen. Und das dritte besagt, dass ein Roboter seine eigene Existenz schützen muss, solange dies nicht gegen Gesetz eins oder zwei verstößt." Mila hatte noch eine Frage: "Und was ist mit den 1%?" Clark antwortete: "Das ist das eine Prozent, das wir nicht berechnen können. Wir wissen nicht, wie ihr Plasma-Gehirn zu den Roboter-Gesetzen steht." Nachdem Mila kurz überlegt hatte, sagte sie schließlich: "Aktiviere sie."
Lexa drückte einen kleinen Schalter, der unter der Haut hinter ihrem rechten Ohr versteckt war. Die Androidin öffnete ihre Augen und richtete ihren Oberkörper auf, schaute sich um und nahm ihre Umgebung wahr. Mila, die überrascht von der plötzlichen Aktivierung der Androidin war, fragte: "Wie heißt du und wer bist du?" Die Androidin antwortete: "Ich heiße Lunaria und bin eine Androidin. Ein Androide unterscheidet sich von anderen Robotern vor allem durch seinen noch menschenähnlichen Körperbau und menschliche Gesichtszüge. Idealerweise besteht ein Androide aus Material, das menschlichem Gewebe ähnelt, einschließlich einer Hülle, die der Haut entspricht." Mila nickte verständnisvoll und fragte weiter: "Wie unterscheidet sich ein Android von anderen humanoiden Robotern?"
Die Androidin antwortete: "Eine abstraktere Unterscheidung zwischen Androiden und anderen humanoiden Robotern erfolgt durch die Betrachtung der Akzeptanz, die ein menschlicher Beobachter Robotern entgegenbringt, die einem Menschen mehr oder weniger ähnlich sind. Wenn ein (humanoider) Roboter deutlich als solcher zu erkennen ist und menschliche Eigenschaften aufweist, wird dies als angenehm und positiv empfunden. Wenn die Menschenähnlichkeit aber weiter zunimmt, beginnt der Beobachter, die vermeintlichen Defizite (in der Bewegungsfähigkeit, bei der Sprache usw.) nach tatsächlichen menschlichen Maßstäben zu beurteilen und die Akzeptanz nimmt ab. Erst mit zunehmender Menschenähnlichkeit und wachsender Perfektion steigt die Akzeptanz wieder. In diesem Bereich hoher Menschenähnlichkeit spricht man von Androiden. Von einer mechanischen Puppe unterscheidet sich ein Androide durch seine besonders hoch ausgeprägte Fähigkeit, sich wie ein Mensch zu bewegen". "Und warum bin ich nackt?". Lexa antwortete: "Deine Sachen waren in der Reinigung. Mila hat sie dir gebracht." Mila übergab Lunaria ihre Kleidung und sie zog sich an. Als sie fertig war, wandte sich Lunaria an Clark und Lexa und fragte: "Seid ihr Clark und Lexa, die mich konstruiert haben?" Die beiden antworteten: "Ja." Lunaria schaute zu Mila und fragte: "Und wer bist du?" Mila antwortete: "Ich bin Mila, die Kommandantin dieses Raumschiffs." Mila sagte: "Lass uns in die Kommandozentrale gehen. Die anderen werden auch dort sein." Als wir die Kommandozentrale betraten, waren alle anderen anwesend. Alle schauten auf Lunaria, besonders Leon und Jonas musterten sie von oben bis unten. Lunaria fragte Mila: "Wollen die beiden Männer mit mir Sex haben?" Bevor Mila antworten konnte, sagte Lunaria zu Jonas und Leon: "Meine Herren, ich beherrsche perfekt alle Stellungen aus dem Buch Kamasutra." Wir sahen, wie Leon und Jonas bis hinter die Ohren rot wurden. Leon sagte schnell: "Och Mensch, ich habe noch etwas zu tun." Jonas sagte: "Ich werde dir helfen, Leon." Sex mit einer Androidin zu haben, war den beiden denn doch zu unheimlich. Sie verließen schnell die Kommandozentrale. Wir Mädchen fingen schallend an zu lachen. Lunaria fragte Clark: "Habe ich etwas Falsches gesagt?" "So, wie sie dich angestarrt haben, war das genau die richtige Antwort", antwortete Clark.
Kapitel 4: Das schwarze Loch
Zwei Tage später sagte Mila: "Wir brauchen einen Plan, wie wir unsere Erde wiederfinden können." Wir saßen alle am Tisch und waren beim Abendessen. Lunaria sagte: "Ich war so frei und habe gestern die Daten aus dem Logbuch hochgeladen und weiß jetzt, was seit dem Start der Galaxie II alles an Bord passiert ist." Mila rief lauter als beabsichtigt: "Was hast du getan? Nur ich habe Zugang zum Logbuch. Du kannst nicht einfach die Daten hochladen!" Lunaria antwortete: "Wie du siehst, Mila, kann ich das." Mila war sprachlos. Lunaria wandte sich an Clark und fragte: "Habe ich etwas falsch gemacht?" "Wenn es um solche Dinge oder Ähnliches geht, solltest du Mila um Erlaubnis bitten. Sie ist unsere Kommandantin", sagte Clark. Lunaria entschuldigte sich bei Mila und sagte: "Aber je mehr Informationen ich habe, desto besser kann ich der Galaxie II und ihrer Mannschaft helfen." Lunaria fuhr fort: "Ich habe auch noch einmal die Berechnungen von Clark und Lexa überprüft. Sie sind korrekt. Wir befinden uns 67.000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Ich habe auch noch einmal die Sternbilder unseres Elektronenteleskops mit meiner Datenbank abgeglichen. Es sind keine bekannten Sternbilder zu erkennen. Somit wissen wir nur die Entfernung zur Erde. Mein Vorschlag wäre, einen weiteren Hypersprung zu machen. Aber da wir den Hypersprung nicht kontrollieren können, besteht ein gewisses Risiko. Vielleicht haben wir Glück und können ein Sternbild ausmachen, um unsere genaue Position zu bestimmen." Mila sagte: "Das ist ein guter Plan. Wir starten morgen."
Am nächsten Morgen hatten wir nach einer Stunde die Startvorbereitungen abgeschlossen. Clark und Lexa hielten sich im Maschinenraum auf und überprüften den Antrieb erneut. Alles war in Ordnung, und sie gaben Mila grünes Licht für den Start. Alle Besatzungsmitglieder waren angeschnallt auf ihren Plätzen. Lunaria hielt sich in der Kommandozentrale auf und hatte bislang keine Aufgabe, außer einer. Mila hatte Lunaria gebeten, auf unseren Kater Paulchen aufzupassen. Lunaria hatte Paulchen auf ihrem Schoß und hielt ihn fest. Der Kater schnurrte zufrieden. Nachdem Mila ans Steuerpult gegangen war, sagte sie: "Wir starten."
Der Maschinenraum und die Kommandozentrale waren durch eine COM-Anlage verbunden, so dass Lexa und Clark alles hören konnten, was in der Kommandozentrale gesprochen wurde. Mila gab das Signal, das Triebwerk auf volle Leistung hochzufahren. Nach kurzer Zeit erreichte die Galaxie II 99% der Lichtgeschwindigkeit und trat in den Hyperraum ein. Fünf Minuten später bremste Mila das Triebwerk ab und das Raumschiff kehrte in den Normalraum zurück. Mila, Leon, Jonas und Nala starrten auf den Panorama-Schirm. Lunaria sprach ruhig: „Vor uns befindet sich ein schwarzes Loch. Ein schwarzes Loch ist ein Objekt, das in seiner unmittelbaren Umgebung innerhalb des Ereignishorizonts eine so starke Gravitation erzeugt, dass weder Materie noch Information, wie Licht oder Radiosignale, diese Umgebung verlassen können. Nach der allgemeinen Relativitätstheorie verformt eine ausreichend kompakte Masse die Raumzeit so stark, dass sich ein schwarzes Loch bildet.“ Mila sagte: „Das sehen wir auch, es sieht aus wie das Tor zur Hölle.“ Lunaria antwortete: „Das Tor zur Hölle wird im Allgemeinen als ein Loch in der Erde vom Feuer umringt beschrieben. Ich sehe nur ein schwarzes Loch, nicht mal eine brennende Kerze ist in der Nähe. Deshalb gehe ich mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,99999% davon aus, dass deine Vermutung falsch ist, Mila.“ Mila ging nicht weiter auf Lunarias Aussage ein und fragte stattdessen Leon und Jonas: „Was sollen wir jetzt tun?“ Leon antwortete: „Ähhhhhhh“, und Jonas sagte: „Hmmmmmm.“ Leon fuhr fort: „Ich habe die Daten in unsere Bord-Positronik eingegeben, aber ich habe noch kein Ergebnis.“ Lunaria sah auf die Instrumente und sagte: „Wir befinden uns bereits im Gravitationsfeld und werden vom Schwarzen Loch angezogen.“ Mila entschied: „Wir werden versuchen, mit vollem Schub aus dem Gravitationsfeld herauszukommen.“ Lunaria sagte: "Mila, das wäre auch eine Art, uns alle umzubringen. Dein Vorhaben ist eindeutig eine Fehlentscheidung. Wenn die Anziehungskraft und die Schubkraft gegeneinander kämpfen, wird die Galaxie II in Stücke gerissen. Wir können nur überleben, wenn wir die Anziehungskraft vom schwarzen Loch zu unserem Vorteil nutzen und genau Kurs auf das schwarze Loch halten, voll beschleunigen und in den Hyperraum verschwinden. Du hast noch genau 4 Minuten und 8 Sekunden Zeit, dich zu entscheiden". Mila dachte: "Du hast noch 4 Minuten und 8 Sekunden, um dich zu entscheiden, bo eh" und sagte dann laut: "Bist du irre, Lunaria? Ich soll direkt in die Hölle fliegen?" Lunaria antwortete: "Nicht in die Hölle, nur direkt auf das schwarze Loch zu, oder wir werden sterben". Mila wandte sich an Clark und Lexa und fragte: "Könnt ihr Lunarias Berechnungen bestätigen?" Lexa antwortete: "So schnell können wir es nicht berechnen, die Zeit ist zu knapp." Clark fragte Mila: "Vertraust du Lunaria?" Mila stand vor ihrer schwersten Entscheidung dieser Mission. Sollte sie auf ihr Bauchgefühl hören und doch versuchen, dem Gravitationsfeld zu entkommen, oder sollte sie auf eine Androidin hören, die sie erst seit ein paar Tagen kannte? Sie starrte Lunaria an und sagte dann: "Ran mit dir an das Steuerpult, das Raumschiff gehört dir." Das Raumschiff hatte schon leichte Vibrationen. Lunaria schob den Schubregler ganz hoch über die 100%-Marke auf 120%. Das Triebwerk brüllte auf, Lunaria nahm genau Kurs auf das schwarze Loch. Es war ein ohrenbetäubender Lärm im Schiff.
Clark meldete sich bei Lunaria: "Die 120% macht das Triebwerk nicht lange mit. In 8 Minuten wird das Triebwerk uns um die Ohren fliegen." Lunaria antwortete: "Die Zeit reicht mir." Das Raumschiff beschleunigte extrem schnell dank der immer stärker werdenden Anziehungskraft des Schwarzen Lochs. Die Vibrationen nahmen extrem zu. Leon schrie von hinten: "In 12 Sekunden wird es zu den ersten Rissen in den Hüllen kommen." Lunaria sagte: "Ich brauche nur noch 10 Sekunden, also haben wir noch ein Zeitfenster von 2 Sekunden. Es ist doch cool, oder?" Nachdem die 10 Sekunden abgelaufen waren, glitt das Raumschiff hinüber in den Hyperraum. Nach 2 Sekunden nahm Lunaria den Schub wieder zurück, und das Raumschiff fiel in den Normalraum zurück. Vom Schwarzen Loch war nichts mehr zu sehen. Mila sagte: "Danke, Lunaria. Du hast uns den Arsch gerettet."
Kapitel 5: Der Brummkreisel
Als Clark und Lexa wieder in der Kommando-Zentrale waren, sagte Clark: "Ihr wisst doch, mit dem Triebwerk können wir keinen kontrollierten Sprung machen. Wenn wir auf Überlicht gehen, landen wir irgendwo, aber sicherlich nicht da, wo wir hin wollen. Wir müssen uns erstmal etwas einfallen lassen, um gezielte Sprünge machen zu können. Selbst Lunaria ist noch nicht auf eine Lösung gekommen." Alle schwiegen. Plötzlich sagte Lexa: "Ich habe eine Idee! Wir brauchen einen Brummkreisel." Clark antwortete: "Boah, warum bin ich da nicht drauf gekommen? Die Idee ist super." Leon fragte: "Wie, ein Brummkreisel?" Clark fragte: "Weißt du, was ein Brummkreisel ist?" "Ja, das weiß ich. Wenn man den Stab wie ein Irrer hoch und runter bewegt, fängt er an, schnell zu drehen", antwortete Leon. "Genau, Leon. Und was ist noch eine Besonderheit von einem Brummkreisel?", fragte Clark. "Ähh, ich weiß nicht. Was denn?", antwortete Leon. "Wenn ein Brummkreisel schnell dreht und man ihn anstößt, versucht er, sich wieder aufzurichten. Mit anderen Worten, die Achse versucht immer die gleiche Position zu halten. Diese Technologie wurde in den 1940er Jahren bei Torpedos als Steuergerät angewandt", erklärte Clark. Lexa sagte: "Und wir brauchen etwas, das die Geschwindigkeit reguliert." Lunaria schlug vor: "So etwas wie einen Tempomat bei Autos." "Richtig", stimmte Lexa zu. Leon sagte: "Meine Damen, lasst euch nicht aufhalten. Dann bastelt mal so ein Gerät." Lexa sagte: "Ja, meine Damen, dann basteln wir mal so ein Gerät. Leon, dir sollte klar sein, dass dieses Gerät im fünfdimensionalen Raum arbeiten muss. Es ist nicht einfach, mal eben so ein Gerät zu basteln." Clark sagte: "Komm, Lexa und Lunaria, lasst uns mit der Arbeit beginnen. Zuerst müssen wir an der Formel arbeiten."
Wir waren zu dritt und jeder von uns holte sich einen Block und einen Stift, um an der Formel zu arbeiten. Die anderen Besatzungsmitglieder ließen uns in Ruhe. Wir verbrachten viele Stunden damit, uns auf die Formel zu konzentrieren. Ab und zu kam Paulchen, der Kater, um gestreichelt zu werden. Wir warfen immer wieder zerknüllte Papierblätter in den Papierkorb. Die Besatzung konnte uns oft fluchen, streiten, lachen und manchmal in Stille verharren hören. Nach 13 Stunden hatten wir endlich die richtige Formel gefunden. Wir teilten der Besatzung mit, dass wir erfolgreich waren. Mila lobte uns und sagte: "Das habt ihr gut gemacht". Clark meinte: "Jetzt müssen wir uns daran machen, den Konstruktionsplan zu entwerfen". Lexa und Clark entschieden sich, sich erst einmal auszuruhen, während Lunaria bereits mit der Arbeit begann. Wie wir alle wussten, brauchte sie keinen Schlaf.
Am nächsten Morgen setzten wir unsere Arbeit fort und hatten am frühen Nachmittag den Plan fertiggestellt. Wir legten ihn der Besatzung vor, aber keiner von ihnen konnte etwas damit anfangen. Leon wurde langsam klar, dass Clark und Lexa mehr waren als nur einfache Raketen-Mechaniker, irgendein Geheimnis umgab sie. Die beiden hatten die Galaxie II größtenteils mitkonstruiert und den Antrieb entwickelt. Zudem hatten sie einen Quantensprung in der Androiden-Technologie gemacht. Lexa fragte Lunaria: "Haben wir alle Teile in unserem Lager, um das Gerät herzustellen?" Lunaria bejahte dies und wir drei begaben uns in die Werkstatt, um das Gerät zu bauen. Nach 4 Tagen war es fertiggestellt. Nun mussten wir es nur noch einbauen. Clark und Lunaria kümmerten sich darum, während Lexa in die Kommandozentrale ging, um das Steuerpult und Navigationspult, die Schaltanlagen sowie die Verkabelung vorzunehmen. Nach weiteren 3 Tagen war alles fertiggestellt. Clark wandte sich an die Besatzung und sagte: "Wir haben den 'Tempomat' auf 8,76 Milliarden-fache Lichtgeschwindigkeit eingestellt. Dadurch können wir in einer Stunde 500 Lichtjahre zurücklegen. Ich empfehle, keine größeren Sprünge als 1000 Lichtjahre zu machen. Dann sollte die Treffergenauigkeit mit einer Toleranz von einer Million Kilometern genau sein - in kosmischen Maßstäben ist das nichts." Wir beschlossen, einen Sprung von 500 Lichtjahren zu machen, um vielleicht ein Sternenbild zu finden, an dem wir uns orientieren konnten. Der Sprung gelang ohne Probleme.
Kapitel 6: Der Zeitenwandler
Wir waren in ein Sonnensystem eingetreten, das aus einer Sonne und 3 Planeten bestand. Unsere Ortung lief auf Hochtouren. Es stellte sich heraus, dass der zweite Planet dem der Erde ähnelte. Mila fragte: "Sollen wir uns den mal genauer ansehen?" Wir stimmten zu. Als wir in die Umlaufbahn des Planeten eintraten, schickten wir eine Sonde aus, um Informationen zu sammeln. Nachdem wir die Daten ausgewertet hatten, fanden wir heraus, dass es sich um eine Wasserwelt handelte. Dreiviertel des Planeten waren mit großen Seen bedeckt. Die Luft war atembar und das Land war größtenteils von Pflanzen bedeckt. Es schien, dass es nur kleine Tiere gab und die Durchschnittstemperatur bei 25 Grad lag. Es schien eine paradiesische Welt zu sein.
Mila sagte: "Was haltet ihr davon, wenn wir eine Woche Urlaub auf dem Planeten machen und uns die Beine vertreten?" Alle waren einverstanden. "Wir werden mit der Galaxie II landen", sagte Mila und Nala fügte hinzu: "Aber in der Nähe eines Sees ich möchte baden."
"Wir bereiten uns auf die Landung vor", sagte Mila und ihre Crew nickte zustimmend. "Geschwindigkeit auf 5000 km/h reduzieren und die Bremsdüsen einsetzen", befahl sie. Während die Galaxie II in die Atmosphäre eindrang, schützte der Energieschirm das Raumschiff vor der Reibungshitze. "Die Geschwindigkeit wird langsamer, wir sind bei 5000 Kilometern", sagte Mila und das Raumschiff konnte sich langsam umdrehen, um das Antigrav-Triebwerk zu aktivieren. Die Galaxie II näherte sich dem Boden langsam und vorsichtig. "Landestützen ausfahren und automatisch verankern", befahl Mila und die Landestützen berührten den Boden und verankerten sich sofort. Das Raumschiff konnte jetzt Windgeschwindigkeiten von 300 km/h standhalten, ohne umzukippen. "Wenn es nötig ist, können wir immer noch die riesigen Spannseile benutzen, um das Raumschiff vor dem Umkippen zu schützen", sagte Mila. "Mit diesen Seilen können wir sogar Windgeschwindigkeiten von 650 km/h widerstehen." Die Crew atmete erleichtert auf, als die Galaxie II endlich sicher gelandet war.
Wir hatten beschlossen, uns erst einmal im Meer zu erfrischen. Lunaria sagte: "Ich werde die erste Wache bis morgen früh übernehmen." Die anderen eilten in ihre Kabinen, um ihre Badesachen zu holen. Als Mila ihre Kabine betrat, ließ sie die Tür einen Spalt offen und hatte das Gefühl, dass sie beobachtet wurde. Sie dachte: "Es wird Zeit, dass ich mich auch mal ein bisschen erhole. Langsam fange ich an, Gespenster zu sehen." Plötzlich kam Paulchen durch den Spalt in der Tür und sprang auf Milas Bett. "Willst du mich mal besuchen, Paulchen?", fragte Mila. Paulchen miaute nur. Mila legte ihre Halskette ab, die ihr sehr wichtig war, und legte sie auf den Nachttisch, um zu vermeiden, dass sie beim Baden verloren ging. Während sie ihren Kleiderschrank nach ihren Badesachen durchsuchte, bemerkte sie nicht, wie Paulchen mit seiner Pfote an ihrer Halskette spielte. Paulchen schleuderte die Kette hoch und ausgerechnet in diesem Moment landete sie auf Paulchens Kopf und rutschte bis zu seinem Hals hinunter. Paulchen erschrak so sehr, dass er mit der Kette um den Hals aus Milas Kabine verschwand. Mila hatte nichts davon bemerkt.
Wir alle trafen uns am Strand. Nala war als Erste im Wasser. Als der Nachmittag zu Ende ging und wir alle gebadet und auch ein Sonnenbad genommen hatten, schlugen unsere Männer vor, ob wir heute Abend grillen sollten. Alle waren damit einverstanden. Nachdem wir alle geduscht hatten, bauten die Männer draußen den Grill auf und wir Mädels bereiteten das Essen vor. Alle halfen, außer Mila, die nicht aus ihrer Kabine kam. Nach einer Stunde waren wir am Grill, das erste Fleisch war bereits drauf, und Mila war immer noch nicht da. "Wo ist Mila?" fragte Leon. Lexa antwortete: "Sie ist wohl noch in ihrer Kabine." Leon wollte losgehen, um zu sehen, ob bei Mila alles in Ordnung war, da kam sie schon und sagte: "So eine verfluchte Scheiße, meine Halskette ist weg, und ich weiß zu 100 %, dass ich sie auf den Nachttisch gelegt habe, als wir unsere Badesachen holten, damit ich sie nicht verliere. Ich habe meine ganze Kabine auf den Kopf gestellt, aber ich konnte sie nicht finden. Und ihr wisst, wie wichtig mir die Kette ist." Clark sagte: "Mila, lass uns jetzt einen schönen Abend haben. Morgen helfen wir alle suchen."
Es war ein wunderschöner Abend. Wir haben köstlich zu Abend gegessen und uns anschließend ein Lagerfeuer gemacht. Jonas hatte seine Gitarre dabei und spielte uns einige Stücke vor, während wir mitsangen. Tief in der Nacht fielen wir müde in unsere Betten und schliefen sofort ein. Am nächsten Morgen fragte Mila Lunaria, ob alles in der Nacht in Ordnung gewesen sei. Lunaria antwortete: "Eigentlich ja. Heute Morgen habe ich die Ortung erneut durchgeführt und ein metallisches Objekt in 63 Kilometern Entfernung geortet. Unsere Sonde konnte es wahrscheinlich nicht orten, da es in einer Senke steht." Clark sagte: "Das werde ich mir ansehen." Wie aus einem Mund sagten Lexa und Lunaria: "Wir werden mitkommen." "Ihr beide solltet auch einmal Urlaub machen und nicht immer arbeiten", sagte Mila. Leon sagte: "Ich werde die drei Damen begleiten. Wir nehmen einen Allzweckpanzer."
Nachdem wir die Ausrüstung im Panzer verstaut und ausgeschleust hatten, machten wir uns auf den Weg. Nach einer Stunde erreichten wir unseren Zielort. Wir staunten nicht schlecht, als wir das sahen: Ein metallischer Zylinder von etwa 70 Metern Höhe und einem Durchmesser von 30 Metern, dessen Dach abgerundet war. "Und meine Damen, was ist das?" fragte Leon. "Woher sollen wir das wissen, Leon?", antwortete Clark. "Aber sicherlich gibt es hier einen Eingang." Lunaria sagte: "Nach dem teilweise bewachsenen Zustand der Wände würde ich sagen, dass hier mindestens seit 70 Jahren niemand mehr war." Leon ordnete an, dass wir unsere Waffen mitnehmen sollten. Wir begannen, nach einem Eingang zu suchen. Hinter einem Gebüsch fanden wir eine Tür, die jedoch durch einen Code verschlossen war. Lunaria machte sich sofort daran, den Code zu knacken. Sie brauchte zwei Stunden dafür und sagte: "Der Code war wirklich schwer. Das Schloss hat kein Stümper gebaut."
Wir betraten den Zylinder und sofort gingen aus versteckten Scheinwerfern Lichter an und ein leises Summen ertönte. Lexa sagte: „Nach unserem Eintritt ist eine Maschine angelaufen.“ Nach ein paar Metern betraten wir einen größeren Raum. Clark sagte: „Schaut mal da, es scheint ein kleines Raumschiff zu sein, und dies hier ist der Hangar.“ Leon sagte: „Ich werde wieder zum Panzer gehen, meine Füße hochlegen und darauf achten, dass keine bösen Jungs kommen. Ihr habt ja Lunaria, die auf euch aufpasst.“ Wir fanden den Weg nach oben und schauten uns alles an und fingen heftig an zu diskutieren, was es wohl sein könnte. Als der Tag dem Ende zuging, machten wir uns auf den Weg zur Galaxie II, um am nächsten Tag wiederzukommen. Das ging 7 Tage so. Wir verstanden von Tag zu Tag das Gerät besser. Mila sagte: „Können die beiden auch etwas anderes als nur arbeiten?“ Nach dem 7. Tag wussten wir, was es war, wie es arbeitete und dank Lunarias Tausenden Aufzeichnungen sollten wir es eines Tages auch nachbauen können. Heute Abend versammelten sich alle in der Messe am Tisch und Clark begann zu berichten: „Was wir gefunden haben, ist so unglaublich, dass ich es selbst nicht glaube.“
Mila sagte: "Nun spannt uns nicht länger auf die Folter, was ist das?" Clark berichtete weiter: "Wir nennen es Zeitenwandler." Jonas fragte: "Und was ist das?" Clark antwortete: "Um es einfach auszudrücken, eine Zeitmaschine." Leon warf ein: "So ein Quatsch, man kann nicht durch die Zeit reisen." Lexa sagte: "Leon, bevor wir von der Erde gestartet sind, hast du auch nicht geglaubt, dass man schneller als das Licht fliegen kann." Clark fuhr fort: "Wer auch immer dieses Gerät konstruiert hat, ist uns technisch weit überlegen. Für sie sind wir nur Höhlenbewohner. Und ich gebe zu, der Vergleich stimmt. Morgen wollen wir eine Reise durch die Zeit mit dem Gerät machen." Mila sagte sofort: "Kommt überhaupt nicht infrage. Ich lasse es nicht zu, dass ihr drei euch in Gefahr begebt. Niemand weiß, was wirklich passieren wird." Doch nach einiger Zeit konnten Clark und Lexa Mila doch überzeugen, die Zeitreise zu machen. Sie versprachen, dass Lunaria nicht mitkommen würde. Und wenn etwas schief gehen sollte, könnte sie uns vielleicht helfen. Es war gut, dass Mila nicht wusste, was passieren würde, wenn Clark und Lexa in der Zeitlinie verloren gingen, denn dann gäbe es keine Hilfe mehr.
Am nächsten Morgen machte die Mannschaft mit den beiden Allzweckpanzern sich auf den Weg zur Zeitmaschine. Nala blieb als Bordwache zurück. Als wir an der Zeitmaschine ankamen, erklärte Lexa der Besatzung: "Wir wollen genau sieben Tage in der Vergangenheit verweilen und zwar kurz vor der Landung unserer Galaxie II hier auf dem Planeten. In 15 Minuten starten wir." Mila überlegte, ob sie Clark und Lexa das Experiment verbieten sollte, doch sie konnte es jetzt nicht mehr tun. Lexa und Clark betraten die Zeitmaschine und begaben sich in die Kommandozentrale, um die Einstellungen vorzunehmen. Sie stellten das genaue Datum ein und programmierten die Zeitmaschine so, dass sie relativ langsam in die Vergangenheit reisen sollte. Als Lexa den Startknopf drückte, wurde das Kraftwerk etwas lauter und auf dem Panoramaschirm wechselte das Bild schnell sieben Mal zwischen Tag und Nacht. Dann wurde das Kraftwerk wieder leiser und wir waren am Ziel unserer Reise angekommen.
Wir verließen die Zeitmaschine unserer Mannschaft und sahen, dass die beiden Panzer verschwunden waren. Anschließend stiegen wir in das kleine Raumschiff ein, die Hangar-Tore glitten zur Seite und wir überbrückten die Strecke zum Landeplatz der Galaxie II. Nachdem wir ausgestiegen waren, schauten wir in den Himmel und sahen, wie die Galaxie II im Landeanflug war und landete. Clark sagte zu Lexa: "Komm, lass uns sehen, wo Mila ihre Kette gelassen hat". Wir schlichen an Bord zur Kommandozentrale. Wir sahen uns selbst und hörten, wie die Besatzung miteinander redete. Lexa sagte: "Ich wusste gar nicht, dass ich beim Gehen so mit dem Arsch wackele". Clark fing an zu lachen. Uns wurde schnell klar, dass wir für die Besatzung unsichtbar waren und wie Geister in keiner Art und Weise in die Geschehnisse eingreifen konnten. Wir verfolgten Mila zu ihrer Kabine, als sie die Badesachen holen wollte und konnten auch beobachten, wie Paulchen mit ihrer Kette spielte und die Kette schließlich an Paulchens Hals hing, als er die Kabine verließ. Wir folgten Paulchen, als er zu einer seiner Lieblingsstellen im Maschinenraum ging und sich zum Schlafen hinlegte. Dabei glitt die Kette von Paulchens Hals, so dass wir wussten, wo Milas Kette war. Nach sechs Stunden kehrten wir zur Zeitmaschine zurück und pünktlich nach sieben Stunden erschien die Zeitmaschine wieder. Unsere Besatzung war froh.
Mila sagte: "Bin froh, dass ihr wieder da seid, berichte Clark". Clark antwortete: "Werde an Bord der Galaxie II berichten, dann bekommt Nala auch gleich den Bericht mit". Als wir alle in der Kommandozentrale waren, sagte Lexa zu Mila: "Komm du erst mal mit". Clark, Lexa und Mila gingen in den Maschinenraum zu Paulchens Platz. Lexa sagte: "Schau mal da, Mila". "Da ist ja meine Kette, woher wusstet ihr, dass meine Kette hier ist?". "Das erklären wir in der Kommandozentrale", antwortete Lexa. Clark begann zu berichten, zuerst über die Vergangenheit und sagte zu Mila: "Als du in deine Kabine gingst, um deine Badesachen zu holen, gingen wir hinterher. Du sagtest, du fühltest dich beobachtet, das waren wir. Wir sahen, wie Paulchen mit deiner Kette spielte und sie sich um seinen Hals verfing. Danach folgten wir Paulchen und sahen, wo er die Kette wieder verloren hatte". Mila sagte: "Wenn ich das nächste Mal etwas verliere, gehe ich nicht ins Fundbüro, sondern springe gleich in eine Zeitmaschine". Alle lachten.
"Könnt ihr euch vorstellen, was wir für Möglichkeiten hätten, wenn wir eine Zeitmaschine auf der Erde hätten?", sagte Clark. "Man könnte 160 Millionen Jahre in die Vergangenheit reisen und sehen, wie die Dinosaurier ausgestorben sind. Oder wir könnten herausfinden, was wirklich in Roswell passiert ist. Und wer weiß, was wir noch alles entdecken könnten. Vielleicht müsste sogar einiges in den Geschichtsbüchern umgeschrieben werden." "Das wäre unglaublich!", sagte Mila. "Ich würde gerne wissen, ob es wirklich Atlantis gegeben hat." "Auf jeden Fall", sagte Clark. "Und was ist mit der Frage, wer die Pyramiden gebaut hat? Wir könnten das Rätsel endlich lösen."
Zwei Tage später waren Leon und Mila am Strand, als Leon zu Mila sagte: "Guck mal, die Drei. Die hecken sicherlich wieder etwas aus." Leon meinte Clark, Lexa und Lunaria. Clark kam zu Mila und sagte: "Mila, wir würden gerne das kleine Raumschiff des Zeitenwandlers an Bord nehmen, am liebsten den ganzen Zeitenwandler, aber der ist leider zu groß." "Warum das, Clark?" fragte Mila. "Weil sehr interessante Technologie im Raumschiff steckt, die wir in Ruhe studieren können. Und Lunaria sagte, dass das Schiff über einen extrem guten Anti-Ortungsschutz verfügt. Damit könnten wir unbemerkt Planeten anfliegen." Mila fand die Idee gut und Leon meinte: "Haben wir genug Platz im Hangar?" Darauf antwortete Clark: "Wir müssen unsere Gleiter und Panzer umstellen, dann sollte genug Platz sein." Leon scherzte: "Ihr Weiber könnt uns Kerle auch keine 5 Minuten am Strand liegen sehen, aber erst mal wollen wir testen, ob der Anti-Ortungsschutz wirklich so gut ist." Leon rief zu Jonas hinüber: "Kannst du Clark und Lexa mit dem Panzer zum Zeitenwandler bringen? Wir wollen einen Test machen. Clark, in einer Stunde bin ich an unseren Ortungsgeräten. Dann schauen wir mal."
Nachdem Jonas, Clark und Lexa den Zeitenwandler erreicht hatten, starteten die beiden das kleine Raumschiff und steuerten Kurs auf die Galaxie II. Über Funk meldete sich Leon zu Wort: "Wann wollt ihr beiden Hübschen denn mal starten? Ich sitze hier schon eine halbe Stunde an den Ortungsgeräten." Lexa antwortete: "Wir kreisen schon seit 15 Minuten in einer Höhe von 350 Metern und einem Abstand von 300 Metern um die Galaxie II herum." Leon erwiderte: "Ich sehe nichts auf dem Ortungsschirm. Der Anti-Ortungsschirm ist wirklich gut. Ich kann jetzt eure Funk-Impulse messen, aber sonst nichts." Lexa landete das kleine Raumschiff neben der Galaxie II und sie begannen mit den Umstellarbeiten im Hangar. Tatsächlich konnten sie genug Platz schaffen, um das kleine Raumschiff an Bord zu nehmen, sodass die Galaxie II ein neues Beiboot hatte. Am nächsten Tag starteten sie und verschwanden in den Hyperraum.
Kapitel 7: Die Explosion
Als wir aus dem Hyperraum zurückkehrten und in den Normalraum in einem neuen System ankamen, ereigneten sich mehrere Explosionen in der Galaxie II und das Schiff wurde erschüttert. Mila verlor ihr Gleichgewicht und schlug ihren Kopf an der Tischkante, woraufhin sie das Bewusstsein verlor. Jonas konnte sich an seinem Navigator-Stuhl festhalten, während Nala zu Boden stürzte. Zum Glück hatte sie Leon auf der Liege festgeschnallt, da er immer noch im Koma lag, nachdem er auf dem Planeten eine Infektion durch ein Insekt bekommen hatte. Nala konnte ihm bislang noch nicht helfen. Und wo war Paulchen? Keiner wusste es. Clark konnte Lexa noch festhalten, bevor sie die Treppe hinunterfiel. Die einzige Person, die nicht stürzte, war Lunaria. Der Alarm ertönte im Schiff. Zu diesem Zeitpunkt befand sich Lunaria in der Kommandozentrale und hatte auf der Ortung gesehen, dass uns ein Gamma-Strahl von der Sonne leicht gestreift hatte. Jonas fragte erschrocken: "Was ist passiert, Lunaria?" "Ein Gamma-Strahl hat uns gestreift", antwortete sie über die Com.
Lunaria nahm Kontakt mit Nala auf: "Nala, Bericht." "Ich bin gestürzt, habe ein paar blaue Flecken, ansonsten geht es mir gut. Leon geht es auch gut. Er war auf seiner Liege angeschnallt." "Komm in die Kommandozentrale, Mila ist bewusstlos", antwortete Lunaria. Nala säuberte Milas Platzwunde am Kopf und klammerte die Wunde, bevor sie sie mit einem Verband umwickelte. "Sie hat eine leichte Gehirnerschütterung. Ich denke, sie wird 2-3 Stunden bewusstlos sein", sagte Nala. Lunaria sagte in die Com-Anlage: "Maschinenleitstand, Bericht." Lexa antwortete: "Hier ist die Kacke am Dampfen. Wir haben mehrere Feuerstellen, die außer Kontrolle geraten sind. In 25 Minuten erreichen die Energiespeicher kritische Temperaturen. Clark ist im Hangar und versucht das Feuer zu löschen, ohne Schutzanzug. Die Shuttles stehen in Flammen." Jonas fragte: "Was passiert nach 25 Minuten?" Lunaria antwortete: "In 25 Minuten explodiert das ganze Schiff. Wir müssen das Schiff verlassen. Alle sollten sich im Hangar versammeln. Jonas, du nimmst Leon mit. Ich trage Mila auf meiner Schulter."
Wir machten uns auf den Weg zum Hangar. Lexa folgte uns auch dorthin. Als wir ankamen, stießen wir auf Clark. Sie war fast schwarz vor Ruß und hustete stark. Die Shuttles waren nicht mehr zu retten, aber das kleine Raumschiff war noch unversehrt. "Alle in das kleine Schiff", sagte Lunaria. Es wurde sehr eng, da es nur für drei Besatzungsmitglieder ausgelegt war. Leon und Mila mussten liegen. Plötzlich sagte Nala: "Was ist mit Paulchen? Den haben wir vergessen." Lunaria antwortete: "Ich werde ihn holen. In elf Minuten explodiert das Schiff. Wenn ich in zehn Minuten nicht zurück bin, startet ohne mich." Clark und Lexa sagten wie aus einem Mund: "Wir werden nicht ohne dich starten." Lunaria machte sich auf den Weg. Teilweise musste sie ein wenig Schutt aus dem Weg räumen, der den Weg versperrte. Sie dachte bei sich: "Hoffentlich ist das Vieh an seinem Lieblingsplatz." Und da war Paulchen. Auch der Kater hatte Angst. Als Lunaria Paulchen am Nacken packte, versuchte der Kater, sie zu kratzen. Lunaria sagte: "An meinem Arm kannst du so viel kratzen, wie du willst. Meine Haut wird davon nicht beeinträchtigt. Aber benimm dich, sonst landest du in der Pfanne." Nachdem Lunaria eine Decke nass gemacht hatte und Paulchen darin eingewickelt hatte, rannte sie los Richtung Hangar.
"Wir müssen in 50 Sekunden starten", sagte Jonas. "Davon ist keine Rede, wir warten auf Lunaria", erwiderte Clark. Wir sahen, wie Lunaria auf uns zugerannt kam. Als sie ins Schiff kam, gab sie Paulchen an Lexa und setzte sich auf den Pilotensitz. Wir bemerkten, dass sich die Hangartür nicht öffnen ließ. Lunaria schoss mit der Impulskanone ein Loch in die Schiffswand. Sobald es groß genug war, startete sie das Raumschiff und wir flogen durch das Loch in den Weltraum.
Nach einer Minute explodierte die Galaxie II.
Wir alle waren ziemlich niedergeschlagen. "Und was jetzt?", fragte Jonas. "Überleben", antwortete Clark. Lunaria beobachtete die Ortungsgeräte und sagte: "Dieses System hat sieben Planeten, der fünfte scheint der Erde ähnlich zu sein. Wir werden Kurs darauf nehmen." Als wir in die Umlaufbahn einschlugen, kamen die ersten Ortungsergebnisse rein. Der Planet war voller Wälder, Flüsse, ein paar kleine Seen und einigen kleinen Gebirgen, aber keine Meere. Bei der Umrundung ortete Lunaria eine zerstörte Station, die vernichtet worden zu sein schien. Wir landeten auf einer Lichtung in der Nähe eines Flusses. Es gab auch einen kleinen Berg und in der Nähe begann der Wald. Der Planet schien unbewohnt zu sein, da wir bei der Umrundung keine Siedlungen gesehen hatten, außer der zerstörten Station. Wir waren froh, aus dem Raumschiff herauszukommen, da es sehr eng darin war. Nachdem wir unsere Beine gestreckt hatten, wollten wir besprechen, wie es weitergehen sollte.
Kapitel 8: Das neue Raumschiff
Mila erwachte aus ihrer Bewusstlosigkeit und sah sich verwirrt um. Nala, die bei ihr stand, berichtete ihr, was geschehen war. "Unser Raumschiff ist explodiert. Wir konnten mit das neue Beiboot retten und sind auf einen Planeten gelandet", erklärte sie. "Aber wir haben alle überlebt." Mila seufzte erleichtert auf. "Wie soll es weitergehen?", fragte sie besorgt. Clark, der sich zu ihnen gesellt hatte, antwortete: "Zuerst müssen wir ein Lager für die Nacht finden. Im Raumschiff ist es zu klein. Das Beste wäre eine Höhle. Wasser haben wir ja. Es gibt einen Fluss in der Nähe. Morgen müssen wir uns auf Nahrungssuche begeben. Mit unseren Vorräten kommen wir nicht weit. Vielleicht finden wir Früchte oder Tiere, die wir jagen können." Nala und Jonas machten sich sofort auf den Weg, um eine Höhle zu suchen. Auch Lexa und Clark begaben sich auf die Suche. Lunaria entschied sich, bei Mila und Leon am Schiff zu bleiben. Sie wollte die Ortungsdaten von der Station genau auswerten.
Nach einer halben Stunde standen Clark und Lexa am Fuß eines Felsvorsprungs. Clark schaute nach oben und bemerkte eine Raubkatze, die der Größe eines Säbelzahntigers ähnelte. Lexa hatte ihren Rücken zur Raubkatze gedreht. Plötzlich schrie Clark zu Lexa: "Pass auf!" In diesem Moment sprang die Raubkatze in Richtung Lexa. Clark sprang ebenfalls in die Flugbahn der Raubkatze und zog dabei ihr Messer. Während sie unter der Raubkatze durchtauchte, stach sie zu. Die Raubkatze fiel tot zu Boden, da das Messer ihr Herz durchbohrt hatte. Als Lexa das tote Tier am Boden sah, sagte sie: "Das ist aber eine böse Miezekatze". Sie bedankte sich bei Clark für die Rettung ihres Lebens. Clark erwiderte: "Es kann hier auf diesem Planeten noch lustig werden."
Als die beiden wieder am Raumschiff ankamen, berichteten sie von dem Vorfall. Nala und Jonas hatten in der Nähe eine Höhle entdeckt. Nachdem sie ihre Ausrüstung aus dem Raumschiff geholt hatten, schloss Lunaria die Schleuse und aktivierte den Anti-Ortungsschirm, wodurch das Raumschiff unsichtbar wurde. Lunaria nahm Leon auf ihre Schultern und sie begaben sich in die Höhle.
Jonas sagte: "Jetzt leben wir wie Steinzeit-Menschen in einer Höhle." Wir hatten trockenes Holz gesammelt und ein Feuer in der Höhle angezündet. Oben im Dach der Höhle gab es einen Schlitz, durch den der Rauch gut abziehen konnte. Die Höhle hatte auch nur einen Eingang. Nachdem wir von unseren wenigen Nahrungsmitteln gegessen hatten und es langsam Nacht wurde, sagte Mila zu Jonas: "Du übernimmst die erste Wache am Höhleneingang." Jonas fühlte sich nicht ganz wohl dabei, begab sich aber zum Eingang und dachte bei sich: "Wenn jetzt noch eine böse Miezekatze kommt, jetzt sage ich auch schon das blöde Wort. Die beiden machen mich noch ganz kirre mit ihrer bösen Miezekatze." Die Nacht verlief ruhig und die anderen legten sich schlafen. Jonas umklammerte sein Gewehr stärker als sonst.
Nach dem Frühstück beschlossen wir, uns um Nahrung zu kümmern. Es stellte sich heraus, dass das Nahrungsangebot reichhaltig war. Im Fluss gab es Fische und wir hatten auch kleine Säugetiere beobachtet. Von irgendetwas mussten auch die bösen Miezekatzen leben. Was es sonst noch für Gefahren gab, außer den bösen Miezekatzen, wussten wir noch nicht. Nala sagte: "Ohne ein Labor kann ich für Leon nichts tun und wir müssen sparsam mit den Medikamenten umgehen. Wir haben nicht viel, also passt auf, dass ihr euch nicht verletzt oder krank werdet. Meine Möglichkeiten sind sehr beschränkt."Clark kam auf Mila zu und sagte: "Lexa, Lunaria und ich wollen uns die zerstörte Station ansehen. Vielleicht finden wir dort noch etwas Brauchbares für uns." Wir bekamen die Erlaubnis, uns in der Station umzusehen.
Wir drei bestiegen das kleine Raumschiff und schalteten den Ortungsschutz ein, bevor wir uns auf den Weg machten. Die Station war 240 km entfernt und wir legten die Strecke in 20 Minuten zurück. Bevor wir landeten, überflogen wir die Station ein paar Mal und scannten sie. Nach dem Scan gab es keine Lebewesen mehr, aber anhand der Zerstörungen war offensichtlich, dass ein Angriff aus dem Weltraum mit Thermo-Waffen stattgefunden hatte. Nachdem wir gelandet waren, bewaffneten wir uns und verließen unser Schiff. Lexa fragte: „Meint ihr, wir finden hier noch etwas Brauchbares? Es sieht alles sehr zerstört aus.“ Clark antwortete: „Wir schauen uns mal in Ruhe um.“ Plötzlich sahen wir auf den Boden eine runde Scheibe aus Metall mit einem Durchmesser von etwa 100 Metern. Lexa bemerkte: „Sieht aus wie ein Deckel, den man öffnen kann.“ Clark schlug vor: „Vielleicht gibt es noch unterirdische Anlagen. Lassen wir uns nach einem Eingang suchen.“ In einer Entfernung von 300 Metern fanden wir schließlich einen Eingang. Lunaria musste noch ein wenig Schutt beiseite räumen, bevor der Eingang freigelegt war. Als wir hineintraten, wurde es hell, eine Art Notbeleuchtung ging an, aber eine sehr schwache Beleuchtung. Es war ein Treppenhaus, das in die Tiefe führte. Je tiefer wir kamen, desto besser war alles erhalten. Der Angriff hatte hier unten kaum Schaden angerichtet. Als wir unten angekommen waren - es mussten so ca. 120 Meter unter der Erde sein - befand sich vor uns eine Tür. Wir öffneten sie.
Wir standen vor einer großen Halle. Als wir hineintraten, wurde die Beleuchtung automatisch eingeschaltet und wir konnten die ganze Halle überblicken. Lunaria bemerkte: "Das sieht aus wie eine kleine Raumschiffwerft und schaut mal da drüben, wo der Deckel sein müsste, da steht ein Raumschiff." "Das Schiff wollen wir uns mal anschauen", sagte Lexa. Als wir in der Nähe des Schiffes waren, begutachteten wir es erst einmal von außen. Es hatte eine Kugelform mit einem Durchmesser von 80 Metern und einen Ringwulst, in dem die Düsen eingelassen waren. Das Schiff stand auf acht Teleskop-Landestützen und die Gangway war heruntergelassen. Clark sagte: "Bevor wir reingehen, will ich Mila informieren." Clark hatte Mila darüber informiert, dass wir etwas gefunden hatten, aber uns zuerst genau anschauen wollten, bevor wir falsche Hoffnungen wecken. Wir wollten über Nacht hierbleiben und uns morgen Nachmittag wieder melden. Mila war nicht wirklich begeistert davon, dass wir über Nacht bleiben wollten, aber sie gab ihre Zustimmung. Sie war genervt davon, dass wir so geheimnisvoll taten. Über die Gangway betraten wir das Schiff und kamen in einen geräumigen Hangar. Die Beleuchtung schaltete sich automatisch ein und ein leises Summen war zu hören. Lexa bemerkte: "Hier passt sogar unser kleines Raumschiff rein und die Schleusentore sind groß genug für den Ein- und Ausflug." Gemeinsam begaben wir uns eine Etage höher und fanden vier kleine Hangars vor. In jedem der Hangars stand ein Shuttle bereit. Auf der nächsten Etage befanden sich Maschinen und an der Außenseite waren Kanonen angeordnet. Auf der darauffolgenden Etage befanden sich erneut Maschinen. Als wir die nächste Etage erreichten, fanden wir die geräumige Kommandozentrale vor. An der Außenwand waren die Triebwerke angebracht. Auf der Etage darüber fanden wir Maschinen, Mannschaftsräume mit einer Messe, einer Krankenstation, einer wissenschaftlichen Abteilung, einem Labor, einer Küche und Lagerräume vor, die zu dreiviertel gefüllt waren. Lexa bemerkte: "Da hat Jonas aber genug mit der Bestandsaufnahme zu tun, und Nala wird sich über die Krankenstation und das Labor freuen." Eine weitere Etage höher befanden sich Kanonen an der Außenwand. In der Mitte fanden wir jedoch einen seltsamen Raum mit einem Torbogen in der Mitte. Der Rest des Raumes bestand aus Maschinen und Kontrollanzeigen, auf die wir uns bislang keinen Reim machen konnten. Als wir die oberste Etage erreichten, standen wir vor einer riesigen Kanone. Clark bemerkte: "Die macht sicherlich einen großen Knall", und lachte.Uns fiel auf, dass die Erbauer dieser Einrichtung den Menschen sehr ähnlich sein mussten. Die gesamte Einrichtung, von Tischen und Stühlen bis hin zu Betten und Kontrollanzeigen, könnte auch von der Erde stammen. Wir begaben uns in die Kommandozentrale, wo Lunaria versuchte, Informationen aus der Schiffs-Positronik zu gewinnen. Clark und Lexa setzten sich an den Kartentisch und beobachteten Lunaria. Wir hörten immer wieder von Lunaria "Wow, oha". Wir waren gespannt auf Lunarias Bericht.
Sie berichtete uns: "Dieses Schiff ist mit den besten technischen Möglichkeiten ausgerüstet. Es ist ein Einzelstück, und es wäre zu teuer, es in Serie herzustellen. Es wurde in einer geheimen Werft gebaut, die jedoch vom Gegner entdeckt und zerstört wurde. Das Schiff ist ein Kriegsschiff, das äußerst wendig ist und über eine weit überdurchschnittliche Bewaffnung verfügt. Oben in dem Raum mit dem Torbogen befindet sich ein Transmitter. Wenn man hindurchgeht, kommt man aus dem Empfangsgerät wieder heraus, und umgekehrt genauso schnell. Der Transmitter hat eine Reichweite von 50000 Kilometern. Es gibt auch drei kleine mobile Transmitter, die in 15 Minuten aufgebaut werden können und ein Gewicht von 40 kg haben. Ein Mann kann sie tragen. Sie dienen dazu, Mannschaften oder Ausrüstung von einem Ort zum anderen in Nullzeit zu transportieren. Es funktioniert ähnlich wie das Stargate, das ihr aus der Serie kennt. Das Überlicht-Triebwerk arbeitet anders als auf der Galaxie II. Es handelt sich um ein Lineartriebwerk, das es dem Schiff ermöglicht, durch den Linearraum zu fliegen." Daraufhin sagte Lexa: "Ich wusste doch, dass es mehr Möglichkeiten gibt, schneller als das Licht zu fliegen." Es stellte sich heraus, dass die Bedienung des Schiffes recht einfach war. Es gab auch elektronische Handbücher, oder man konnte die Positronik fragen. Clark schlug vor: "Lassen wir uns den Transmitter mal ausprobieren." Wir bauten das mobile Teil 300 Meter vom Schiff entfernt auf. "Und wer soll jetzt durch das Gerät gehen?" fragte Lexa.
"Okay, dann lasst uns starten", sagte Clark. Lunaria befand sich auf dem Schiff und überwachte den Transmitter, während Lexa den Mobil-Transmitter bediente. Auf beiden Seiten zeigte die Anlage grünes Licht an. Clark stand vor dem Transmitter und überlegte. Sie war sich bewusst, dass die Anlage sie in einzelne Atome auflöste, als Energiefluss zum Empfangsgerät floss und dann wieder zusammensetzte. "Werde ich in meinem vollständigen Körper wieder zusammengefügt?", fragte Clark unsicher.
Clark nahm all ihren Mut zusammen und schritt durch den Bogen. Zur gleichen Millisekunde trat sie aus dem Empfangsgerät. Als Erstes überprüfte sie, ob alles noch an seinem Platz war - ihre Brüste, Ohren, Nase - alles war da, wo es hingehörte. Lexa fragte gespannt: "Und, wie war es?" Clark erwiderte: "Es war unglaublich! Es war, als würde ich durch eine Tür gehen und mit einem Schritt 300 Meter in Nullzeit zurücklegen. Der Transmitter hat eine Reichweite von 50000 Kilometern - eine fantastische Technologie!"
Am Nachmittag flog Clark zurück zur Höhle, sie erstatte einen genauen Bericht. Wir alle waren uns einig, dass wir das Raumschiff benutzen, um unsere Reise fortzusetzen. Clark brauchte einiges an Überzeugungskraft, damit die Mannschaft den Mobilen Transmitter anvertrauten. Alle kamen heil auf das Raumschiff an. Clark baute den Mobile Transmitter wieder ab, verstaute es in unser kleines Schiff und flog zurück zum Stützpunkt.
In der folgenden Woche machte sich die Mannschaft mit dem Schiff vertraut. Nala war begeistert von der Krankenstation und dem Labor und meinte, dass sie Leon sicherlich helfen könne. Jonas machte eine Bestandsaufnahme des Lagers, während Clark und Lexa sich mit den Maschinen und Aggregaten vertraut machten und ihre Arbeitsweise studierten. Lunaria bekam den Platz am Feuerleitpult, solange Leon noch außer Gefecht gesetzt war. Sie übernahm auch Ortung und Funk. Leider musste Mila auf ihren rosa Kommandosessel verzichten, aber sie kam darüber hinweg. Nach einer Woche war es endlich soweit und wir starteten. Wir schleusten unser kleines Raumschiff ein und flogen in den Weltraum. Die nächsten fünf Tage verbrachten wir mit Übungen und Manövern, um das Schiff zu 100% zu beherrschen. Mila sagte: "Dieses System hat uns unsere Galaxie II genommen und uns ein neues Raumschiff geschenkt. Zum Andenken an unsere Galaxie II werden wir dieses Raumschiff auch Galaxie II nennen." Die Mannschaft war voller Vorfreude und Optimismus für das, was vor uns lag.
Kapitel 9: Die Kinder
Wir hatten beschlossen, einen Hypersprung über eine Entfernung von 500 Lichtjahren zu machen, um sicherzustellen, dass der Lineartrieb einwandfrei funktionierte. Als wir wieder in den Normalraum zurückkehrten, wurden wir sofort von den Alarmsirenen der Ortung unterbrochen. Lunaria schrie: „Jonas, dreh sofort nach rechts ab, da ist eine Anomalie direkt vor uns!“. Aber Jonas schien während dieses Manövers nichts Besseres zu tun zu haben, als ein halbes Hähnchen in sich hineinzuschieben. Er reagierte zu langsam und die Galaxie II flog direkt in die Anomalie.
In der Anomalie ereignete sich etwas Seltsames. Als die Galaxie II wieder herauskam, schaute sich Lunaria um und sagte zu sich selbst: "Ach du Scheiße!" Mila, Jonas und Lexa waren plötzlich zu Kindern geworden, etwa 5 bis 6 Jahre alt. Lunaria wusste nicht, was aus Clark, Leon und Nala geworden war, da sie sich nicht in der Kommandozentrale aufhielten. Lunaria schaute rüber zu Jonas, der ängstlich aussah und immer noch die Keule vom Hähnchen im Mund hatte. Mila weinte und Lexa wollte gerade anfangen, auf die Knöpfe am Maschinen-Kontrollstand zu drücken. Sie saß auf dem Sessel vor den Maschinen-Kontrollstand. Lunaria wusste sofort, dass nicht nur die Besatzung in ihre Kindheit zurückversetzt worden war, sondern auch ihr Gehirn auf den Stand von 5-6-Jährigen zurückgesetzt worden war. Lunaria sagte: "So, nun setzt ihr euch alle hier auf den Fußboden." Sie deutete auf eine Stelle auf dem Boden. "Wenn ihr brav seid und hier bleibt, gehe ich schnell weg und hole euch später ein Eis. Und warum weinst du, Mila?" "Mein Teddy ist nicht da", schluchzte Mila. "Ich habe keine Ahnung, wo du das Viech wieder liegen gelassen hast", erwiderte Lunaria. "Ihr bleibt jetzt schön hier sitzen. Ich muss schnell nach Nala und Leon schauen." Lunaria verließ die Kommandozentrale und machte sich auf den Weg zu Nala und Leon. Sie fragte sich, was wohl mit dem Raumschiff passiert war und wie sie die Besatzung wieder zurück wandeln konnte. Es war ein Rätsel, das sie unbedingt lösen musste.
Lunaria verschwand schnell in Richtung Krankenstation, während Nala allein zurückblieb und sich umschaute. Leon lag immer noch angeschnallt auf seiner Liege und brüllte vor sich hin. "Was ist denn los, kleiner Leon? Befreie dich jetzt und komm mit uns in die Kommandozentrale", sagte Nala. Durch die Transformation war Leon aus dem Koma erwacht. Als die beiden schließlich in der Zentrale ankamen, begab sich Lunaria auf den Weg zum Maschinenraum, um Clark abzuholen. "Clark, wo bist du?", rief sie. Die kleine Clark hatte sich versteckt und rief zurück: "Du kannst mich ja suchen". Dank ihres guten Gehörs und Geruchssinns hatte Lunaria keine Schwierigkeiten, Clark zu finden und sagte: "So, du kommst mit in die Zentrale". "Nein, meine Mama hat gesagt, ich darf nicht mit Fremden gehen", antwortete Clark. Lunaria hatte keine Zeit, lange zu diskutieren, denn die anderen Kinder waren unbeaufsichtigt in der Zentrale. Sie ergriff Clarks kleine Hand und zog sie hinter sich her. Clark kratzte, biss und kniff, aber Lunaria kümmerte sich nicht darum. Während sie zum Raum der Kommandozentrale ging, überlegte sie, was sie den Kindern sagen sollte, wo sie gerade waren. Dann hatte sie eine Idee. Als sie Clark zu den anderen Kindern brachte, sagte Lunaria: "Kinder, ihr alle träumt gerade. Es gibt gute und böse Träume, aber dieser hier ist ein guter Traum. Ich bin Tante Lunaria und jetzt gibt es Eis für alle".
Bevor alle in die Küche gingen, machte Lunaria schnell an der Bord-Positronik zu schaffen und deaktivierte alle Schaltungen im Schiff. Sie wollte nicht riskieren, dass noch irgendein Kind einen Schalter drückte und das Schiff in eine Sonne stürzte oder sonst etwas Schlimmes passierte. Jetzt konnte man nur noch Lichtschalter bedienen. Die Galaxie II befand sich im freien Fall im Weltraum und die Ortung war auf Automatik gestellt. Nun konnte Lunaria gefahrlos auf die Kinder aufpassen. Auf dem Weg zur Küche überlegte Lunaria, was sie nun machen sollte. "Am besten setze ich die Kinder auf einem Planeten aus, dann habe ich meine Ruhe", dachte sie bei sich und musste dabei lächeln. "Nein, ich muss versuchen, die Anomalie wiederzufinden. Wenn ich von der anderen Seite wieder reinfahre, habe ich vielleicht Glück und das Geschehende wird rückgängig gemacht." Lunaria verteilte Vanille-Eis an jedes Kind. Lexa sagte: "Ich mag kein Vanille-Eis." "Ich auch nicht", sagte die kleine Clark. "Was für kleine Zicken", dachte Lunaria bei sich. "Ich will noch ein Hähnchen", sagte Jonas. "Mir kannst du ein Stück Torte bringen", sagte der kleine Leon. "Werde die Gören gleich auf einem Planeten aussetzen", dachte Lunaria. "Mir ist das Eis heruntergefallen", sagte Nala ganz kleinlaut. "Dann wische es vom Boden weg. Da drüben ist ein Lappen", erwiderte Lunaria und deutete auf eine Küchenrolle auf der Arbeitsplatte. Nala fing an zu weinen und sagte: "Ich kann das nicht." Lunaria antwortete: "Bist du zu, äh, ich mache das schnell." Als alle gegessen hatten, sagte Lunaria: "Jetzt wollen wir ein Spiel spielen. Wir spielen Verstecken. Ich zähle bis 100." "Was denn?"
Alle waren damit einverstanden und verschwanden, um sich zu verstecken. Lunaria dachte jedoch gar nicht daran, nach den Kindern zu suchen. Schließlich konnte ja nichts passieren, da alle Schaltungen deaktiviert waren. Sie nutzte die Zeit, um nach der Anomalie zu suchen. Aber es war nichts zu finden. Nach einer dreiviertel Stunde kamen die ersten Kinder wieder zurück und beschwerten sich: "Du suchst uns ja gar nicht." Als dann alle Kinder wieder in der Zentrale waren, sagte Lunaria: "Nun ist Schlafenszeit, ich zeige euch eure Kabinen." Mila fragte: "Kann ich bei dir schlafen? Ich habe Angst alleine." Lunaria stimmte zu und holte Milas Matratze in ihre Kabine. "So, nun wird aber geschlafen", sagte sie. "Wir wollen noch eine gute Nacht Geschichte hören", bat Mila. "Was für eine?" fragte Lunaria. "Eine von Blumen und Bienen", schlug Mila vor. "Wie bescheuert ist das denn? Ich will eine Horror-Geschichte hören", meinte Lexa. "Ich auch", stimmte Clark zu. "Na gut, dann losen wir aus, welche Geschichte ich euch erzähle", sagte Lunaria und warf eine Münze. Die Horror-Geschichte hatte gewonnen. Lunaria fing an zu erzählen: "Dies ist die Geschichte von Jason Voorhees. Er wurde als Kind in dem Feriencamp Crystal Lake aufgrund seines entstellten Gesichts gemobbt. Dabei fiel er in den See und ertrank, weil die Aufseher währenddessen etwas zu tun hatten und nicht auf ihn achteten. Daraufhin übte seine Mutter Pamela Voorhees Selbstjustiz und..." Alle Kinder lagen mit ihren Kissen über den Ohren auf ihren Matratzen und waren eingeschlafen. Nur Lexa und Clark lauschten der Geschichte bis zum Ende, bevor auch sie einschliefen. Lunaria begab sich wieder zur Ortung in die Kommandozentrale, um die Anomalie zu finden.
Sie hat