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Im Traumland unvorstellbar aber wahr

16 Antworten 1 Aufrufe
punktal
Dabei seit Apr. 2020
20.08.2024, 18:24 Uhr
Ersteller#1
[center]Sorry, ich muss euch leider mitteilen, dass ich alles noch einmal überabreitet habe, Image aber dafür ist es fertig.[/center]
Luni wie versprochen ... Image 
und Fizzy, ich sags gleich, ich wars nicht Image[center]
Im Traumland unvorstellbar aber wahr
*
[/center]In meinem Traumland lebt ein sehr kluger, sozialer und mit schwarzem Humor gesegneter Zitronenmann.
Prof. Citronimus Lemonatis ist immer am wuseln und werkeln, dabei aber am murmeln und grummeln. Und doch hat er ein Lächeln und offenes Ohr für alle. Während der Prof. so durch die Gegend wuselt und seinen duftenden Charme versprüht, baumelt sein ganzer Stolz an der Rückseite seines Kopfes, ein Pferdeschwanz. Den bürstet und pflegt er als wäre selbiger aus Gold. Eine meiner Überlegungen ist es, diesen mit einem Glöckchen am Zopfende zu schmücken. So könnte man Prof. Citronimus Lemonatis nicht nur sehen, sondern auch schon aus der Ferne hören. Oh Gott, wie ich diesen Gedanken liebe. 
Natürlich, wie könnte es anders sein, rennen ihm die jungen Dinger Scharenweise hinterher. Auf seinen männlichen Instinkt konnte er sich dabei immer verlassen, und so wusste er genau, wie er auf die Weiblichkeit wirkt. Zu seiner Ehrenrettung, er ist kein großer Filou, denn sein Zitronenherz glüht nur für eine, nämlich für Principessa Remidemi. Und das ist kein Wunder, denn sie wird von allen sehr geschätzt, geliebt, und von den Männern verehrt. Sie bringt oft alle zum Lachen. Und ist, so scheint es mir, mit dem Karli Katastrophsky verwandt. 
Anderen Frauen schaut Prof. Citronimus Lemonatis nur hinterher, oder er schickt seine Gedanken und Fantasien auf Wanderschaft. Das erkennt man daran, dass er mal wieder ins Leere schaut mit diesem Halbmastblick und dem Grinser wo man das Gefühl hat, jetzt sabbert er gleich. 
Es gibt selbstredend auch Frauen bei denen er keine Chance hat zu landen, aber geschätzt und geachtet wird er wirklich von allen.Im Traumland haben wir sogar eine kleine Angel, die der Professor immer wieder mal mit etwas belegen möchte, um sie dann in den Ofen zu schieben. Ein sehr merkwürdiges Verlangen seinerseits, denn erstens erwischt er sie ja gar nicht, da Engerl fliegen können und zweitens ist sie schon lange durch. Hach ja, die Gedanken der Männer sind und bleiben unergründlich. 
Da ist dann noch die Frau Vorsitzende Hasal Rainbow. Sie sorgt stets für Ruhe, Ordnung und wirkt unterstützend an Prof. Citronimus Lemonatis Seite mit. Sie ist eine der wenigen Frauen, auf die er manchmal hört. 
Ich hab ganz vergessen zu erwähnen, wenn er uns, also explizit mich ärgern will, wackelt er mit dem Kopf sodass sein Pferdschwanz wie wild baumelt, und dann grinst er noch so unverschämt dabei. Mensch wie mich seine langen Haare wurmen, ich möchte … aber nein, ich mach es nicht. Noch nicht. Aber lang schau ich nimma zu, ich schwörs. Normal bin ich ja lieb und so, aber bei dem Zopf werd ich total unrund und hab immer wieder diese bösartigen Gedanken. *gg* 
Da ist dann noch Hr. Panama Passieren immer freundlich und auf  Urlaub. Der im Moment Schäfchen hütet, die ihn verliebt anschauen. Um dann vorm Schlafen gehen noch gummige Schafbärchen zu naschen, weil er nicht genug von ihnen bekommen kann. Ich hör ihn förmlich meckern. 
Und wieder schwanzerlt Prof. Citronimus Lemonatis mit seinem Wackelzopf vor meinem geistigen Auge herum. 
Der schüchterne Frauenversteher und Hardrocker Guby, verteilt galant Kaffee an die Damen, aber zieht sich sofort schweigend wieder in sein Wohlfühleckerl zurück, wo er alles in Ruhe beobachten kann. Ich vermute er ist Jäger oder so was. Die hocken auch immer auf der Lauer bevor sie eine Beute erlegen. 
Könnt ihr ihn auch sehen? Diesen ekelhaften Pferdeschwanz, der permanent hin und her baumelt. Das ist grad so als würd man einem hungrigen Panther, Tiger oder Löwen hinter Gittern auf der anderen Seite ganz nah an den Stäben ein Stück Steak hinlegen. Ja, genau SO ist das. Ihr könnt mich bestimmt verstehen, oder? 
Endlich! Meine Gebete wurden erhört. Es ist Abend. Finster, nur die Sterne, der Mond und das schnarchen der Männer.
Leise, ganz leise kuller ich durchs Traumland.In Gedanken sing ich … So ein Tag, so wunderschön wie heute ♪♫.
Da ist auch schon Prof. Citronimus Lemonatis Haus. Wie immer hat er neben seinem Bett eine Kerze brennen. Das erleichtert es mir natürlich ungemein den Weg zu seinem Zimmer zu finden.
Grinsend übers ganze Gesicht denk ich nur mehr an eines:
Schnipp, schnapp, schnipp, schnapp, … Und dann wurde ich wach ^^ so ein Mist. Image
 
Fizzy Lemon
Dabei seit Jan. 2019
20.08.2024, 20:45 Uhr
#2
Natürlich, wie könnte es anders sein, rennen ihm die jungen Dinger Scharenweise hinterher.

Der Satz stimmt ja mal so gar nicht. Die rennen davon und nicht hinterher!

Also Träume hast Du... was würde da wohl Siggi Jung zu sagen? Man müsste ihn mal fragen. Ja, das reimt sich fein - drum lass ichs besser sein.

Doch der Schwanz bleibt glöckchenfrei dran... bin ja kein Kalafati.

Witziger Einfall jedenfalls und hat Spaß gemacht zu lesen. Image
punktal
Dabei seit Apr. 2020
21.08.2024, 09:40 Uhr
#3
ImageLuni vielen Dank, es freut mich wirklich sehr, dass es dir gefallen hat . Image
Es geht eig. gar nicht um den Pferdeschwanz als solchen. Sondern, dass Fizzy evtl. längere Haare hat als ich ^^ und damit manh es besser sieht, und er mich quasi ärgern kann, bindet er sie zu nem Zopf. ;) ^^

Männer mit langen Haaren okay, aber länger als ich geht gar nicht.^^ ;)

Fizzy ich freu mich, dass du lachen könntest und es dir ein wenig gefallen hat gg Aaaber was in meinen Träumen vorkommt kann ich doch nicht beeinflussen.
Also genieße doch die vielen jungen Dinger, die dir nachrennen. ^^
Hasal
Dabei seit Feb. 2019
21.08.2024, 17:27 Uhr
#4
Liebe Punktal, finde es echt cool geschrieben . Es sind auch viele User drin verwickelt, was ich besonders gerne lesen  mag.
Bitte mehr davon . Der nächste Traum kommt bestimmt  irgendwann 
Image
punktal
Dabei seit Apr. 2020
23.08.2024, 15:05 Uhr
#5
^^ und wenn nicht Hasal, dann erfinde ich einen Image
punktal
Dabei seit Apr. 2020
24.08.2024, 14:26 Uhr
#6
[center]Im Traumland Teil2
jetzt geht es erfunden weiter 
*[/center]Auch im Traumland folgt nach jeder Nacht ein Tag und umgekehrt.
Diesmal träumte Prof. Citronimus Lemonatis etwas Eigenartiges.
Immer und immer wieder kam in seinem Traum dieses teuflisch-unangenehme Schnippschnappgeräusch vor. Er drehte sich im Schlaf von einer Seite auf die Andere, und sagte immer wieder weinerlich dabei: „Bitte nicht meine Haare. Bitte, bitte nicht.“
Doch auch in seinem Traum wurde ihm der Pferdeschwanz gnadenlos abgeschnitten.
Machtlos und erschöpft sank Prof. Citronimus Lemonatis noch tiefer in seinen Polster. Im Tiefschlaf wirkt der souveräne Prof. sehr verletzlich und zart. Plötzlich ein Windhauch, leiser Flügelschlag. Hexenmeisterin Tschenny Tschens Eule Lereu flog in Prof. Citronimus Lemonatis Schlafzimmer, schnappte sich seinen Zopf und flog damit zur Hexenmeisterin.
Lereu flog lautlos und so elegant durch das geöffnete Fenster hinein und wieder hinaus ohne bemerkt zu werden.  Tschenny Tschen sah in ihrer Glaskugel die brutale Tat und musste einfach handeln. Was bis jetzt niemand wusste, die Haare des Professors versprühen diesen betörenden Duft. Aber wenn sie ab sind wird natürlich auch dieser Duft schwächer. Die Hexenmeisterin beträufelte den Haarzopf mit ihrer selbstgemachten Haltbarkeitstinktur um dem Professor zu einem späteren Zeitpunkt eine Freude damit zu bereiten.
Die Meisten im Traumland verstanden die momentane Stimmung nicht. Eine glücklich bis schadenfroh kullernde Fr. Punktal, ein duftarmer verzweifelter Prof. Citronimus Lemonatis und alle anderen eher am sich zurückziehen. Richtig ruhig wurde es zu Beginn im Traumland.
Aber es dauerte nicht lange und der Tratsch nahm seinen Lauf. 
Das gefiel der Vorsitzenden Hasal Rainbow, unserer kleinen Angel und Principessa Remidemi gar nicht. Sie hielten eine Ratsitzung ums Lagerfeuer des Traumlandes ab.Hr. Panama Passieren stolperte auf sie zu, und glaubte wenn er sich betrunken stellt, erfährt er etwas über deren Plan. Weit gefehlt. Die drei Frauen kicherten und Principessa Remidemi klimperte ihm mit ihren wunderschönen langen Wimpern verführerisch zu. Hr. Panama Passieren blieb wie immer vor ihr wie ein Bock stehen, und brachte weder eine Bewegung noch ein Wort mehr heraus. Da nahm ihn Principessa Remidemi bei der Hand und flüsterte ihm etwas ins Ohr. Woraufhin er hochrot anlief und sich schnellen Schrittes wieder vom Lagerfeuer entfernte. Als die Principessa den anderen Frauen verraten hatte was sie ihm gesagt hat, lachten sie sich gemeinsam schlapp. Sogar das kleine Engerl wurde bei dem Gedanken leicht rot, aber fand es genauso witzig. Danach wurden sie wieder nachdenklich. Die Vorsitzende Hasal Rainbow hatte als einzige  eine Idee. Natürlich war diese genial, und so wurde einstimmig von allen beschlossen, dass sie Grand Madame Lady Luni zu Rate ziehen müssen.
Sie löschten das Lagerfeuer und gingen sofort los. Vorbei an Gubys Häuschen, aus dem auch heute wieder laute Hardrockmusik zu hören war. An der kleinen, sehr alten Kirche. Vorbei an den wichtigen Geschäften, der Apotheke und dem Rathaus. Die Berggasse hoch zu Lady Lunis kleine Villa. Die Damen waren etwas außer Atem, eine mehr, eine weniger.  Die Vorsitzende Hasal Rainbow klopfte mit dem eisernen runden Griff des Löwenkopfes 3x an das Tor. Nach einiger Zeit hörten sie auf der anderen Seite Schritte. Es kam ein etwas graumelierter Mann in grünem Gewand. Es handelt sich hierbei um den Diener Gustav Gürk, der ihnen das Tor öffnete mit den Worten: „ Guten Abend die Damen, was kann ich zu so später Stunde noch für sie tun?“ Alle drei im Kanon: „Wir müssen unbedingt sofort zu Lady Luni. Es ist wirklich wichtig!“ „ Aber werte Damen, wo denken sie denn hin? Das ist unmöglich. Lady Luni hat sich doch schon längst in ihr Schlafgemach zurückgezogen. Nennen sie mir ihr Begehr, und ich werde es unserer Hausherrin morgen Früh verlässlich weiterleiten.“ „Nein, das geht nicht. Das muss jetzt sofort sein“, darauf beharrte die Vorsitzende Hasal Rainbow weiterhin. Und tatsächlich öffnete sich oben im Turm ein Fenster. Es war Lady Luni, die jetzt aufgebracht nach unten schrie: „ Ja was zum Henker ist denn da unten los? Wer stört noch zu so später Stunde?“ Die Vorsitzende brüllte zurück: „ Wir sind´s Lady Luni. Die kleine Angel, Principessa Remidemi und ich, die Vorsitzende Hasal Rainbow. Bitte wir müssen unbedingt mit ihnen sprechen.“
„Ja so lass er sie herein, Gurkal. Und ihr wartet auf mich im gelben Salon.“ Danach schloss sie wieder das Fenster. Der Diener tat wie ihm aufgetragen wurde, und so brachte er die drei Frauen in den gelben Salon. Lady Luni zog sich noch schnell einen Morgenrock über und schritt elegant die Treppe hinunter. An den Diener gewandt sagte sie: Gurkal mein Guter, bringen´s uns bitte eine Kanne Tee mit allem drum und dran. Und vielleicht finden´s noch wo einen Kuchen, oder ist noch was von der Beerentorte über? Ich glaub, das wird heute eine längere Sitzung. Und dann können sie zu Bett gehen.“ „ Jawohl Lady Luni“, war das Letzte bevor sich der Diener umdrehte und ging.
Lady Luni setzte sich sehr verwundert und neugierig zu ihren späten Besucherinnen. „Na wo drückt euch der Schuh, meine Lieben?“ Aufgeregt redeten die 3 los, doch man verstand kein Wort. So einigten sie sich darauf, dass die Vorsitzende das Wort hat. Der Diener Gurkal kam, stellte alles wie gewünscht auf den Tisch, goss den Tee ein, verbeugte sich und wünschte den Damen eine gute Nacht. Die Besucherinnen verabschiedeten sich vom Diener, und Lady Luni wünschte ihrem alten Wegbegleiter auch eine gute Nacht. Sie erinnerte ihn daran, dass er morgen das Frühstück auf der Terrasse servieren soll. Danach widmete sie sich wieder ihren Gästen.
Es dauert 37 Minuten bis Lady Luni über alles Bescheid wusste. Nachdenklich den Kopf in einer Hand gestützt saß sie in ihrem brokatbezogenem Fauteuil. „Hmm, hmm… habt ihr schon mal daran gedacht evtl. die Hexenmeisterin Tschenny Tschen zu fragen?“ „Nein, auf diese Idee sind wir gar nicht gekommen. Und außerdem wohnt sie am anderen Ende des Baches, kurz vorm Waldesrand. Dafür wäre es heute so und so schon zu spät gewesen“, antwortete Fr. Hasal. „Stimmt, aber sie ist eine moderne Hexe. Frei in ihrem Tun, unabhängig und selbstbewusst. Sie lässt sich in keine Schublade stecken und ihre Hexerei ist ebenso umfangreich und unergründlich wie das Weltall. Also wenn Tschenny Tschen keinen Rat für uns hat, dann hat keiner einen“, meinte Lady Luni aufrichtig bewundernd. Die Frauen waren sich einig. Die Drei standen auf, bedankten und verabschiedeten sich. Lady Luni begleitete sie noch zum Tor und meinte: „Also abgemacht, wir treffen uns morgen um 10 Uhr vorm Rathaus und fahren zusammen in meiner Kutsche zur Hexenmeisterin Tschenny Tschen. Kommt gut wieder runter ins Traumlanddorf und schlaft gut.“ Sie winkten sich zufrieden zu. Lady Luni verschwand in ihrer Villa und die drei Frauen in der Dunkelheit.[center]Fortsetzung folgt...[/center]
punktal
Dabei seit Apr. 2020
27.08.2024, 19:25 Uhr
#7
[center]Teil 3
*[/center]Diese Nacht plagten Prof. Citronimus Lemonatis schlimme Alpträume. Immer und immer wieder hörte er ein Knattern und ein bis ins Mark eindringende, immerwährende huhuuu im Traum. Sogar im Schlaf lief ihm ein Schauer über den Rücken, und instinktiv deckte er sich bis nach oben hin zu. Gleichzeitig trauerte er im Schlaf um seine verlorenen Haare. Diese Kombination der Gefühle ließ ihn wie gerädert aufwachen. Egal wie stark sich der Professor auch ablenkte und bemühte, dieses leere Gefühl des Verlustes blieb Tag und Nacht in der Magengegend.
Ziemlich zur selben Zeit, also um 9 Uhr, trafen sich die 3 Frauen nach dieser kurzen Nacht zum Frühstück vor dem Rathauscafe. Wie konnte es anders sein, genau jetzt trafen sie auf Hr. Panama Passieren. Er ist immer sehr höflich, charmant und zuvorkommend. Jedoch neugierig wie die Köchin Mitzi Tant´ vom Kindergarten. Er selbst ist ja ständig auf Reisen. Das erwartet man ja auch von ihm durch die verschiedenen Posten, die er ausübt.
Hr. Panama Passieren ist nämlich so eine Mischung aus Bürgermeister, Polizist und Bodyguard. Er hat ja seinen Namen auch nicht umsonst. Als er ein Kind war entdeckte man, dass Hr. P.P. eine Gabe hat. Man muss sich vorstellen, er wurde damals wirklich sehr wütend, bekam einen ganz roten Kopf und sprang vor Zorn im Kreis. Naja das machen andere Kinder auch, aber bei ihm löste das eine Art Dampfkessel aus, und alle in seinem Umfeld wurden dezent durch die Luft geschleudert. Beschämt mit dem Blick zu Boden geneigt meinte er damals: „ Panama passieren.“ Und so entstand sein Name.
Die Fähigkeit und die Tatsache, dass er gerne reist und sich in einem fernen Land eine Kampfsportart aneignete, befähigten ihn noch zusätzlich für all diese Posten. Zum Glück musste er sie, die Kampfsportart, noch nie anwenden, denn es klingt schon wahnsinnig gefährlich und auch ein wenig grausig. Es handelt sich dabei um Mäusetsunami. Keiner weiß wie es geht oder aussieht außer ihm. Nicht einmal Prof. Citronimus Lemonatis, obwohl er eine Bibliothek hat, fand nichts darüber heraus. Er will es auch niemandem erzählen bzw. erklären. Aber eines Tages kommt alles heraus. So viel steht fest. Da sind sich alle einig.
Als Hr. P.P. im Cafe die drei Frauen erblickte, stand er von seinem Sessel auf, verbeugte sich und sagt in seiner freundlichen Art: „Guten Morgen die Damen, möchten sie mir eventuell Gesellschaft leisten, und mir die Ehre erweisen sich zu mir zu setzen?“ Auch wenn ihm bewusst war, dass er keine Chance bei der kleinen Angel hatte, so  versuchte er trotzdem jede noch so geringe Chance zu nutzen, um ihr nahe sein zu können.
Die Frauen sahen sich kurz an und nickten sich zu. Das Cafe war immer sehr gut besucht, und deshalb auch ziemlich voll. Sie gingen zu seinem Tisch, begrüßten ihn genauso freundlich und bedankten sich für sein nettes Angebot. Sie bestellten schnell und zahlten sofort als die Getränke zum Tisch gebracht wurden.
Hr. Panama Passieren fiel auf, dass die Drei etwas gestresst wirken, und so fragte er sie unverblümt, „Was ist denn nur los, und warum haben sie es so eilig heute?“
Er wollte zwar immer alles wissen, aber da er ständig unterwegs war, bekam er natürlich nicht einmal die Hälfte mit.
Fr. Hasal als Vorsitzende sah ihn etwas streng an, hob dabei eine Augenbraue aber antwortete dabei gelassen: „Werter Hr. Panama, wie sie sich denken können haben wir jetzt leider nicht die Zeit sie in alles einzuweihen, aber bei nächster Gelegenheit sind sie der Erste, der in Kenntnis gesetzt wird.“
Genau in diesem Augenblick fuhr Lady Luni mit der Kutsche vors Rathaus und hielt an. Die drei Frauen standen auf, bedankten sich noch einmal, verabschiedeten sich höflich und verließen im Gänsemarsch das Rathauscafe. Nach schneller und herzlicher Begrüßung der Damen, stiegen die Drei in die Kutsche, und als sie Platz genommen hatten ging die Fahrt auch schon los. Die kleine Angel hatte ein mulmiges Gefühl, denn sie hatte sehr großen Respekt und auch etwas Angst vor der Hexenmeisterin. Unbegründet versteht sich, denn sie ist ja ein guter, hilfsbereiter und süßer kleiner Angel.
In der Zwischenzeit stöberte Prof. Citronimus Lemonatis in seinen besten Büchern nach, ob es nicht doch etwas gibt um seinen Haarwuchs zu beschleunigen, damit er wieder schnellst möglich einen langen Zopf haben und seinen unverkennbaren Duft versprühen kann. Er fühlte sich fast schon nackt am Kopf. In betrübten Gedanken vertieft, störte ihn heute nicht einmal die laute Hardrock Musik von Guby.
Lady Luni genoss die Ausfahrt auf ihre eigene Weise. Sie würde zwar keinem Lebewesen Leid zufügen, aber die Peitsche schwingen kann sie wie John S. in seinen Westernfilmen. Die Damen hinten in der Kutsche genossen es natürlich ebenso. So oft haben sie ja nicht die Möglichkeit darin mitzufahren. Plötzlich fiel Principessa Remidemi etwas ein. „Ich hab´s! Wir könnten unser Traumland doch etwas beleben. Oder was glaubt ihr?“ „Und wodurch oder wie?“, fragte Lady Luna. „Naja indem wir Kutschenfahrten zu fairen Preisen anbieten. Die Pferde werden bewegt, es wär mehr Geld in der Dorfkasse und Lady mal ehrlich, es ist doch auch schön wenn man Mal keine Kosten hat, oder?“ „Hmm, das klingt wirklich gut. Du meinst das Futter, die Reparaturen der Kutsche sowie der Tierarzt für die Pferde werden davon bezahlt?“, fragte sie zur Vorsicht nach. „Ja genau, und alles was dann überbeleibt könnten wir als Fond für bedürftige Menschen oder Tiere aus der Gemeinde anlegen und verwenden. Oder eben für Forschung im Gesundheitswesen, Geräte und Instrumente fürs Spital,…  All so was eben.“
„Eine wirklich geniale Idee“, stimmten auch die anderen Beiden mit ein. „So aber nun konzentrieren wir uns wieder auf unser derzeitiges Projekt“, sagte die Vorsitzende strenger als beabsichtigt. Lady Luni, Remidemi und auch die sonst so stille Angel, nickten und lachten deswegen herzhaft.
Endlich sind sie am Waldrand angelangt. Jetzt nur mehr zwei lange Gerade und mittig eine starke rechts Kurve. Dann kommt schon der Bach wo sich am anderen Ende die Waldhütte von Tschenny Tschen befindet. „Am Hexenbach machen wir Rast. Auch die Pferde brauchen eine Erfrischung“, sagt Lady Luni bestimmt. „Wie schön es doch hier ist“, schwärmte Angel. „Kein Wunder, dass die Hexenmeisterin hier wohnt“, meinte auch Hasal. „Die Umgebung ist nett, aber ihr Haus wäre mir zu einfach“, rümpfte Principessa Remidemi etwas ihr Näschen. Lady Luni schmunzelte und meinte zwinkernd in ihre Richtung: „Ein Schloss passt aber nicht zu ´ner Hexe, oder meine Liebe?“
Kurz blitze es in Remidemi´s Augen auf, dann lachte sie aber auch und stimmte Lady Luni zu.[center]Fortsetzung folgt...[/center]
Hasal
Dabei seit Feb. 2019
28.08.2024, 11:08 Uhr
#8
Liebe punktal, also echt Liebes, super Deine Geschichten. Heute mußte ich aber auch  kräftig lachen  .
Bitte noch mal Liebes 
Image
punktal
Dabei seit Apr. 2020
29.08.2024, 17:19 Uhr
#9
[center]Teil 4
*[/center]Lady Luni manövrierte die Kutsche an den Waldrand zwischen den Bäumen. Nun wies sie die Anderen an aus der Box am Kutschenende den Picknickkorb sowie die Decke zu nehmen, und einen geeignet Platz nahe dem Wasser zu suchen. Sie selber würde die Pferde ausspannen und zum Bach führen.
Wie gesagt so getan. Nachdem die beiden Shire Horse ausreichend getrunken und ihre Füße im Wasser abgekühlt hatten, brachte Lady Luni sie wieder zurück zur Kutsche und spannte sie ein. Wie recht sie doch hatte, denn Lereu kreiste 3 Runden über ihnen. Und obwohl es sanfte Riesen sind, mögen sie das Geräusch der Flügelschläge nicht.
Nun konnte sich auch die Lady etwas entspannen und vor allem erholen. Immerhin haben sie schon eine 15 Kilometer lange Strecke zurückgelegt und waren 90 Minuten unterwegs. Eine kleine Pause tut allen gut.  „Es sind ca. noch 5 bis 7km, also kommen wir grad richtig zum Mittagessen an“, überlegt die Lady laut. Angel riss ihre schönen grünen Kulleraugen auf und sagte entsetzt: „Was? Ich muss dort etwas essen? Was wenn sie uns vergiftet oder betäubt? Gefangen nimmt oder verzaubert?“  Man konnte richtig die Panik aus ihrer Stimme hören. „Aber Angel, sie ist doch eine von den Guten. Unsere Freundin seit langer, langer Zeit. Und wenn wir absolut ratlos sind, besuchen wir sie“, klärte Hasal sie auf während sie ihr besänftigend über den Kopf streichelte. „Und außerdem wird die Hexenmeisterin in spätestens 3 Minuten darüber informiert, dass sie Besuch bekommt“, informierte Lady Luni die Anderen. Ein großes Fragezeichen machte sich förmlich im Gesicht der drei Frauen breit, und Lady Luni kam nicht drum herum laut zu lachen. Ach ihr wieder. Nun machte sie eine theatralische Handbewegung und sah zum Himmel hoch als sie fragte: Habt ihr nicht Lereu am Himmel gesehen oder gehört? Er hat uns sogar mit nem lauten huhuuu begrüßt.“
Angel schüttelte verneinend den Kopf und Hasal sagte es. Principessa Remidemi hob nur die Schulter und meinte: „ Entschuldigung, ich war mit meinen Gedanken ganz wo anders.“
„Na gut, lasst uns zusammenpacken und wegräumen um den letzten Teil der Strecke endlich hinter uns zu lassen“, meinte Lady Luni noch immer schmunzelnd.
Angel etwas eingeschüchtert jetzt bei dem Gedanken die Eule nicht bemerkt zu haben, faltet die Decke sehr langsam zusammen. Hasal nahm Angel bei der Hand und gemeinsam gingen sie schweigend zur Kutsche wo Lady Luni schon mit der geöffneten Box am Kutschenende auf sie wartete. Alles war verstaut und die Damen saßen wieder auf ihren Plätzen. Mit einem schmatzenden Geräusch sowie „Hüüüjaaa meine Schönen“, gab Lady Luni den Befehl an ihre beiden Pferde sich wieder zu bewegen und schnalzte dabei zusätzlich mit der Peitsche in die Luft.
Lereu war schon längst bei Tschenny Tschen angekommen und flatterte aufgeregt um ihre Kugel. „Ist ja gut Lereu. Ich habs doch verstanden. Setz dich in deine Höhle und schlaf endlich“, sagte sie etwas besorgt.  „Soso, wir bekommen Besuch. Na dann richte ich mal Getränke und etwas zu essen her“, sagte sie zu Lereu, der jetzt auf ihrer Schulter saß. Sie dachte jetzt bei sich, sorry mein Freund, lächelte kurz, wackelte mit dem linken Ohr und schwups war die Eule in ihrer Höhle.
Der Hexenkessel war rasch aufgesetzt. Es wird ein Drei – Gänge – Menü geben, dessen war sie sich sicher. Dazu reicht sie frisches Brunnenwasser, angereichert mit Blubberbläschen, aufgebessert mit Zitronenscheiben und Minzblättern. Als Aperitif wird sie ihren berühmten Pilzschnaps reichen, der in Gläsern mit Schimmelrand und Strohhalm serviert wird.
Natürlich hat sie als perfekte Gastgeberin nicht auf die Pferde vergessen. Hinter ihrem Haus hat sie schnell eine kl. Koppel gezaubert, in der es eine Tränke gibt, sowie eine Heuraufe in der sie Äpfel versteckt hat. Nach all der Arbeit und dem Stress nur noch einmal schnell hexen um für den Besuch schön zu sein, und schon kann es losgehen.
Und tatsächlich, in diesem Augenblick fuhr auch schon die Kutsche mit den Damen vor.
Tschenny Tschen begrüßte alle sehr herzlich und meinte zu Lady Luni: „Hinterm Haus findest du für deine Pferde eine Koppel.“ Lady Luni nickte dankbar, spannte die Beiden ab und brachte sie zur Koppel. Jössas, dachte sie, welch Mühe sich die Gute doch gemacht hat. Kaum waren die Pferde versorgt, beeilte sie sich ins Haus zu kommen. Drinnen angelangt  musste sie sich erst an das Licht gewöhnen. Es duftete nach herrlichem Essen, da waren sich alle einig. Sobald Lady Luni die Hexenmeisterin erblickt hat, ging sie auf sie zu, umarmte diese herzlich und bedankte sich für all die Mühe, die sich Tschenny Tschen gemacht hat.
„Kommt meine Lieben, nehmt doch bitte Platz. Ich freue mich so, dass ihr hier seid. Schenkt euch bitte selber nach Lust und Laune ein und trinkt so viel ihr wollt. Und keine Sorge, die Karaffe wird nie leer“, sagte sie mit lachendem Gesicht. Angel roch vorsichtig daran, aber die frische der Zitrone und Minze entfaltete sich sofort in ihrer Nase. Nun probierte sie eine Schluck, und darauf gleich noch einen. „Mmmh, das ist genau das richtige Getränk nach der langen Reise“, lobten fast alle im Chor.
Angel entspannte sich nun, aber schimpfte sich insgeheim wegen ihrer Vorurteile.
Während Angel, die zum ersten Mal hier war noch alles genau betrachtete, unterhielten sich die vier Anderen angeregt, da sie sich schon ewig nicht mehr gesehen hatten.
Tschenny Tschen freute sich so, dass sie es nicht abwarten konnte um auf den Punkt zu kommen. „Also ihr seid wegen dem traurigen Professor hier, stimmt´s?“
„Ja“, kam es wieder im Chor. Es war schon sehr erheiternd, dass sie ständig gleichzeitig antworteten. Die Hexenmeisterin bewirtete in der Zwischenzeit ihren Besuch. Sie merkten erst jetzt wie hungrig sie waren, als die Nachspeise vor ihnen stand. Hasal meinte: „Ich platze gleich, so satt bin ich.“ Lady Luni nickte und sagte: „So etwas köstliches habe ich noch nie gegessen.“ Und Angel fragte: „ Können wir jetzt bitte die Nachspeise genießen?“ Hasal stupste sie sanft, kicherte und sagte: “War klar, dass das von dir kommt, du kleine Naschkatze.“ Und wieder wurde gelacht. Nur Principessa Remidemi aß nicht viel, und sie lachte kaum.
Nachdem der Tisch abgeräumt und alle satt waren, wollte Angel nun doch wissen was sie denn gegessen haben. Die Hexenmeisterin musste sicher gehen, dass sie es in einer Sprache erzählte, die keine der drei Frauen verstand und deshalb musste sie wieder ein wenig hexen. Denn die vierte, also Lady Luni könnte es sonst verstehen.
Danach sagte sie total gelassen: „ Also die Vorspeise war eine Soup des 3 mets délicats. Die Hauptspeise  Hérisson á la broche avec du riz au Jasmin. Und bei der Nachspeise handelte es sich um grenouilles cuites au four avec chocolat et sauce vanille.“
Lady Luni die normal vier Sprachen in Wort und Schrift kann, verstand diesmal genauso viel wie die Drei, nämlich absolut nichts. Merkwürdig dachte sie, aber gesagt hat sie: „Egal was es war, es war unbeschreiblich gut.“ „Stimmt“, meinte Angel. Auch Hasal nickte, doch sie trommelte leise am Tisch und meinte etwas nervös: „ Meine Lieben lasst uns doch bitte wegen des Problems auf einen Nenner kommen. Es wird schon spät und wir haben noch den ganzen Rückweg vor uns."
Die Hexenmeisterin sagte nun besänftigend: „Liebe Hasal, ich hab schon vergangene Nacht damit begonnen mich darum zu kümmern. Ihr müsst mir nur vertrauen und etwas Zeit geben.“
Hasal, die sie am Besten von allen kannte nickte nur und antwortete ihr: „Ich verstehe. Du willst es uns noch nicht verraten.“ „Nein, ich werde es euch gar nicht verraten. Das Problem löst sich mehr oder weniger von selbst, ihr werdet es sehen und dann auch verstehen.“
Dann fiel der Hexenmeisterin noch ein, sie wollte doch Remidemi etwas fragen.
„Liebe Principessa, verrate mir doch bitte was du Hr. Panama Passieren geflüstert hast.“
Nun errötete Remidemi leicht und begann zaghaft; „ Naja, ich hab ihm gesagt ~gg~ also … sie räusperte sich *hmkm* …  wenn er nicht den Weg frei gibt und aufhört uns auszufratscheln, werd ich bei dir anrufen und bitten ihn zu verhexen. Dann kommt er 8 Std. lang abwechselnd, zuerst in ein selbstaufblasbares Sumoringer-Kostüm, wo er im Verein ~Sumofrauen unter sich~  45 Minuten mitspielen darf, und anschließend 15 Minuten von den Füßen bis zum Hals in ein eiskaltes Tauchbecken zum abkühlen. Oder aber er tritt sofort mit einem Lächeln und ´ner netten Verabschiedung den Rückweg an. Gibt’s ja nicht, wie kann ein Mann nur so neugierig sein? “
Jetzt lachten wirklich alle und Principessa Remidemi grinste und senkte dabei den Blick.[center]Fortsetzung folgt...[/center]
punktal
Dabei seit Apr. 2020
29.08.2024, 17:36 Uhr
#10
ehrlich? und das obwohl du die 3 geheimzutaten noch nicht einmal kennst? ^^ Image ich sag nur so viel.... sehr mutig ;)
Jenny
Dabei seit Feb. 2019
30.08.2024, 07:09 Uhr
#11
Da sind nur die besten Zutaten drinne, zb Tschernobyler Leuchtpilze, die kann man ohne Bedenken zu sich nehmen. Echt klasse geschrieben liebe punktal. Image
Hasal
Dabei seit Feb. 2019
30.08.2024, 17:27 Uhr
#12
Ich schliesse  mich den Vorschreibern an , echt  sowas von gut und lustig, Deine Geschichten. Bin echt gespannt , wie es wieder weitergeht.
Der Pilzlikör ist ganz besonders lecker, man bekommt echt nie genug davon 
punktal
Dabei seit Apr. 2020
03.09.2024, 17:15 Uhr
#13
[center]Teil 5
*
[left]Es war so weit, Lady Luni bedankte und verabschiedete sich als Erste, da sie noch die Pferde holen und einspannen musste. Anschließend gab es noch eine herzliche Umarmung von Hasal sowie Remidemi. Und auch die sonst so schüchternen Angel traute sich Tschenny Tschen zu umarmen. Sie verabschiedeten und versprachen sich, sich
jetzt öfter einmal zu besuchen. Nur beim nächsten Mal muss Tschenny Tschen ins Traumland reisen.
Die Heimreise kam ihnen viel kürzer als die Hinreise vor. Und so waren sie noch vor Einbruch der Dunkelheit wieder zu Hause.
Principessa Remidemi war während der ganzen Zeit sehr ruhig und zurückhaltend. Das ist gar niemandem so richtig aufgefallen. Eine nach der anderen setzte Lady Luni vor deren Haus ab, wo sich die Damen etwas müde verabschiedeten. Erst als Lady Luni Remidemi als Letzte vor ihrem kleinen Schloss aussteigen ließ, fragte sie: „Ist denn alles okay mit dir?“ Principessa Remidemi brach in Tränen aus und schluchzte; „Ich würd dem Citronimus so gern helfen. Aber, aber ich weiß doch nicht wie. Es ist zum verrückt werden. Jetzt braucht er mich mal, und ich…
Ich hasse es zusehen und warten zu müssen, ohne etwas tun zu können.“ Und abermals kullerten ihr Tränen über die Wangen. Lady Luni stieg nun vom Kutschbock und tröstete die verzweifelte Principessa: „Du wirst sehen das Blatt wird sich wenden, und alles wird wieder gut. Mach dir keine Sorgen und geh zu Bett, es war ein anstrengender Tag für uns alle.“
Principessa Remidemi nickte, bedankte sich und verabschiedete sich herzlich von Lady Luni.
Tschenny Tschen begleitete sie die ganze Zeit über durch ihre Glaskugel um sicher zu gehen, dass ihnen auch nichts bei ihrer Heimreise passiert. Danach hexte sie noch schnell alles wieder an seinem Platz. Auch Lady Lisa sollte am nächsten Morgen ihre 4.te Sprache wieder können. Bei dem Gedanken musste die Hexenmeisterin schmunzeln. Erschöpft aber zufrieden ging auch sie danach ins Bett. Nur Lereu erwachte in der Dunkelheit, fing sich eine leckere Maus und befolgte danach den Auftrag von Tschenny Tschen.
„Schnippl di schnipp, schnippl di schnapp beim Professor ist das Zöpfchen ab.
Ich sag es jedem und auch dir, die längsten Haare hab´ ich jetzt hier.“, ♪♫♪♫ sang punktal vor Freude hüpfend und tanzend bei Sonnenaufgang in den Gassen. Sie war der aberwitzigen Meinung, dass es niemand hören würde, da ja alle Langschläfer/innen sind. Das war natürlich ein Irrtum. Und was für einer. Sie rechnete nicht mit Tschenny Tschen, die jeden gemeinen Unfug über ihre Kugel betrachtete. „Na warte nur du kleiner, runder Bosnigl, wer zuletzt lacht, lacht am Besten.“ Sie kicherte richtig schadenfroh und rieb sich dabei ihre schlanken Hexenhände mit den langen Fingernägeln.
Des Nächtens wurde der Prof. wieder von diesem Albtraum heimgesucht. Und abermals fragte er sich was und ob das etwas zu bedeuten hat.
Seit jenem Vorfall hat sich der Professor immer mehr zurückgezogen. Aber schön langsam überstieg alles seine Kräfte, und er vertraute sich seinem langjährigem Freund Univ. Doz. Dr. Marcusius K. an. Er bat ihm um ein freundschaftliches Gespräch bei einer Tasse Tee zu sich. Die beiden Männer verabredeten sich noch für denselben Tag um 15 Uhr. Univ. Doz. Dr. Marcusius K. ist ein sehr angesehner Mann, der fast immer unscheinbar und plötzlich auftaucht, aber genauso wieder verschwindet.
Um alles und jeden, um den er sich kümmerte oder annahm, ging glücklich und zufrieden wieder weg. So kam es, das er plötzlich vor punktal stand, sie mit einem Blick ansah, der zum Fürchten war. Auf sie herab sehend sagte er ganz leise zu ihr: „Schämen sie sich nicht? Jeder mit Anstand und Mitgefühl wird ihnen den Rücken kehren. So eine Niedertracht habe ich ja noch nie erlebt, unglaublich.“ Punktal blickte zu Boden, da sie es ja so gar nicht gemeint oder gesehen hatte. Aber als sie aufsah und antworten wollte war Marcusius K. schon wieder weg.
„Ein unheimlicher Mensch“, murmelte punktal vor sich hin.
Doch auch beim Frühstück im Rathauscafe gingen ihr seine Worte nicht mehr aus dem Kopf. Und tatsächlich egal wer herein kam, niemand grüßte sie mehr oder setzte sich gar zu ihr.
Ach sollen sie doch, dachte punktal trotzig, sah beim Auslagenfenster hinaus und frühstückte fertig. Sie legte das Geld inklusive Trinkgeld am Tisch, stand auf, verabschiedete sich und verließ das Cafe. Sie war nicht einmal noch draußen ging das Getuschel auch schon los.
Schön langsam schlich sich bei punktal das Gefühl ein, ziemlich ins Fettnäpfchen getreten zu sein. Aber stur wie sie nun einmal ist, was man angefangen hat bringt man auch zu Ende. Sie verstand nicht warum die alle keinen Spaß verstehen. Es sind doch nur Haare. Die wachsen ja wieder nach. Punktal kann mit schlechter Stimmung sehr schwer umgehen, und so tat sie es mit einer Handbewegung ab und sang diesmal in Gedanken wieder ihr Lied.
„Schnippl di schnipp, schnippl di schnapp beim Professor ist das Zöpfchen ab.
Ich sag es jedem und auch dir, die längsten Haare hab´ ich jetzt hier.“, ♪♫♪♫
Als Lady Luni erwachte fiel ihr sofort wieder die Menüauswahl ein und wie gut das Essen war. Bei dem Gedanken daran was sie da gegessen hatte, wurde ich etwas übel.

Die Vorspeise: Soup des 3 mets délicats = Delikatesssuppe mit 3 Geheimzutaten
Die Hauptspeise: „ Hérisson á la broche avec du riz au Jasmin“ = Igel am Spieß mit Jasminreis
Die Nachspeise: grenouilles cuites au four avec chocolat et sauce vanille = gebackene Froschaugen mit Schoko und Vanillesauce

Natürlich wusste sie, dass sie bei der Hexenmeisterin zu Gast waren. Aber es war ihr unverständlich warum sie erst heute die Speisen übersetzen konnte. Es ließ ihr den ganzen Vormittag keine Ruhe. Plötzlich hatte sie einen Verdacht, und so rief sie ohne zu zögern bei Tschenny Tschen an.
„Einen wunderschönen Vormittag liebe Tschenny Tschen. Bitte verzeih mir die Störung, aber mir gehen die drei fehlenden Geheimzutaten nicht mehr aus dem Kopf. Verratest du sie mir bitte ausnahmsweise? Und hattest du etwas mit meinem kurzen Gedächtnisverlust in Französisch zu tun?“ Die Hexenmeisterin lachte herzhaft und erwiderte ihr: „ Ich hab´ schon auf deinen Anruf gewartet liebe Lady Luni. Bei den Zutaten handelt es sich um Regenwürmer, Froschschenkel und Weinbergschnecken. Und ja, ich habe dir über 12 Stunden diese Sprache aus dem Gedächtnis gelöscht. Aber nicht aus Bosheit, sondern damit ich mit dir reden kann. Hättest du es übersetzen können, dann hättet ihr nichts gegessen. Und so hattet ihr kein Vorurteil. Ich überlasse es natürlich jetzt dir, ob du es an Angel, Remidemi und Hasal weiter erzählst. Hoffentlich bist du mir nicht all zu böse?“ Lady Luni hörte ihr während der ganzen Zeit aufmerksam zu und antwortete schließlich: „Nein, ich bin dir nicht böse. Aber ich bin enttäuscht, dass du mit mir und meinem Vertrauen „gespielt“ hast. Und ja, du hast Recht, wissentlich hätten wir das bestimmt nicht gegessen. Danke für deine Ehrlichkeit. Und nein, ich werde es den Dreien nicht sagen.“ Verständlicherweise verabschiedete sich Lady Luni kühler als zuvor bei der Begrüßung. Das sitzt doch tiefer als gedacht. Die Hexenmeisterin hatte gar keine bösen Absichten gehabt, sondern sie wollte doch nur eine unvoreingenommene Beurteilung ihrer Kochkünste. Nun musste sie zusehen, dass sie den Schlamassel wieder in Ordnung bringt. Nur wie? Egal, zuvor musste sie dem armen Prof. helfen.[/left]Fortsetzung folgt...[/center]
punktal
Dabei seit Apr. 2020
03.09.2024, 17:25 Uhr
#14
[center]Teil 6
*
[/center]Pünktlich um 15 Uhr klopfte Univ. Doz. Dr. Marcusius K bei seinem Freund Prof. Citronimus Lemonatis an der Tür. „Komm herein lieber Freund, leg bitte ab und nimm im Wohnzimmer Platz wo du magst. Was darf ich dir zum trinken anbieten?“ Marcusius antwortete schelmisch:“ Grüß´ dich Citronimus, und vielen Dank. Ich würd gern mit dir einen gute Laune Tee trinken.“ Danach ging er zu ihm in die Küche, schaute ihn tief in die  Augen und meinte sanft weiter: „Lieber geschätzter Freund, nimm´s doch nicht so tragisch. Ich versteh schon dass es  schmerzlich ist, aber leider kann es doch niemand mehr ändern. Und auch wenn es sehr viel Zeit benötigt, sie wachsen doch wieder.“ Der Professor konnte zuerst gar nicht über dessen Scherz lachen, aber er gestand seinem Freund ein, dass er mit dem Rest  nicht ganz Unrecht hat. „Aber es ist trotzdem eine Unverschämtheit, ein Einbruch und Körperverletzung“, sagte er zorniger als gedacht.„Warum hast du sie nicht angezeigt?“ „Hmm, eine gute Frage. Ich weiß es nicht. Um ehrlich zu sein war ich zu sehr mit trauern beschäftigt, als dass ich daran gedacht hätte. Was soll ich denn jetzt nur tun Marcusius?“, fragte er in leiser Verzweiflung.
Nun legte Univ. Doz. Dr. K. beruhigend eine Hand auf die Schulter des Professors und antwortete: „Also wenn du mich so fragst Citronimus. Entweder du zeigst diese punktal an, oder aber du versuchst es zu vergessen. Sonst wirst du meiner Meinung nach keine Ruhe finden.“ Sie saßen noch eine ganze Weile bei Kaffee und Kuchen bevor sich Marcusius K. von seinem Freund verabschiedete. Der Professor bedankte sich mit diesem typisch männlichen Händedruck und der sich gegenseitig, Schulter klopfenden „Umarmung“ mit den Worten: „Das werde ich dir nie vergessen. Hab´ vielen Danke, für deine Zeit und den guten Rat. Komm gut Heim Marcusius.“
Die Tage und Nächte vergingen. Im Traumland kehrte fast wieder der Alltag ein.
Der Prof. war immer noch sehr betrübt, aber er hat nichts gegen die nächtliche Attacke von punktal unternommen. Sie hingegen genoss es noch ohne Reue die längsten Haare vom Traumland zu haben.
In der Politik tat sich so einiges. Es wurde eine Gemeindratsitzung abgehalten um zu besprechen wie man mehr Urlaubsgäste ins Traumland locken kann.

Principessa Remidemi brachte den 1 Punkt vor…
•) mit Kutschenrundfahrten über Lady Luna.  Sie hat ja zwei Shire Horse und die Kutsche. Ihr Diener Gurkal ist eh nicht ausgelastet. Somit bleibt genug Zeit, dass er es erlernt und den Kutschenschein macht. Lady Luni hat sich unter der Voraussetzung bereit erklärt, sofern der FS, die Verpflegung der Tiere sowie 2x jährlich der Tierarzt und die Wartung der Kutsche von den Einnahmen abgezogen werden. Der restliche Betrag sollte als Fond für Gesundheitswesen, Kindergärten, Schulen,… verwendet werden.

Der zweite Punkt kam von der ehrenwerten Vorsitzenden Hasal Rainbow:
•) Eine Märchenwaldbahn zu Tschenny Tschens Hexenhaus

Punkt 3 und 4 kam von Hr. Panama.
•) Einen Rummelplatz mit Clowns, Zuckerwatte und Ringelspielen und für die Eltern ein Zelt mit Speisen, Getränken und live Musik. Einmal im Monat sollte Guby mit seinen Freunden zum Beispiel im Rathauskaffe – Keller seine Hard Rock Musik machen können. Dazwischen machen wir einmal einen Disco Abend für die Jugend und einmal einen Oldieabend, einen Schlagerabend, … was eben gewünscht wird. Das muss man eben im Vormonat besprechen und entscheiden. Abgesehen von den Abgaben an die Künstler kommen die Einnahmen in den Fond für Kunst und Kultur.

Punkt 5 kam von Prof. Citronimus Lemonatis
•) Er möchte etwas für die Bildung machen. Dazu würde er eine kleine Sternwarte finanzieren. Und diese dann den Menschen mit Interesse zeigen sowie alles drum herum erklären. Die Einnahmen hiervon möchte er der Forschung spendieren.

Und am Ende brachte noch Doz. Dr. Marcusius K. den 6.ten und letzten Punkt zur Sprache.
•) Man sollte auch etwas für die Kunst machen. Wie wär es mit einem mehrstöckigen, leerstehendem Haus? Das lassen wir von unserer Jugend weiß ausmalen, dazu noch in jedem Stockwerk eine WC und Dusch Möglichkeit einbauen, und stellen es interessierten Menschen jeder Altersstufe so zur Verfügung. Wir nennen es ~Das Generationenhaus der Künste~.
In einem Stock sind Töpfer*innen, im Nächsten stehen Staffeleien, darüber gibt es den Stock für Strick und Häkeleien mit Tischen, Sesseln und an den Wänden Vitrinen für die Arbeiten, ein Stockwerk für Holzschnitzkunst,…
Für Utensilien sowie Aufräumarbeiten und ab da anfallende Reparaturen sind die jeweiligen Künstler selbst verantwortlich, und sie tragen auch die Kosten dafür.
Wir verlangen ¼ jährlich eine Vernissage, wo wir uns die Einnahmen mit den Künstlern teilen. Unser Erlös kommt natürlich wieder der Kunst zugute.Sie hielten alles schriftlich fest und unterzeichneten den jeweiligen Punkt mit ihrer Unterschrift. Dieses Dokument kommt in den Safe des Rathauses.
In einem Jahr sollte alles fertig sein. Principessa Remidemi und Univ. Doz. Dr. Marcusius K. kümmerten sich noch um die Werbung durch Flugblätter, Zeitung und sogar durch Radio und TV.

Dieses tolle Projekt muss aber mit allen Bürgerinnen und Bürgern gefeiert werden, darüber waren sie sich einig. Und so wird auf die Schnelle eine Spanferkelgrillerei, Grillhühner und Bratwürstel organisiert. Natürlich fehlten auch nicht das Bier vom Fass, Wein, Mineral, sowie sämtliche alkoholfreien Getränke.
Für die Kleinen gibt’s ein Pool zum Plantschen, eine Sandkiste und verschiedene Schaukeln.
Sogar ein kleines per Hand betriebenes Karussell wurde aufgebaut. Am kommenden Samstag werden dafür Heurigen Bänke und Tische aufgestellt. Sogar eine kleine Bühne wird aufgebaut. Und die Band Skapileidoo spielt Musik nach Publikumswunsch damit für jede/n etwas dabei ist.
Jeder im Traumland hatte etwas zu tun oder eine ehrenvolle Aufgabe. Nur punktal nicht. Sie wurde links liegen gelassen. War sie da, ist es okay und war sie nicht da, war es auch okay.Prof. Citronimus Lemonatis plagten noch immer diese Alpträume. Aber schön langsam kam er dahinter. Es war Lereu der ihm den Weg zu einer seltenen Pflanze am Bach zeigte. Und immer wieder sah er dann eine Teekanne. Der Prof. wusste nicht ob er schön langsam durchdreht, oder ob er vielleicht dem Traum mehr Bedeutung schenken soll. Nach Stunden des Auf und Ab´s machte er sich auf den Weg zum Bach.
Als er ankam, sah sich der Prof. um, ob er nicht die Eule wo entdecken würde. Und tatsächlich, Lereu saß ganz in seiner Nähe auf einem Ast. Der Vogel krächzte und nickte mit dem Kopf, als würde er sagen wollen: „Schau doch, vor dir wächst es, pflück das Kraut,  mach dir einen Tee, und trink ihn.“
Prof. Citronimus Lemonatis konnte es kaum glauben, doch er ging seinem Gefühl nach. Er bedankte sich sogar bei der Eule und ging wieder nach Hause.
Lereu flog zu Tschenny Tschen, die ihn schon erwartete. Das hast du sehr gut gemacht mein Freund, lobte sie die Eule.
Als Prof. Citronimus Lemonatis zu Hause angekommen war, machte er sich den Tee. Er schmeckte eigentlich nach nichts. Etwas scharf vielleicht, aber sonst okay. Den restlichen Abend verbrachte er wie immer. Er las ein Buch, und ging danach schlafen.[center]Fortsetzung folgt ...[/center]
punktal
Dabei seit Apr. 2020
03.09.2024, 17:33 Uhr
#15
[center]Teil 7
*[/center]Am nächsten Morgen, es war der Tag der Feier, war der Professor zum ersten Mal nach langer Zeit wieder ausgeschlafen. Er fühlte sich beschwingt und jugendlich. Als könne er Bäume ausreißen.
Die Gemeinde vom Traumland beschloss heuer die Rede vor der Feier dem Prof. Citronimus Lemonatis als kleinen Trost wegen seines Haarverlustes zu gestatten. Normal wird die Rede ausschließlich von der Vorsitzenden Hasal Rainbow gehalten.
Mit etwas Lampenfieber zog sich der Professor seinen schönsten Anzug an, und dabei übteer vorm Spiegel seine Rede.
Liebe Bürger und Bürgerinnen von Traumland,… Er verdrehte die Augen und wandte sich ab.Awas, was soll schon schief gehen, dachte er bei sich. Ich halte an der Uni Vorträge, da werde ich doch diese kleine Rede hinbekommen. Etwas wütend über sich selbst, verließ er sein Haus und ging zur Veranstaltung.
Es war schon ein volles Treiben in Gange, und es roch fantastisch nach den Speisen. Hasal kam ihm entgegen. Sie begrüßte ihn mit: „Guten Abend Hr. Professor. Wir erwarten sie schon alle damit es losgehen kann. Bitte folgen sie mir auf unsere Bühne.“
Er war sehr beeindruckt von ihrer Kompetenz und ging hinter ihr an den Anderen winkend vorbei. Oben angekommen übernahm die Vorsitzende kurz das Wort: „SO, meine Lieben ich darf heute die ehrenvolle Aufgabe der Rede  sowie mein Mikrofon an unseren geschätzten Prof. Citronimus Lemonatis überreichen.“
Der Professor nahm das Mikrofon in die Hand und begann unverzüglich. „Vielen Dank werte Vorsitzende Hasal und einen wunderschönen Abend uns allen.“ Plötzlich sah er punktal in der ersten Reihe stehen, und als würde ihm jemand einen anderen Text einsagen, kam folgendes aus seinem Mund...

„Geh mir aus den Augen du böses Weib,
auch wenn mein Zopf wächst.
Deine Schuld aber bleibt.
Niemand will dich mehr im Land der Träume.
Verschwinde hinter den Wald der siebenhundert Bäume.
Danach über die Bergkette wo die Kobolde sind.
Hier will dich niemand mehr sehen,
auch nicht das kleinste Kind.“ 

Es war die Wirkung des Tees, dass ihm das sagen lies. Eine bedrückende Stille für einen kurzen Moment. Punktal rannen die Tränen über ihre Wangen, denn eigentlich wollte sie sich bei ihm entschuldigen. Keiner hatte diesmal Mitleid mit ihr. Ganz im Gegenteil. Die ganze Gemeinde begann zu klatschen. Der Professor fühlte sich etwas unwohl, aber er war auch erleichtert seinen Gefühlen freien Lauf gelassen zu haben. Sie ging, und es bildete sich ein richtiger Pfad. Niemand hielt sie zurück.
Punktal sang schluchzend unter Tränen während sie immer weiterging und das Traumland sowie ihre Bewohner*innen verließ … 

„Schnippl di schnipp, schnippl di schnapp beim Professor sind die Haare ab.
Ich sag es jetzt ja nur mehr mir, denn sie setzten mich vor die Traumlandtür. ♪♫♪♫ 

Nachdem punktal außer Sichtweite war, nahm der Professor wieder seine Rede auf.
„Verzeiht mir, das war so nicht geplant. Ich wünsche uns jetzt wirklich eine schöne Feier. Bitte lasst uns mit der Musikgruppe Skapileidoo beginnen. Vielen Dank den Mitwirkenden und allen die heute gekommen sind.“
Er übergab der Band das Mikrofon und wünschte sich das erste Lied. Danach ging er mit Hasal von der Bühne. Die vier Frauen wussten sofort, dass es das Werk von der Hexenmeisterin Tschenny Tschen war.
Sie flog sogar unbemerkt auf ihrem Besen in Begleitung von Lereu eine Runde über die feiernde Menschenmenge. Als Prof. Citronimus Lemonatis spät in der Nacht zu Hause eintraf, lag auf seinem Nachttisch wieder der abgeschnittene Zopf mit einem Zettel auf dem stand: 

Ob unten oder oben,
sie werden aufgehoben.
Haltbar für immer,
ein Duft fürs Arbeitszimmer. 

Etwas wehmütig nickend legte er den abgeschnittenen Zopf in ein Glaskästchen und hängte dieses im Arbeitszimmer auf.
Am nächsten Morgen als er erwachte, hatte der Professor sogar wieder sein langes Haar und dieses duftet noch besser als der Zopf früher.[center]ENDE (© E. Maria K.)[/center]
Hasal
Dabei seit Feb. 2019
05.09.2024, 08:57 Uhr
#16
Ja ist echt schade, aber echt super geschrieben und ich mag solche Geschichten , wo die User der Lunaria -Galaxie , drin vor kommen. 
Punktal , ich bewunder Dich echt, aus kleinen Dingen , wie ein Traum, solch tolle Geschichte zu  schreiben. 
Bitte mehr solche Ideen wünsche ich Dir , von ganzem Herzen.

Herr Professor hättest es auch etwas netter sagen können
Image
punktal
Dabei seit Apr. 2020
05.09.2024, 11:12 Uhr
#17
Image Herzlichen Dank, es freut mich wirklich sehr, dass es so gut bei euch angekommen ist.
Der Professor stand doch unter dem Einfluss des Tees Rainbow ^^ diemsal konnte er nichts dafür. Image

Das Ende hab ich mir wirklich sehr gut überlegt, denn in Zeiten wie diesen wo Gewalt und Krieg herrscht, wollte ich eine Lösung mit der man leben kann.
Täter/innen, egal was sie verbrochen haben, gehören meiner Meinung nach bestraft. Sogesehen war es, wie ich finde, human.
Im realen Leben wäre sie angezeigt und vor Gericht gebracht worden. Ich hab zwar keine Ahnung auf wie lange, aber mit Sicherheit ins Gefängnis.
Dort lernt man bestimmt nichts Gutes, mal abgesehen von den Kosten.
Bei mir kämen Gewaltverbrecher/innen oder Befehlshaber/innen, egal was sie verbrochen haben, auf eine von mir aus künstlich angelegte Insel. Ohne Aussicht auf Fluchtmöglichkeiten. Nicht einmal schwimmend. Dort müssen sie sich selbst versorgen. Ohne Waffen versteht sich. Und dann können sie sich gegenseitig zeigen, wer die/der Stärkste ist.
Leichter gesagt als getan, ich weiß, sonst würd es das schon geben. *seufz*

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