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Fünf Teenager im unerwarteten Weltraumabenteuer Kapitel 2

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Fürstin der Nacht
Dabei seit Feb. 2019
02.02.2024, 17:53 Uhr
Ersteller#1
Das Internat

Mias Eltern standen am Bahnsteig, um Abschied von ihrer Tochter zu nehmen. Sie drückten sie ein letztes Mal fest und wollten sie eigentlich mit dem Auto zu ihrem Onkel bringen. Aber Mia, voller Selbstbewusstsein, erklärte, dass sie groß genug sei, um alleine mit dem Zug zu reisen. Nachdem Mia in den Zug gestiegen war, setzte sich dieser langsam in Bewegung. Mia winkte aus dem Fenster, und ihre Eltern winkten zurück, mit einem Hauch von Stolz und Wehmut. Mias Papa konnte sich einen scherzhaften Kommentar nicht verkneifen "Nun, Schatz, unser Küken verlässt das Nest. Die kleine Mia wird langsam zur jungen Dame”.


Die achtstündige Bahnfahrt war endlich vorbei, und Mia hatte nur einmal umsteigen müssen. Der Zielbahnhof wirkte verschlafen, typisch für eine Kleinstadt. Durch das Zugfenster erblickte sie schon ihren Onkel Karl auf dem Bahnsteig stehen. Ein Hauch von Vorfreude lag in der Luft. Der Zug hielt an, und die Türen glitten auf. Mia trat energisch auf den Bahnsteig und ging geradewegs auf ihren Onkel zu. "Hallo Onkel Karl", begrüßte sie ihn herzlich. Onkel Karl, mit einem breiten Lächeln, reagierte prompt  "Na, schau an, Mia! Du bist aber groß geworden!”  Ein herzliches Lachen folgte, als Mia ihre beiden Koffer an ihren Onkel übergab. "Hier, nimm die Koffer, ich glaube, du brauchst das Workout mehr als ich", neckte sie ihn spielerisch. Onkel Karl lachte herzhaft und fügte hinzu  "Ach, du bist immer noch genauso frech wie früher!" "Onkel Karl, das ist der Charme, den du so vermisst hast", scherzte Mia, während sie Richtung Parkplatz schlenderten. "Na komm, lass uns zu deinem Auto schlendern und die Nachbarschaft mit meinem 'Charme' bezaubern", kündigte Mia mit einem Augenzwinkern an. Die Leichtigkeit des Moments und die fröhliche Neckerei begleiteten sie zum Parkplatz, während sie sich auf den Weg zu Onkel Karls Haus machten. Die Vorfreude auf die kommenden Tage in der Stadt der kleinen Abenteuer und lustigen Anekdoten lag förmlich in der Luft.


Als Mia und Onkel Karl endlich das Haus erreichten, das in einer beschaulichen Wohngegend am Stadtrand lag, lobte Mia begeistert "Wow, Onkel Karl, dein Haus ist echt toll! Ich liebe Holzhäuser, die haben so viel Charme". Onkel Karl strahlte und entgegnete "Danke, Mia! Aber komm erstmal rein, ich möchte dir Ida vorstellen. Sie wird sich um dich kümmern, da ich meistens erst spät von der Arbeit komme”. Sie betraten das Haus, und Mia wurde von Ida herzlich empfangen. Nach der Begrüßung zeigte Ida Mia ihr geräumiges Zimmer im ersten Stock, süß eingerichtet und sogar mit einem eigenen Balkon. Ida zwinkerte Mia zu und meinte "Mach es dir erstmal gemütlich, ich lasse dich in Ruhe deine Sachen auspacken. Onkel Karl wartet draußen auf der Terrasse, wir haben vor, später zu grillen. Ich bin sicher, du bist hungrig”.  Mia grinste dankbar und antwortete "Oh ja, darauf freue ich mich schon! Danke, Ida”. Mit diesen Worten verließ Ida das Zimmer, während Mia begann, sich in ihrem neuen Reich einzurichten und ihre Sachen auszupacken. In der Luft lag Vorfreude auf den bevorstehenden Grillabend, gemischt mit der Aufregung, sich in ihrem neuen Zuhause einzuleben. Die Perspektive auf einen Abend voller Lachen, leckerem Essen und neuen Erlebnissen machte Mias Aufregung über das Einrichten ihres Zimmers noch bunter und amüsanter.


Der Abend versprach, ein kleines Fest zu werden. Das Wetter spielte mit, das Grillen war ein Genuss, und Onkel Karl und Mia hatten jede Menge Geschichten auszutauschen. Als die Sonne langsam unterging und die Dunkelheit hereinbrach, schlug Onkel Karl plötzlich einen Plan für den nächsten Tag vor. "Morgen, Mia, machen wir eine Radtour. Ich zeig' dir das Internat und ein paar coole Ecken in der Stadt", verkündete er enthusiastisch. Doch Mias Gesichtsausdruck sprach Bände – sie sah aus, als wäre sie gerade von einem Geist erschreckt worden. "Radtour? Hier? Auf diesen Hügeln? Oh nein, das überlebe ich niemals!", entfuhr es ihr panisch. Onkel Karl konnte sich ein Lachen nicht verkneifen. "Ach komm schon, das schaffst du schon. Und jetzt ab ins Bett, es ist schon spät." Mit diesen Worten wurde Mia daran erinnert, dass Schlaf vielleicht die beste Vorbereitung auf eine solche Herausforderung war. Nachdem Mia sich bettfertig gemacht hatte, schlief sie schnell ein. Die Vorstellung, morgen mit dem Fahrrad die Hügel zu erklimmen, verblasste allmählich, während sie in süße Träume versank. Wer weiß, vielleicht würden die Hügel morgen eine überraschende Wendung nehmen – oder Mia würde sich als wahres Bergziegen-Talent entpuppen.


Der nächste Morgen brach an, und nach einem reichlichen Frühstück reichte Onkel Karl Mia einen Rucksack. "Hier ist dein Proviant, Ida hat uns ein Lunchpaket gepackt, damit wir unterwegs nicht verhungern", verkündete er mit einem breiten Grinsen. In der Garage warteten zwei Fahrräder auf ihre Abenteuertour. "Also los, erstmal zum Internat. 1,5 Kilometer, das kriegen wir hin!", ermunterte er, Mia zu. Nach einer kurzen Radtour von nur 10 Minuten standen sie vor dem Internat. Das alte Gebäude hatte beinahe etwas Märchenhaftes, fast wie ein Schloss, das perfekt ins Stadtbild passte. Onkel Karl führte Mia durch ein paar schöne Ecken der Stadt, bevor sie am späten Nachmittag wieder zu Hause ankamen. "Nun, wie gefällt dir unsere Stadt?", fragte Onkel Karl neugierig. "Nun ja, ich habe noch keinen tanzenden Bären gesehen", scherzte Mia. "Hier geht's nicht um Bären, sondern um Bildung, meine Liebe", erinnerte ihr Onkel, sie, mit einem Augenzwinkern. Mia gab einen humorvollen Konter und meinte "Klar, ich bring' meinen eigenen Bären mit ins Internat!" Mit einem Lachen verabschiedeten sie sich für die Nacht. Mia wusste, dass der nächste Tag ihr erster in einem Internat sein würde. Ein neues Abenteuer, das ihre Nerven kitzelte und ihre Vorstellungskraft auf Hochtouren brachte. Und wer weiß, vielleicht würde sie dort sogar einen tanzenden Bären treffen – oder vielleicht sogar einen tanzenden Lehrer!


Am nächsten Morgen stand Mia mit gemischten Gefühlen auf. Sie hatte ein bisschen Angst, aber sie war auch neugierig auf das Internat. Was würde sie dort wohl erwarten? Nach dem Frühstück radelte sie zum Internat hinüber. Sie suchte die Anmeldung auf und wurde einem Klassenraum zugewiesen. Als sie den Klassenraum betrat, wunderte sie sich, dass es nur sieben Tische, Stühle und ein Lehrerpult gab. In ihrer alten Schule waren es 22 Kinder in der Klasse. Sie war die Erste im Klassenraum und suchte sich einen Platz in der Mitte aus. Kurz darauf erschienen noch sechs Kinder und suchten einen Platz.

Die Klassenzimmertür öffnete sich und herein schritt eine Frau um die 40, das Haar zu einem strengen Dutt geknotet und eine Brille auf der Nase, die ihr einen gewissen Ausdruck der Ernsthaftigkeit verlieh. Mit fester Stimme stellte sie sich vor "Guten Morgen, ich bin Frau Kiesel, eure Klassenlehrerin”. Frau Kiesel begann mit einer Einführung über die Struktur der Schule, erklärte die Aufteilung in Unterstufe und Oberstufe sowie die Dauer von zwei Jahren Schulzeit. Sie gab einen Überblick über die Zusammensetzung der Schülerschaft, "Wir haben hier 82 aufgeweckte Köpfe aus ganz Deutschland”. Sie plauderte über den Schulalltag im Internat und enthüllte, dass die meisten Schüler dort wohnten und nur in den Ferien nach Hause fuhren, besonders diejenigen, die von weiter her kamen. "Einige wohnen in der Nähe und düsen am Wochenende heim", fügte sie hinzu. Mia war eine von zwei Schülerinnen, die in der Stadt wohnten und täglich nach Hause konnten. Sie hörte gespannt zu, während Frau Kiesel den Stundenplan erläuterte "Der Unterricht beginnt um 8 Uhr und endet um 13:30 Uhr. Die Hausaufgaben beanspruchen etwa zwei Stunden. Freitags gönnen wir uns eine Hausaufgaben-Pause." Ein Hauch von Erleichterung huschte über Mias Gesicht, als sie erfuhr, dass sie nach der Schule nach Hause konnte. (Das klingt nach einer guten Regelung), dachte sie und war froh, dass sie bei ihrem Onkel wohnen durfte. Schule mit der Aussicht auf das eigene gemütliche Zuhause war doch gleich viel angenehmer.


Mia hatte die erste Woche in der neuen Schule überstanden. Doch etwas wurde ihr langsam klar: Der Schulstoff hier war nicht zu unterschätzen. Um da mitzuhalten, musste sie ordentlich die Ärmel hochkrempeln. Die Zeiten, in denen sie mühelos eine Eins aus dem Ärmel schütteln konnte, wie es bei Arbeiten in der alten Schule der Fall war, gehörten definitiv der Vergangenheit an.


Fortsetzung folgt

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