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Fünf Teenager im unerwarteten Weltraumabenteuer Kapitel 13

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Fürstin der Nacht
Dabei seit Feb. 2019
03.11.2023, 17:43 Uhr
Ersteller#1
Die perfekte Ausrede

Die Atmosphäre im Raum wurde spürbar angespannt, als Lara mit einem strengen Ton fragte: "Wer seid ihr?" Anna, Lina, Leo und Noah sahen sich verlegen an, während Mia genauer hinsah und sofort erkannte, dass sie keinem Menschen gegenüberstand. Das musste ein Roboter sein, ein Androide. Entschlossen trat Mia einen Schritt vor und sagte mit einem frechen Grinsen: "Nimm erstmal die Knarre runter, dann erkläre ich es dir." Lara gehorchte Mias Aufforderung und senkte ihre Waffe. "Du willst wissen, wer wir sind? Wir sind ein Teil dieser Mission", erklärte Mia, während sie versuchte, die Spannung etwas zu lockern. Ein skeptischer Ausdruck lag auf Laras Gesicht, als sie ungläubig nachhakte: "Ein Teil dieser Mission? Das kann nicht sein! Ursprünglich waren sechs Besatzungsmitglieder für diese Mission vorgesehen, aber davon wurde abgewichen, um keine unnötigen Menschenleben zu riskieren. Dieses Raumschiff ist ein Experiment und seine Komponenten wurden noch nicht unter realen Bedingungen getestet. Daher wurde ich erschaffen, um diese Mission zu begleiten. Deine Aussage kann also nicht stimmen." Anna, Lina, Leo und Noah beobachteten Mia und Lara gespannt, während Mia cool konterte: "Wir werden die zukünftige Besatzung des Schwesterschiffs der Solaris sein, das in 14 Jahren fertiggestellt wird. Und nebenbei wirst du getestet, ob du mit einer stark veränderten Situation fertig werden kannst. Deine Aufgabe besteht darin, uns als zukünftige Astronauten auszubilden."

In einem Wimpernschlag analysierte Lara die Wahrscheinlichkeit, dass das Mädchen die Wahrheit sagte. Einiges sprach dafür, aber auch vieles dagegen. Zum Beispiel, dass diese Mission extrem gefährlich war. Es konnte tausendmal schiefgehen. Aber vielleicht hatte das Mädchen doch recht. Lara konnte es nicht überprüfen. Schließlich war es strikt verboten, Kontakt mit der Kontrollstation auf der Erde aufzunehmen. Das würde die Mission gefährden. Sicherlich würden mehrere Funkstationen auf der Erde ihren Ruf auffangen. Dann wäre diese Mission aufgeflogen, die streng geheim war. Also blieb ihr nichts anderes übrig, als die Tatsache zu akzeptieren, dass sie jetzt fünf Kinder an Bord hatte. Ein Abbruch der Mission kam nicht infrage. Also musste sie das Beste aus dieser Situation machen.

“Wie ist euer Name?”, wollte Lara wissen. Die fünf stellten sich vor. “Ich bin Lara”, sagte die Androidin. “Sind wir schon gestartet?”, fragte Lina ein bisschen ängstlich. “Ja, vor neun Minuten und siebzehn Sekunden. Ihr habt sicherlich den kleinen Ruck im Raumschiff gespürt, das war der Start”, erklärte Lara mit einem leichten Grinsen im Gesicht. “Das kann nicht stimmen”, sagte Noah. “Wieso nicht?”, fragte Lara nach. “Weil wir keine Beschleunigungskräfte gespürt haben”, konterte Noah. Lara lächelte und sagte: “Dieses Raumschiff verfügt über technische Spielereien, von denen ihr noch nie etwas gehört habt. Das Raumschiff befindet sich durchgehend in einer Gravoblase, die hier im Raumschiff immer eine Gravitationskraft erzeugt, genau wie auf der Erde. Deswegen habt ihr nichts gespürt. Ihr könnt weder die Beschleunigung noch die Verzögerung des Raumschiffs noch verschiedene Manöver des Raumschiffs spüren. Ohne die Gravoblase würde euer Körper solche Manöver nicht überleben.”

“Wenn ihr wollt, können wir in die Kommandozentrale gehen. Dann könnt ihr auf dem Panoramabildschirm den Vorbeiflug am Mond beobachten”, schlug Lara vor. “Den Vorbeiflug am Mond?”, fragte Anna erstaunt. “Wie schnell ist denn das Raumschiff? Die Apollo 11 hat damals drei Tage bis zum Mond gebraucht.” “Dieses Raumschiff kann in fünf Minuten eine maximale Geschwindigkeit von 1 zehntel Lichtgeschwindigkeit erreichen”, erklärte Lara. Mia rechnete im Kopf nach. “Das würde ja bedeuten, dass dieses Raumschiff die Strecke Erde-Mond in 13 Sekunden zurücklegen könnte und für die Strecke Erde-Sonne in etwa 90 Minuten brauchen würde. Das ist zwar eine fantastische Geschwindigkeit, aber um den Kosmos zu erforschen, reicht diese Geschwindigkeit bei Weitem nicht aus. Es reicht höchstens, um hier in unserem Sonnensystem herumzudümpeln.” “Da gebe ich dir recht, Mia. Aber lasst uns jetzt in die Kommandozentrale gehen, damit ihr den Vorbeiflug am Mond nicht verpasst”, sagte Lara.

Sie kamen gerade in die Kommandozentrale, als sie auf dem riesigen Panoramabildschirm sahen, wie das Raumschiff am Mond vorbeizischte. “Da war ja nicht viel zu sehen, das ging viel zu schnell”, sagte Leo enttäuscht. “Wir haben jetzt unsere Reisegeschwindigkeit erreicht, sie beträgt 75 % der Maximalgeschwindigkeit”, erklärte Lara. Die fünf schauten sich staunend in der Kommandozentrale um. Lara bemerkte die erstaunten Gesichter der fünf Kinder und begann zu erklären: “Ganz vorne, der Platz vor dem Panoramabildschirm, ist der Platz des Piloten. Links von ihm befindet sich der Platz für Ortung und Funk. Rechts von ihm ist der Feuerleitstand, von dem aus wir die Waffen des Solaris bedienen können. Etwas weiter zurückgesetzt ist der Platz für den Bordingenieur. Auf der gegenüberliegenden Seite haben wir noch den Platz für den Wissenschaftsoffizier. Und der Platz in der Mitte, der ein bisschen zurückliegt und etwas erhöht ist, ist der Platz für den Kommandanten. Und hier hinten links ist der sogenannte Kartentisch, an dem wir Meetings abhalten können. In ca. 60 Minuten werden wir am Mars vorbeifliegen.” “Das ist schnell. Nach meinem Wissen würde der Flug mit einer herkömmlichen Rakete, wenn der Mars der Erde am nächsten ist, acht Monate dauern”, erklärte Anna klug. “Damit hast du recht, Anna. Aber jetzt muss ich mich um die Kontrollen kümmern”, sagte Lara. “Wo können wir fünf uns in Ruhe unterhalten?”, wollte Mia wissen. “Setzt euch doch an den Kartentisch, da seid ihr ungestört”, schlug Lara vor.


Fortsetzung folgt
 

 

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