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Fünf Teenager im unerwarteten Weltraumabenteuer Kapitel 9

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Fürstin der Nacht
Dabei seit Feb. 2019
08.09.2023, 17:49 Uhr
Ersteller#1
Die geheimnisvolle Datei

Es waren drei Tage vergangen. Leo kam vor der ersten Unterrichtsstunde ganz aufgeregt auf uns zu und sagte: "Ich habe es gestern Abend noch geschafft, die Datei zu knacken. Was ich da herausgefunden habe, wird euch umhauen." Lina war neugierig und fragte: "Und was hast du herausgefunden?" Leo antwortete: "Nicht jetzt, lasst uns wieder am Freitag um 16 Uhr in meinem Zimmer treffen. Dann habe ich noch zwei Tage Zeit und kann vielleicht noch einige Informationen aus der Datei herauskitzeln." Mia bemerkte: "Du machst uns ganz schön neugierig." Leo erklärte: "Jetzt ist aber zu wenig Zeit, um euch alles zu erklären, was ich herausgefunden habe." Anna schlug vor: "Dann müssen wir halt bis Freitag warten." Wir gaben zu, dass wir extrem neugierig waren. 

Endlich war Freitag. Mia konnte sich nicht wirklich auf den Unterricht konzentrieren, denn ihre Gedanken waren bei Leo. Sie fragte sich, was er wohl zu berichten hatte. Endlich war es 16 Uhr, und Anna, Noah, Lina und Mia betraten Leos Zimmer. Leo sagte: "Sucht euch einen Platz, damit ihr nicht gleich umfallt, wenn ihr hört, was ich euch zu berichten habe." Lina konnte ihre Neugier nicht länger zurückhalten und forderte: "Jetzt aber raus mit der Sprache, sonst platze ich gleich vor Neugierde." Leo antwortete: "Da muss ich ein Stück ausholen, damit ihr die Zusammenhänge versteht."

Leo begann zu berichten: "Am 12. September 1941 ist in einem Wald auf Rügen ein Ufo abgestürzt." Anna reagierte ungläubig und fragte: "Was, ein UFO? Außerirdische auf der Erde?" Mia erklärte: "Anna, das Wort UFO kannst du nicht gleich mit Außerirdischen in Verbindung bringen. UFO steht einfach für unbekanntes fliegendes Objekt. Die meisten Menschen denken sofort an Außerirdische, wenn sie das Wort UFO hören, aber das ist nicht zwangsläufig der Fall. Das Objekt könnte auch von der Erde stammen." Noah drängte: "Jetzt halte uns nicht lange mit deiner Erklärung auf, Mia. Leo, Berichte weiter." Leo fuhr fort: "Das Wrack wurde von den Nazis streng geheim gehalten und in ein verlassenes Bergwerk im Harz gebracht. Es fanden Untersuchungen statt und es stellte sich heraus, dass das Wrack außerirdischen Ursprungs war." Anna sagte beeindruckt: "Wow." Leo fuhr fort: "Natürlich wurde das Wrack von Wissenschaftlern untersucht. Doch die Technologie war so komplex, dass sie damit nichts anfangen konnten. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs geriet der Bergwerkstollen in Vergessenheit, und somit auch das UFO-Wrack."

"Na ja, ob man diese Geschichte von einem außerirdischen Raumschiff glauben soll, da bin ich doch skeptisch", meinte Anna. "Warum denn, Anna?", wollte Noah wissen. "Weil die Außerirdischen das gleiche Problem haben wie wir – sie sind an die Naturgesetze gebunden. Nur mal angenommen, wir hätten ein Raumschiff, das die Lichtgeschwindigkeit erreichen kann und wir wollen unser Nachbarsystem, Alpha Centauri, besuchen, das sich in einer Entfernung von 4,2 Lichtjahren befindet. Der Hin- und Rückflug würde also acht Jahre dauern. Ich würde daher behaupten, dass auch die Außerirdischen nicht schneller als das Licht fliegen können. Laut Albert Einstein kann nichts schneller als das Licht sein. Ich weiß, auf der Erde gibt es Tausende von UFO-Sichtungen. Der bekannteste Vorfall ist wohl der Roswell-Zwischenfall von 1947. Aber die 4,2 Lichtjahre bis Alpha Centauri sind im Vergleich zur Größe unserer Milchstraße, die einen Durchmesser von 100.000 Lichtjahren haben soll, ein Fliegenschiss. Also müssten Außerirdische, die von weiter herkommen, hunderte, wenn nicht sogar Jahrtausende unterwegs sein, um uns zu erreichen. Nach meiner Meinung müssten es dann riesige Raumschiffe sein und nicht diese fliegenden Untertassen, die am häufigsten beobachtet worden sind. Ich bin zwar überzeugt, dass es Außerirdische gibt, aber ich glaube nicht, dass jemals Außerirdische die Erde besucht haben."

"Ich bin auch davon überzeugt, dass es viele außerirdische Intelligenzen gibt", sagte Mia. "Wie kommst du darauf, Mia?", wollte Lina wissen. "Die Antwort kann man mit wenigen Worten zusammenfassen: Weil das Universum praktisch unendlich groß ist. Nach derzeitigen Schätzungen enthält es rund zwei Billionen Galaxien, die im Schnitt wiederum jeweils aus einer Billion Sternen bestehen. Insgesamt gibt es also grob 1.000.000.000.000.000.000.000.000 Sterne, und wir sprechen hier nur vom beobachtbaren Universum. Also dem Teil des Universums, aus dem bisher das Licht der Sterne bis zu uns gelangt ist. Wie groß das Universum darüber hinaus ist, wissen wir nicht. Da Sterne oft von mehreren Planeten umkreist werden, sollte es also im Universum noch mehr Planeten als Sterne geben, und damit ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass darunter auch welche sind, die unserer Erde ähneln: Nicht zu nah am Zentralstern, damit es nicht zu heiß ist, und nicht zu weit weg, damit nicht alles Leben erfrieren würde. Ich persönlich bin auch davon überzeugt, dass es etwas Schnelleres gibt als die Lichtgeschwindigkeit", erklärte Mia. "Wie kommst du da drauf, Mia?", wollte Leo wissen. "Wie ihr wisst, war der Urknall vor knappen 14 Milliarden Jahren. Sollte sich das Universum nur mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten, dann dürfte das Universum nur einen Durchmesser von 28 Milliarden Lichtjahren haben. Aber nachweislich wurden Galaxien entdeckt, die in einer Entfernung von 45 Milliarden Lichtjahren liegen. Somit hat das Universum mindestens einen Durchmesser von 90 Milliarden Lichtjahren. Also expandiert das Universum schneller als die Lichtgeschwindigkeit", erklärte Mia.

"Ja, die sogenannte kosmische Ausdehnung, davon habe ich schon gehört. Aber richtig verstehen tue ich es nicht. Angeblich bewegen sich die Galaxien nicht, aber trotzdem driften sie auseinander. Wie das sein kann, weiß ich nicht. Ohne eigene Bewegung auseinanderdriften. Hat von euch einer vielleicht eine Erklärung?", wollte Anna wissen. "Wie das genau funktioniert, weiß ich auch nicht, aber ich kann dir versuchen, es an einem Beispiel zu erklären", sagte Mia. "Da bin ich aber mal gespannt", antwortete Anna. "Stell dir vor, du nimmst einen Hefeteig und formst daraus eine Kugel. Diese Kugel soll das Universum darstellen. Nun steckst du drei Rosinen irgendwo in den Teig. Wenn der Teig anfängt, sich auszudehnen, wird der Abstand zwischen den drei Rosinen im Teig immer größer. Die drei Rosinen sind nicht durch den Teig gewandert, aber trotzdem ist der Abstand zwischen ihnen größer geworden. So ähnlich kann man sich die kosmische Ausdehnung vorstellen", erklärte Mia. "Ich danke euch beiden für den wissenschaftlichen Vortrag, aber jetzt sollte Leo weiter erzählen", forderte Lina.

"Jetzt habe ich fast den Faden verloren. Ach ja, 1963 wurde der Stollen entdeckt und auch die Fragment-Teile von dem UFO. Es wurde von der Regierung sofort als Top Secret eingestuft", berichtete Leo. "Zwei Jahre später begann der Bau mit unserer Forschungsstation hier. Der Bau wurde 1968 fertiggestellt. Danach wurden mit höchsten Sicherheitsvorkehrungen die Fragment-Teile des UFOs in diese Forschungsstation geschafft. Natürlich musste die Regierung sich vor zu neugierigen Augen und Ohren schützen, und so entstand der Plan, die Forschungsstation offiziell an einem Kernfusionsreaktor arbeiten zu lassen, was natürlich auch geheim gehalten wurde", fuhr Leo fort. "Die Regierung streute immer mal wieder kleine Gerüchte in die Welt, dass in der Forschungsstation an einem Kernreaktor gearbeitet wird. Wie ihr alle wisst, hält sich das Gerücht immer noch hier in der Stadt. Kein Mensch weiß wirklich, woran in der Forschungsstation gearbeitet wird", fügte er hinzu. "Dann könnte man sagen, dass es hier so etwas wie Area 51 2.0 ist", sagte Noah lachend. "So könnte man es bezeichnen", erwiderte Leo.

"Ich habe jetzt auch einen Bauplan über die Sektion, wo an den UFO-Teilen geforscht wird. Wenn ihr wollt, können wir jetzt einen Plan ausarbeiten, wie wir dort eindringen können, ohne erwischt zu werden. Aber zuerst die Frage: Seid ihr alle dabei?", wollte Leo wissen. Alle bejahten. Mia sagte: "Aber eins möchte ich noch loswerden. Sollten sie uns dabei erwischen, dann werden wir sicherlich hochkant aus dem Internat fliegen. Was das Jugendgericht dazu sagt, weiß ich nicht. Wir werden mindestens eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch bekommen." "Das ist mir das Risiko wert. Wir werden Dinge sehen, die zuvor kaum ein Mensch gesehen hat", erwiderte Anna. Alle stimmten zu, dass das Risiko es wert sei. "Dann lass uns jetzt einen Plan ausarbeiten, wie wir am besten bei dem Einbruch vorgehen", schlug Noah vor. Nach drei Stunden war der Plan ausgearbeitet. "Und wann soll der Einbruch stattfinden?", wollte Lina wissen. "Wenn es euch passt, wäre übernächsten Freitag gut. Denn von Donnerstag bis Sonntagabend ist mein Onkel auf einem Kongress in der Schweiz. Dann kann ich mich am besten nachts aus dem Haus schleichen", berichtete Mia. Alle stimmten Mias Vorschlag zu.

Fortsetzung folgt

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