Das interessante Gespräch begann
Leo sagte: "Es gibt hier, so etwa 8 km von der Stadt entfernt, mitten in der Pampas, eine größere Forschungseinrichtung. Soweit wir wissen, weiß niemand in der Stadt, woran sie forschen. Gerüchten zufolge wird dort an Kernfusion gearbeitet, aber das sind halt nur Gerüchte." "Du meinst so etwas wie den internationalen Kernfusionsreaktor ITER im südfranzösischen Cadarache. Nach meinen Informationen hat der Bau vor 10 Jahren begonnen. In nächster Zeit sollen die ersten Bauteile des Tokamak-Reaktors zusammengefügt und montiert werden. Es werden sicherlich noch einige Jahre vergehen, bevor der Reaktor läuft, wenn es denn jemals laufen wird. Was zum heutigen Zeitpunkt noch keiner vorhersagen kann", erwiderte Mia. "Für 14 Jahre bist du ein schlaues Mädchen, dass du so etwas weißt", meinte Noah. "Als angehende Nobelpreisträgerin sollte ich so etwas schon wissen", sagte Mia lachend.
Leo fuhr fort: "Wie du schon sagtest, dein Onkel ist Physiker. Weißt du denn, wo er arbeitet und woran?" "Ich habe keine Ahnung. Ich habe ihn mal darauf angesprochen, aber er sagte, dass er darüber keine Auskunft geben darf. Selbst sein Bruder, mein Papa, hat keine Ahnung. Es ist alles sehr geheimnisvoll. Mein Onkel geht morgens zur Arbeit und kommt meistens spät abends wieder heim. Mehr weiß ich nicht." "Dann kann man ja davon ausgehen, dass er in dieser Forschungseinrichtung arbeitet", warf Anna ein. "Das könnte möglich sein", sagte Mia nachdenklich.
"Ich habe das Internet durchforstet, aber nicht mal den kleinsten Eintrag über die Forschungseinrichtung gefunden. Selbst bei Google Maps ist der Standort der Forschungseinrichtung verpixelt. Ich konnte nur herausfinden, dass es ein großräumiges Sperrgebiet ist. Um die Forschungseinrichtung wird ein größeres Geheimnis gemacht als um Area 51 in Nevada", berichtete Leo. "Das ist schon seltsam", meinte Mia.
"Und jetzt willst du das Geheimnis der Forschungseinrichtung auf den Grund gehen, Leo?", fragte Anna lachend. "Ja, das habe ich vor. Ich habe schon vorsichtig versucht, mich in den Zentralrechner der Forschungseinrichtung hin einzuhacken, aber die Firewall ist zu stark. Das kann ich nur schaffen, mit Hintergrundinformation. Jetzt erstmal die Frage an euch: Seid ihr dabei, die Forschungseinrichtung einen Besuch abzustatten?", wollte Leo wissen.
Alle bejahten Leos Frage. "Bevor wir jedes Wochenende in diesem Nest versauern, ist ein Abenteuer eine schöne Sache. Aber wie willst du an Informationen kommen?", wollte Anna wissen. "Da kommt Mia ins Spiel", sagte Leo. "Ich?", fragte Mia erschrocken. "Ja, dein Onkel ist der Schlüssel zu den Informationen, die ich brauche", meinte Leo. "Ich könnte meinen Onkel durchkitzeln, er würde nichts über seine Arbeit erzählen", antwortete Mia. "Das sollst du auch nicht, Mia. Aber hört erst einmal meinen Plan an. Das ziehen wir nur durch, wenn alle mitmachen. Eines vorweg: Es ist nicht legal", erzählte Leo. Alle waren damit einverstanden, sogar Mia. Obwohl es ihrer Natur widersprach, stimmte sie zu. Es könnte der Beginn eines großen Abenteuers werden.
Fortsetzung folgt