Der Start
Schritt für Schritt näherten sie sich dem gewaltigen Raumschiff, und je näher sie kamen, desto größer erschien es ihnen. "Schaut mal, wie riesig das Raumschiff ist", meinte Noah aufgeregt. "Dann lasst uns mal die Gangway hochgehen, bin gespannt, was es im Raumschiff zu sehen gibt", sagte Anna voller Vorfreude. Nachdem sie die Gangway hinaufgegangen waren, betrachteten sie das Raumschiff staunend. "Schaut mal da drüben, was ist das denn? Es sieht aus wie ein Panzer", rief Lina. "Lasst uns den mal genauer ansehen", forderte Leo. Gemeinsam begutachteten sie das Fahrzeug. "Nach meiner Meinung ist das sowas wie ein Allzweckfahrzeug. Schaut mal, es hat eine transparente Druckkabine, kleine Stummelflügelchen – es scheint sogar flugfähig zu sein. Hier hinten ist sogar die Düse für den Antrieb, und es ist ein Raupenfahrzeug", erklärte Noah begeistert. Die anderen vier waren mit seiner Ausführung einverstanden, schließlich wollte Noah eines Tages mal Raumschiffsingenieur werden. "Ich denke, du hast recht, Noah. Es ist sicherlich für Außenmissionen auf Planeten gedacht", meinte Mia. "Von welchem Planeten redest du?", wollte Lina neugierig wissen. "Nun, da haben wir den Mars, die Monde von Jupiter und vom Saturn, und wir haben noch die Monde von Uranus und Neptun. Es gibt also genug Einsatzmöglichkeiten für dieses Fahrzeug", erklärte Mia klug. "Schaut mal, da drüben steht noch ein Fahrzeug!", rief Anna aufgeregt. Alle drehten sich um und blickten in die angegebene Richtung. Noah, der als Technikexperte galt, beäugte das Fahrzeug genauer und kommentierte: "Das scheint ein Fahrzeug für normales Gelände zu sein. Es hat sechs Räder und eine Druckkabine." Leo kratzte sich am Kopf und überlegte: "Also scheint das hier eine Art Hangar zu sein, für solche Fahrzeuge." Mia betrachtete das Fahrzeug nachdenklich und stimmte Leo zu: "Mit dieser Vermutung könntest du recht haben." Was die fünf jedoch nicht ahnten, war, dass sie sich gerade jetzt, zur falschen Zeit, am falschen Ort befanden. Das Schicksal der fünf nahm seinen Lauf. Plötzlich hörten sie ein merkwürdiges Summen.
"Das Summen kommt von der Gangway. Lasst uns schnell schauen, was da vorgeht", sagte Lina aufgeregt. Als sie nach einigen Schritten das Schleusentor erreicht hatten und hinausschauten, war die Gangway am Hochfahren und verschwand unter ihnen im Raumschiff. "Anna rief erschrocken: 'Wie sollen wir jetzt hier wieder herauskommen? Herunterspringen können wir nicht, bis zum Boden sind es so ungefähr 8 Meter, wir würden uns alle Knochen brechen!'" Kurz darauf hörten sie ein anderes Geräusch. Das Schleusentor begann sich zu schließen. Die fünf traten einige Schritte zurück. Nachdem das Schleusentor sich komplett geschlossen hatte, sagte Noah: "Jetzt stecken wir ganz schön in der Scheiße, und das bis zum Hals.""Und wie kommen wir jetzt hier wieder heraus?", fragte Lina erschrocken. "Beruhigt euch wieder, und lasst uns überlegen, was wir jetzt machen können", sagte Mia besonnen. Noah überlegte und sagte schließlich: "Es gibt hier im Hangar sicherlich eine Schaltvorrichtung, mit der man das Schleusentor öffnen und die Gangway wieder herunterfahren kann. Lass uns aufteilen und danach suchen." Es dauerte nur einen Augenblick, und Leo rief: "Kommt schnell her, ich habe hier sowas wie eine Schaltvorrichtung gefunden!" Die fünf begutachteten die Schaltanlage. "Schaut mal, die einzelnen Knöpfe sind sogar gekennzeichnet, was für eine Funktion sie haben", sagte Anna erleichtert. "So, Noah, jetzt drücke schon auf den Knopf für 'Schleusentor öffnen'", forderte Leo. Noah drückte auf den Knopf, aber nichts passierte. "Wieso geht das verfluchte Schleusentor nicht auf?", sagte Lina entsetzt. Plötzlich spürten sie einen ganz leichten Ruck, der durch das Raumschiff ging.
"Habt ihr das auch gespürt?", fragte Lina entsetzt. "Ja, haben wir", antwortete Leo. "Was hat das wohl zu bedeuten?", wollte Anna wissen. Mia machte ein nachdenkliches Gesicht und meinte: "Also, wenn er mich fragt, würde ich darauf tippen, dass gerade jetzt das Raumschiff startet." Alle machten erschrockene Gesichter. "So ein Quatsch! Wie kommst du auf diese verrückte Idee?", wollte Leo wissen. "Denk doch mal nach. Wo befinden wir uns hier? In einer geheimen Forschungseinrichtung. Also liegt es nahe, dass das Raumschiff starten soll, aber, ohne dass die Öffentlichkeit davon erfährt. Und was würde besser passen als am Wochenende, mitten in der Nacht, wenn sich in der Forschungseinrichtung kein Personal aufhält? Ich denke, diese Halle, in der das Raumschiff steht, ist der Hangar. Könnt ihr euch noch an die Außenaufnahme erinnern? Diese kreisrunde Fläche mit einem Durchmesser von 200 Metern und dem Kunstrasen. Diese Fläche befindet sich genau über dieser Halle. Ich denke, das ist das große Schleusentor. Das würde Sinn ergeben", erklärte Mia in ruhigem Ton. Die anderen starrten Mia an, als hätten sie gerade ein Alien gesehen. Die Vorstellung, dass dieses Raumschiff gerade jetzt gestartet wurde, war zu surreal, um wahr zu sein. "Okay, Leute, beruhigt euch", versuchte Leo die Situation zu entschärfen. "Das ist doch nur eine wilde Vermutung von Mia”. Anna nickte zustimmend. "Leo hat recht. Lasst uns nicht verrückt machen. Mia, du hast einfach eine blühende Fantasy."
"Einiges passt nicht zu deiner Theorie, Mia", meinte Noah. "Oh, wirklich? Was denn zum Beispiel?", wollte Mia wissen. "Hörst du hier irgendwo Triebwerke laufen? Es müsste ein ohrenbetäubender Krach stattfinden", erklärte Noah skeptisch. "Ich weiß, worauf du hinauswillst. Aber du kannst dieses Raumschiff nicht mit Raketen vergleichen, die wir kennen, wie zum Beispiel die Saturn V der Apollo 11. Der Start dieser Rakete war kilometerweit hörbar. Bedenke, dass dieses Raumschiff mit Alien-Technologie gebaut wurde", konterte Mia. "Also muss logischerweise dieses Raumschiff eine andere Möglichkeit haben zu starten", betonte Mia. "Woran denkst du da?", fragte Noah neugierig. "Zum Beispiel an Aufhebung der Erdanziehungskraft. Ich weiß, der Gedanke ist fantastisch. Aber woher soll ich das wissen? Ich spekuliere ja nur", sagte Mia mit einem Augenzwinkern. "Und wie soll es jetzt weitergehen?", fragte Lina mit einem ängstlichen Gesicht. "Wenn wir Informationen haben wollen, dann bleibt uns nichts anderes übrig, als die Kommandozentrale aufzusuchen", schlug Mia vor. "Ob es da eine Besatzung gibt?", grübelte Lina nachdenklich. "Keine Ahnung, vielleicht ja, vielleicht nein. Es könnte auch alles automatisiert sein", entgegnete Mia.
Fortsetzung folgt