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Fünf Teenager im unerwarteten Weltraumabenteuer Kapitel 2

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Fürstin der Nacht
Dabei seit Feb. 2019
23.06.2023, 16:44 Uhr
Ersteller#1
Das Internat

Mias Eltern nahmen am Bahnhof Abschied von ihrer Tochter und nahmen sie noch einmal in den Arm. Ursprünglich wollten sie Mia mit dem Auto zu ihrem Onkel bringen, aber Mia hatte gesagt, dass sie schon groß sei und alleine mit der Bahn fahren könne. Nachdem Mia eingestiegen war, setzte sich der Zug kurz darauf in Bewegung. Mia stand am Fenster und winkte ihren Eltern zu, und sie winkten zurück. Mias Papa sagte zu ihrer Mama: "Jetzt ist es so weit, unser Küken verlässt das Nest. Aus unserer kleinen Tochter wird langsam eine junge Dame."

Die Bahnfahrt dauerte acht Stunden. Mia musste auch nur einmal umsteigen. Als die Bahn in den Zielbahnhof einfuhr, sah Mia durch das Fenster schon ihren Onkel Karl auf dem Bahnsteig stehen. Es war nicht viel los auf dem Bahnhof, schließlich war es auch nur eine Kleinstadt. Nachdem der Zug zum Halten kam und die Türen sich geöffnet hatten, trat Mia auf den Bahnsteig. Sie schritt auf ihren Onkel zu und sagte: "Hallo Onkel Karl." Onkel Karl lächelte und erwiderte: "Hallo Mia, lass dich anschauen, du bist aber groß geworden." Mia lächelte zurück und antwortete: "Es ist ja schon einige Jahre her, dass du mich gesehen hast." Onkel Karl nickte zustimmend und sagte: "Das stimmt. Gib mir deine beiden Koffer, die werde ich tragen. Drüben auf dem Parkplatz steht mein Auto. Lass uns zu meinem Haus fahren."

Als sie am Haus ankamen, das in einer ruhigen Wohnsiedlung am Stadtrand lag, sagte Mia: "Das ist dein Haus, es sieht toll aus. Ich mag Häuser aus Holz sehr gerne." Onkel Karl lächelte und antwortete: "Danke, aber lass uns erstmal hereingehen. Ich möchte dir Ida vorstellen. Sie ist meine Haushälterin und wird sich die meiste Zeit um dich kümmern. Ich komme meistens erst abends spät von der Arbeit nach Hause." Als sie das Haus betraten, wurde Mia von Ida herzlich begrüßt. Danach zeigte sie ihr Zimmer. Es war recht geräumig, im ersten Stock und süß eingerichtet. Das Zimmer hatte sogar einen eigenen Balkon. Ida lächelte und sagte: "Ich lasse dich erstmal alleine, damit du dich hier einrichten und deine Sachen auspacken kannst. Du findest Onkel Karl dann auf der Terrasse. Wir wollen später grillen, du hast sicherlich Hunger." Mia lächelte dankbar und antwortete: "Ja, ich freue mich schon darauf! Vielen Dank, Ida." Ida nickte und verließ das Zimmer, während Mia begann, ihre Sachen auszupacken und sich in ihrem neuen Zuhause einzurichten.

Es würde ein schöner Abend. Das Wetter war herrlich, und das Grillen war lecker. Onkel Karl und Mia hatten sich viel zu erzählen. Als es dann dunkel wurde, sagte Onkel Karl: "Morgen ist Sonntag, wir werden eine Radtour machen. Ich werde dir zeigen, wo das Internat ist und dir ein bisschen die Stadt zeigen." Mia schaute erschrocken und antwortete: "Mit dem Fahrrad? Hier ist es überall hügelig. Ich soll mit dem Fahrrad die Hügel hochkraxeln? Das werde ich nicht überleben." Onkel Karl lachte und beruhigte sie: "Doch, das wirst du schon schaffen. Und jetzt sollten wir ins Bett gehen, es ist schon spät." Nachdem Mia sich bettfertig gemacht hatte, dauerte es nicht lange, bis sie eingeschlafen war.

Am nächsten Morgen, nach dem Frühstück, sagte ihr Onkel: "Hier ist dein Rucksack, Ida hat uns ein Lunchpaket fertig gemacht, damit wir unterwegs nicht verhungern." In der Garage standen zwei Fahrräder. "So, wir werden erstmal zum Internat fahren, damit du den Weg lernst. Es ist nicht weit, nur 1,5 Kilometer", erklärte Onkel Karl. Nach 10 Minuten standen sie vor dem Gebäude. Es war ein altes Gebäude und hatte fast ein bisschen Ähnlichkeit mit einem Schloss. Das Gebäude passte hervorragend in das Stadtbild. Danach zeigte ihr Onkel ihr noch schöne Stellen in der Stadt. Am späten Nachmittag waren sie wieder zu Hause. "Und wie gefällt dir die Stadt?", wollte ihr Onkel wissen. "Na ja, der Bär tanzt hier nicht gerade", antwortete Mia. "Du sollst hier auch keine Partys machen, sondern lernen", sagte ihr Onkel und lachte. Mia ging frühzeitig schlafen, denn morgen war ihr großer Tag. Ihr erster Tag in einem Internat.

Am nächsten Morgen stand Mia mit gemischten Gefühlen auf. Sie hatte ein bisschen Angst, aber sie war auch neugierig auf das Internat. Was würde sie dort wohl erwarten? Nach dem Frühstück radelte sie zum Internat hinüber. Sie suchte die Anmeldung auf und wurde einem Klassenraum zugewiesen. Als sie den Klassenraum betrat, wunderte sie sich, dass es nur sieben Tische, Stühle und ein Lehrerpult gab. In ihrer alten Schule waren es 22 Kinder in der Klasse. Sie war die Erste im Klassenraum und suchte sich einen Platz in der Mitte aus. Kurz darauf erschienen noch sechs Kinder.

Eine Frau betrat den Klassenraum. Sie war um die 40 Jahre alt, trug ihr Haar als Dutt auf dem Kopf und hatte eine Brille auf, was ihrem Aussehen eine gewisse Strenge verlieh. Sie sagte: "Ich bin Frau Kiesel, eure Klassenlehrerin."  Sie begann zu erzählen, dass es auf der Schule eine Unterstufe und eine Oberstufe gab und dass die Schulzeit zwei Jahre dauern würde. Sie informierte die Klasse darüber, dass es auf der Schule 82 Kinder aus ganz Deutschland gab. Sie erklärte uns den Tagesablauf im Internat und erzählte, dass die meisten Kinder hier im Internat wohnten und nur in den Ferien nach Hause kamen, insbesondere diejenigen, die von weit weg kamen. Einige wohnten in der Nähe und fuhren daher am Wochenende nach Hause. 

Mia war eines von zwei Kindern, die hier in der Stadt wohnten und jeden Tag nach der Schule nach Hause konnten. Mia erfuhr, dass ihr Unterricht jeden Tag von 8:00 bis 13:30 Uhr dauerte. Es gab auch Hausaufgaben auf. Die Lehrerin meinte, dass diese etwa zwei Stunden in Anspruch nehmen würden. Außer Freitags, da gab es keine Hausaufgaben auf. Mia war froh, dass sie bei ihrem Onkel wohnen durfte.

Mia hatte die erste Woche geschafft. Etwas wurde ihr bewusst: Sie musste viel lernen, um dem Stoff folgen zu können. Die Zeiten, in denen sie mühelos eine Eins aus dem Ärmel schütteln konnte, wie es früher bei einer Arbeit der Fall war, waren endgültig vorbei.


Fortsetzung folgt

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